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Zentrum für Tiefe Hirnstimulation

Allgemeines zu THS

Bei Patienten, die an Bewegungsstörungen erkrankt sind, kann heute oftmals eine neurochirurgische Behandlung in Form einer tiefen Hirnstimulation durchgeführt werden. Bewegungsstörungen sind Erkrankungen, die eine Störung der Bewegungssteuerung verursachen und einige dieser Erkrankungen sprechen gut auf eine "Schrittmacherbehandlung" an, wie z. B.:


Grundsätzlich stellen bei allen Bewegungsstörungen Medikamente die Basis jedes Behandlungsplanes dar. Bei unzureichendem Ansprechen auf Medikamente oder Unverträglichkeiten kommen weitere Möglichkeiten wie z. B. die Spritzenbehandlung mit Botulinumtoxin bei Dystonien in Betracht.
Bei den neurochirurgischen Verfahren hat sich die "Tiefe Hirnstimulation" durchgesetzt, ein Verfahren bei dem je nach Art der Erkrankung unterschiedliche Gebiete im Gehirn über einen "Hirnschrittmacher" elektrisch stimuliert werden können. Das Risiko für Komplikationen mit bleibenden Ausfällen durch das Verfahren liegt in einer großen Untersuchung an mehr als 250 Patienten unter 1% (Voges et al., JNNP 2006).

Bei Parkinsonpatienten ist die Verbesserung der Beweglichkeit vor und nach der Operation verglichen worden. Das Ergebnis zeigt, dass die Patienten nach der Operation während etwa 3/4 des Tages gut beweglich sind gegenüber 1/4 vor dem Eingriff. Dabei werden durch den "Schrittmacher" bei Parkinsonpatienten vor allem Wirkungsschwankungen der Medikamente ("Fluktuationen") ausgeglichen. Überbewegungen werden reduziert und auch die Parkinsonsymptome selbst verbessert. So können die Medikamente oft deutlich reduziert werden, was wiederum Nebenwirkungen vermindern kann.

Zittern bei essentiellem Tremor, das auf Medikamente nicht anspricht, kann erheblich reduziert werden.

Ebenso kann bei bestimmten Dystonien, die sich durch Medikamente nicht bessern, eine Optimierung der Beweglichkeit erzielt werden.

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Letzte Aktualisierung: 02.02.2012 | Online-Redaktion
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