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Interdisziplinäres Hautkrebszentrum

Forschungsprojekte und Studien

Forschungsprojekte

Onkogene Mutationen in benignen Hauttumoren und Hamartomen
Leitung: Dr. Leopold Größer
Mitarbeiter: Eva Peterhof, Dr. Sebastian Singer, Anne-Sophie Shen
Kooperationspartner: Prof. F. Real, CNIO, Madrid; Prof. Dr. Christian Hafner, Dermatohistologische Praxis, München
Kurzzusammenfassung
In diesem Projekt werden benigne Hautveränderungen bezüglich onkogener Mutationen untersucht. Die beteiligten Mechanismen und Signalwege, die zur Ausbildung der kongenitalen oder erworbenen Hamartome und Tumoren führen, werden analysiert.


Genetische Alterationen beim Talgdrüsenkarzinom
Leitung: Dr. Leopold Größer
Mitarbeiter: Eva Peterhof, Dr. Sebastian Singer
Kooperationspartner: Prof. Dr. Christian Hafner, Dermatohistologische Praxis, München
Kurzzusammenfassung
Bei diesem Projekt sollen verschiedene genetische Alterationen beim Talgdrüsenkarzinom identifiziert und deren funktionelle Bedeutung analysiert werden.


DFG-Projekte SCHR 1228/3-1 und ME4147/2-1
Lumineszenz-basierte 2D-Visualisierung des intra- und extrazellulären Tumor-pH sowie Untersuchung des Einflusses von pH auf Tumorzellproliferation und     -migration in vitro
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml, Prof. Dr. rer. nat. Joachim Wegener (Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik, UR)
Mitarbeiter: Postdoktorand Biologie (UKR), Postdoktorand Chemie (UR)
Kooperationspartner: Prof. Stine Falsig Pedersen (Department of Biology, University of Copenhagen, Denmark), Dr. rer. nat. Michael Kirschbaum (Fraunhofer Institut für biomedizinische Technik, Potsdam)
Kurzzusammenfassung
In diesem DFG-Projekt soll ein auf  lumineszenten Nanopartikeln basierendes 2D-Imaging-System entwickelt und etabliert werden, mit dem in vitro intra- und extrazelluläre pH-Werte gemessen werden können. Zunächst sollen extra- und intrazellulärer pH in nicht-tumorösen Zellen (adulte Keratinozyten) und Tumorzellen (Melanom, Plattenepithelkarzinom) visualisiert werden. Nach Validierung des Systems werden pH-regulierende Proteine in Melanom- und Plattenepithelkarzinomlinien supprimiert (exemplarisch NHE1) und deren Einfluss auf den Tumor-pH untersucht. Weiterhin soll geklärt werden, welche Konsequenzen extrazelluläre pH-Änderungen in den o.g. Tumorzelllinien bezüglich zwei wesentlichen Aspekten des Tumorwachstums (Proliferation und Migration) bewirken. Die Erkenntnisse sollen u.a. für den Einsatz von den Tumor-pH modifizierenden Pharmaka zur Verfügung stehen. Eine Modifikation des Tumor-pH-Gradienten hat auch eine vermehrte Anreicherung von Zytostatika in Tumorzellen und eine verringerte Toxizität für das umliegende Gewebe zum Ziel.


Zweidimensionale Lumineszenz-Bildgebung von Wasserstoffperoxid (H2O2) im Rahmen der Wundheilung in vivo
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml, Dr. rer. nat. Robert J. Meier (Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik)
Kooperationspartner: Dr. rer. nat. Gregor Liebsch (PreSens Precision Sensing GmbH)
Kurzzusammenfassung
Neue Erkenntnisse zeigen, dass Wasserstoffperoxid (H2O2) ein wichtiger inter- und intrazellulärer Botenstoff ist. H2O2 scheint möglicherweise eine entscheidende Rolle in den verschiedenen Phasen der Wundheilung zu spielen. Erst vor kurzem konnte gezeigt werden, dass H2O2-Gradienten für die Leukozytenrekrutierung in das Wundbett unmittelbar nach der Gewebeverletzung essentiell sind. Allerdings konnte dies nur mit dem genetisch codierten Sensor HyPer an einem Zebrafischmodell gezeigt werden. Daher ist die Frage völlig ungeklärt, ob in Säugetieren und speziell beim Menschen solche H2O2-Gradienten existieren und eine Rolle spielen. Diese Frage soll durch Entwicklung und Anwendung neuer lumineszenter Sensoren für die Visualisierung von H2O2 in vivo im Rahmen der Wundheilung am Menschen untersucht werden.


