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Zentrum für Tiefe Hirnstimulation

Häufiggestellte Fragen

Sie leiden an einem fortgeschrittenen Parkinsonsyndrom (oder ein naher Angehöriger von Ihnen) und Sie fragen sich ob ein Hirnschrittmacher helfen kann?

Dafür gibt es keine pauschale Antwort, aber ein erfahrener, mit diesem Verfahren in der Parkinsonbehandlung vertrauter Neurologe kann diese Frage jeweils im Einzelfall mit dem betroffenen Patienten zusammen beantworten.

Wo finde ich einen solchen Neurologen?
Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder Neurologen vor Ort. Auf jeden Fall finden Sie in den Zentren in denen der Eingriff durchgeführt wird einen kompetenten Ansprechpartner.

An welchen Krankenhäusern werden Hirnschrittmacher überhaupt eingesetzt?
Es gibt einige Zentren in Deutschland in den das Verfahren bereits Standard geworden ist. Das sind in der Regel große Kliniken - in Südbayern München, Augsburg und Günzburg, in Nordbayern nur an der Universitätsklinik Regensburg in enger Kooperation zwischen Neurochirurgie und Neurologie.

Wie heißt der zuständige Ansprechpartner?
Der ärztliche Ansprechpartner:
In der Neurochirurgie: Oberarzt Dr. med. Max Lange (Tel.-Nr. 0941 944-9010).
In der Neurologie: Dr. med. Annette Janzen (Bewegungsstörungsambulanz, Tel.-Nr. 0941 941-3003).

Wie kann ich einen Termin zu einem Informationsgespräch vereinbaren?
Sie können sich in der Neurologie oder direkt in der Neurochirurgie vorstellen, Termine können über die Ambulanzen vereinbart werden:
Tel.: 0941 / 941-3003 für die Neurologie oder
Tel.: 0941 / 944-9010 für die Neurochirurgie

Bitte bringen Sie zu dem Vorstellungstermin die aktuellen Unterlagen (Arztbriefe und Computer- oder Kernspintomographien) von Ihrem Hausarzt mit. Kann man bei der Erstvorstellung gleich feststellen ob mir dieser Eingriff helfen würde?
Diese Frage kann zunächst oft nur richtungsweisend beantwortet werden, viele Patienten müssen für eine endgültige Klärung entweder mehrmals ambulant gesehen oder stationär aufgenommen werden. All diese Dinge werden bei der Erstvorstellung besprochen.

Welche Symptome können durch den "Parkinsonschrittmacher" wirklich verbessert werden?
Die tiefe Hirnstimulation bei der Parkinson Krankheit hilft vor allem gegen Schwankungen der Beweglichkeit - sog. Wirkungsfluktuationen - bei denen es nach langjähriger medikamentöser Behandlung abwechselnd zu starken Über- und Unterbeweglichkeiten kommt. Außerdem wird die Muskelsteifigkeit ("Rigor") und das Zittern ("Tremor") verbessert. Es gibt aber auch andere Gründe bei denen das Verfahren zum Einsatz kommt.

Muss ich die Operation selber bezahlen?
Nein, die Operationskosten werden ebenso wie die Kosten für andere medizinisch notwendige Eingriffe von den Krankenkassen übernommen, da es sich bei dem Schrittmacherverfahren in der Parkinsontherapie um ein inzwischen weltweit anerkanntes Standardverfahren handelt. Auch der Schrittmacher selber wird natürlich von Ihrer Krankenkasse bezahlt.

Wie lange "hält" der Schrittmacher?
Die Batterien halten je nach Einstellung des Gerätes ca. 5 - 8 Jahre. Danach kann das Aggregat ausgetauscht werden, ohne dass am Kopf selber operiert werden muss.

Was ist mit den „neuen“ Schrittmachern?
Seit Anfang 2009 gibt es, neben „Kinetra“, „Itrel“ und „Soletra“ 2 weitere Schrittmachermodelle: den „Activa PC“ und den „Activa RC“. Sie bieten sowohl dem Arzt als auch dem Patienten mehr Programmiermöglichkeiten. Dadurch kann bei einzelnen Patienten die Stimulation noch feiner eingestellt werden. Sie sind allerdings auch in der Handhabung des Patientenprogrammiergerätes komplexer.

Das Modell „Activa RC“ ist das erste wiederaufladbare Gerät, wg. des kleinen Akkus ist der Schrittmacher insgesamt kleiner als die übrigen Modelle. Das Aufladen funktioniert telemetrisch über eine sogenannte „Antenne“ (s. Abbildung). Abhängig davon wie oft (zwischen täglich und alle 1 – 2 Wochen) der Akku aufgeladen wird, dauert der Ladevorgang unterschiedlich lange: zwischen mehrere Minuten bis wenige Stunden. Die Lebensdauer des Akkus beträgt genau neun Jahre, so dass der „Activa RC“ erst genau neun Jahre nach dem Einsetzen ausgetauscht werden muss.

Wie gefährlich ist der Eingriff?
Das Risiko für Komplikationen mit bleibenden Ausfällen durch das Verfahren liegt in einer großen Untersuchung an mehr als 250 Patienten unter 1% (Voges et al., JNNP 2006).

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Letzte Aktualisierung: 04.07.2013 | Online-Redaktion
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