Zweidimensionale Darstellung des Sauerstoffpartialdrucks und des pH-Wertes in akuten, chronischen und radiogenen Wunden
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml, Dr. rer. nat. Robert J. Meier (Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik, UR)
Mitarbeiter: Dr. med. Katharina Weiß, Doktoranden
Kooperationspartner: Dr. med. Frank Haubner (Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde), aktuell ZIM FuE-Projektförderung für Imaging in radiogenen Wunden beantragt
Kurzzusammenfassung
Bislang standen keine Verfahren zur Visualisierung des pO2- und pH-Wertes auf menschlichem Gewebe in vivo zur Verfügung. Unserer Arbeitsgruppe gelang die Entwicklung eines weltweit einzigartigen Verfahrens, das eine zweidimensionale kontinuierliche Darstellung des pO2- und pH-Wertes auf menschlichem Gewebe in vivo ermöglicht. Das neue Verfahren erlaubt erstmals ein Studium dieser Parameter im Rahmen verschiedener Stoffwechselprozesse in vivo am Menschen. Die Anwendung im Rahmen der Wundheilung zeigte erstmals, dass sowohl pO2- als auch pH-Wert als Surrogatparameter der physiologischen Wundheilung fungieren können. Aktuell werden heterogene chronische Wunden mittels dieses Verfahrens untersucht, insbesondere solche die aufgrund einer Bestrahlung bestehen. Aus diesem Projekt entstanden bereits zahlreiche hochrangige Publikationen (Proc Natl Acad Sci USA, Angew Chem Int Ed Engl, JID, Exp Dermatol) und es wurden mehrere Forschungspreise verliehen (Heinz Maurer Preis, Novartis Graduierten-Stipendium, 3 Mal Glanzlicht biomedizinischer Forschung).


Reversible somatische Mosaizismen im Rahmen der Wundheilung
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml
Mitarbeiter: Dr. med. Sonja Haverkampf
Kooperationspartner: PD Dr. med. Dr. med. dent. Martin Gosau (Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie), Dr. med. Julia Schreml (Humangenetik, Universitätsklinikum Köln),
Prof. Dr. med. Bernd Wollnik (Humangenetik, Universitätsklinikum Köln)
Kurzzusammenfassung
Im Rahmen der Wundheilung müssen Zellproliferation und -migration temporär lokal gesteigert und anschließend wieder reduziert werden. In diesem Zusammenhang sind vielfältige molekulare Mechanismen bekannt, u.a. reguliert durch Zytokine, Chemokine, Wachstumsfaktoren und verschiedene extrazelluläre Signale (z.B. pH und H2O2). Bei einzelnen Formen der Epidermolysis bullosa konnte gezeigt werden, dass die Induktion oberflächlicher kutaner Wunden zu lokalen somatischen Mosaizismen führt, die das Wiederauftreten dieser Erkrankung in den entsprechenden Bereichen verhindert. Auch bei der Ichthyoisis variegata spielen neu auftretende somatische Mosaizismen eine Rolle für die lokale Abheilung mit Bildung des typischen Konfettimusters. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass bislang keine Erkenntnisse über induzierbare und ggf. reversible somatische Mosaizismen in kutanen Wunden bestehen. Dieses Projekt soll mittels neuester molekulargenetischer Techniken (Haloplex, Next Generation Sequencing) Aufschluss darüber geben, ob solche Prozesse auch im Rahmen der physiologischen Wundheilung eine Rolle spielen.


Erforschung der molekularen Grundlagen der multiplen symmetrischen Lipomatose
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml
Mitarbeiter: Dr. med. Sebastian Tschernitz
Kooperationspartner: Dr. med. Silvan Klein (Plastische Chirurgie), Prof. Dr. med. Lukas Prantl (Plastische Chirurgie), Dr. med. Julia Schreml (Humangenetik, Universitätsklinikum Köln), Prof. Dr. med. Bernd Wollnik (Humangenetik, Universitätsklinikum Köln)
Kurzzusammenfassung
Das projektspezifische Ziel ist die molekulargenetische Charakterisierung von Patienten mit multipler symmetrischer Lipomatose (MSL). Es handelt sich um eine seltene gutartige Wucherung von Fettgewebe. Die genetischen Ursachen und zugrundeliegenden pathophysiologischen Mechanismen sind unbekannt. Ein Zusammenhang mit dem mitochondrialen Stoffwechsel wird vermutet. In diesem Projekt soll erstmalig eine große Kohorte von Familien und Patienten mit MSL erhoben, klinisch charakterisiert und genetisch mit Hilfe Next Generation Sequencing Technologien untersucht werden. Es besteht bereits der Zugang zu einem Kollektiv von ca. 40 Betroffenen, darunter auch familiäre Fälle. Ziel ist die Identifikation der genetischen Ursachen von familiären Fällen von MSL sowie die Charakterisierung des Erkrankungsspektrums. Die Erforschung der Schlüsselelemente in den komplexen Stoffwechselwegen, die zu Fettverteilungsstörungen wie der MSL führen, ist ein äußerst vielversprechender Ansatz zur Erforschung der Funktion übergeordneter, physiologischer Abläufe des Fettstoffwechsels.


Kutane Amyloidosen und systemische Amyloidosen mit kutaner Beteiligung
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml
Mitarbeiter: Dr. med. Dorothea Proske
Kooperationspartner: Dr. rer. nat. Josef Schröder (Institut für Pathologie), Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Weber (Institut für Humangenetik)
Kurzzusammenfassung
Amyloidosen sind als klinischer Schwerpunkt in Regensburg etabliert, so dass regelmäßig Amyloidose-Patienten vorstellig werden und somit wiederholt molekularbiologische und elektronenmikroskopische Untersuchungen bei Amyloidosepatienten durchgeführt werden. Diese Untersuchungen finden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Humangenetik (Prof. Dr. B. Weber) und dem Institut für Pathologie (Dr. rer. nat. Schröder) statt. Im Rahmen dieser Untersuchungen konnten bereits zahlreiche Publikationen gemeinsam verfasst und zweimal neue Mutationen für die familiäre Form der primär-kutanen Amyloidose identifiziert werden, die sich auf dem Onkostatin M Rezeptor (OSMR) Gen befinden.


Messung des pH-Wertes und der mikrobiellen Besiedelung der Hautoberfläche bei an Diabetes mellitus Erkrankten
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml
Mitarbeiter: Dr. med. Barbara Behm, Doktoranden
Kurzzusammenfassung
Patienten, die an Diabetes mellitus erkranken, weisen eine geänderte Hautphysiologie auf. Diese ist teilweise verantwortlich für die erhöhte Rate von Hautinfektionen dieser Patienten. Über die Ursache und die Manifestation der alterierten Hautphysiologie ist wenig bekannt. Im Rahmen dieser Studie wird systematisch und kontrolliert der pH-Wert der Hautoberfläche bei Diabetikern gemessen und das Ausmaß der bakteriellen Besiedelung bestimmt. Der Einfluss der Applikation einer Fruchtsäure-haltigen Zubereitung auf diese Parameter wird bestimmt.


Der Einfluss topisch applizierter Fruchtsäure-haltiger Externa (pH 4) auf den pH-Wert der Hautoberfläche
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml, Dr. rer. nat. Robert J. Meier (Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik, UR)
Mitarbeiter: Doktoranden, Dr. med. Barbara Behm, Elisabeth Hanf
Kooperationspartner: Prof. Dr. med. Christoph Abels (Dr. August Wolff GmbH & Co. KG)
Kurzzusammenfassung
Der Begriff Fruchtsäuren ist ein Sammelbegriff für die in Obst vorkommenden organischen Hydroxycarbonsäuren und Dicarbonsäuren. Zu den Fruchtsäuren gehören u. a. Äpfelsäure, Citronensäure, Fumarsäure, Gluconsäure, Glycolsäure, Mandelsäure, Milchsäure, Oxalsäure, Salicylsäure, α-Hydroxycaprylsäure und Weinsäure. Fruchtsäuren werden in der Dermatologie aufgrund ihrer keratolytischen und antimikrobiellen Wirkung bei zahlreichen Indikationen erfolgreich eingesetzt. Zentrale Anwendungsgebiete sind die Therapie der Akne vulgaris sowie der Einsatz in Kosmetika. Über den konkreten Einfluss der weit verbreiteten Fruchtsäuren auf den pH-Wert der Hautoberfläche ist äußerst wenig bekannt. In einer Serie von Untersuchungen soll der Einfluss kutan applizierter Fruchtsäure in verschiedenen Zubereitungen auf den pH-Wert der Hautoberfläche analysiert werden. Hierbei soll sowohl der Betrag als auch die Nachhaltigkeit der Alteration des pH-Wertes quantifiziert werden. Durch schichtweises Ausdünnen der Epidermis mittels Tape-Stripping soll auch die Alteration des pH-Wertes in tieferen Epidermislagen gemessen werden, um so eine Aussage über die Wirktiefe dieser Externa zu generieren.


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Letzte Aktualisierung: 19.09.2014 | Online-Redaktion
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