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Interdisziplinäres Hautkrebszentrum

Forschungsprojekte und Studien

Forschungsprojekte


Onkogene Mutationen in benignen Hauttumoren
Leitung: PD Dr. Christian Hafner
Mitarbeiter: Leopold Größer, Eva Herschberger
Kooperationspartner: Prof. F. Real, CNIO, Madrid

In diesem Projekt werden benigne Hautveränderungen bezüglich onkogener Mutationen untersucht. Die beteiligten Mechanismen und Signalwege, die zur Ausbildung der kongenitalen oder erworbenen Hamartome und Tumoren führen, werden analysiert.
Förderung: DFG HA 5531/1-2


Genetische Alterationen beim Angiosarkom
Leitung: PD Dr. Christian Hafner
Mitarbeiter: Dr. Sebastian Singer

Bei diesem Projekt sollen verschiedene genetische Alterationen beim Angiosarkom identifiziert und deren funktionelle Bedeutung analysiert werden.


Disseminierte Tumorzellen beim metastasierten Melanom
Kooperation mit Prof. Dr. Christoph Klein (Experimentelle Medizin, Universität Regensburg)
Mitarbeiter: PD Dr. Christian Hafner, Dr. Andreas Mauerer

In diesem Projekt werden Sentinel-LK bezüglich DTC (disseminated tumor cells) untersucht. Diese Zellen werden molekulargenetisch weiter charakterisiert.


Prospektive, randomisierte, kontrollierte, monozentrische zweiarmige, einfach-blinde Studie zur ICG-augmentierten Diodenlasertherapie zur Behandlung von venösen und kapillären Gefäßfehlbildungen   

Leitung: Priv.-Doz. Dr. med. Philipp Babilas
Mitarbeiter: Dr. med. Annette Klein, Doktoranden

Die Behandlung von Feuermalen erfolgt heute üblicherweise mittels Farbstofflasertherapie. Hierbei gelingt die komplette Aufhellung nur selten. Um das Ausmaß der klinischen Aufhellung der Feuermale zu verbessern, soll unmittelbar vor Lasertherapie ein Farbstoff appliziert werden, welcher das anschließend applizierte Laserlicht absorbiert. Dies soll, in Übereinstimmung mit einem bereits durchgeführten Tierexperiment, zu einer Steigerung der thermischen Schädigung und damit zu einem verstärkten Aufhellungseffekt führen.


Messung des pH-Wertes und der mikrobiellen Besiedelung der Hautoberfläche bei an Diabetes mellitus Erkrankten
Leitung: Priv.-Doz. Dr. med. Philipp Babilas
Mitarbeiter: Dr. med. Barbara Behm, Dr. med. Stephan Schreml

Patienten, die an Diabetes mellitus erkranken, weisen eine geänderte Hautphysiologie auf. Diese ist mit verursachend für die erhöhte Rate von Hautinfektionen dieser Patienten. Über die Ursache und die Manifestation der alterierten Hautphysiologie ist wenig bekannt. Im Rahmen dieser Studie wird systematisch und kontrolliert der pH-Wert der Hautoberfläche bei Diabetikern gemessen und das Ausmaß der bakteriellen Besiedelung bestimmt. Der Einfluss der Applikation einer Fruchtsäure-haltigen Zubereitung auf diese Parameter wird bestimmt.


Penetrationsverhalten verschiedener Farbstoffe für die Photodynamische Therapie
Leitung: Dr. rer. nat. T. Maisch

Voraussetzung für die erfolgreiche Durchführung der PDT ist die ausreichende Penetration von für die PDT geeigneten Farbstoffen in die erkrankte Haut. Im Rahmen des Projektes wird die Penetrationsfähigkeit verschiedener Farbstoffe mittels fluoreszenzoptischer Verfahren untersucht sowie mittels TUNEL- oder NBTC-Assays im ex vivo-Modell die Induktion eines phototoxischen Schadens bei nachfolgender Bestrahlung ermittelt.
Förderung: eigene Mittel, Industriemittel


PIB schlägt ESKAPE – Neue langfristige Strategien gegen multi-resistente Bakterien
Leitung:          PD Dr. Tim Maisch, Prof. Dr. Wolfgang Bäumler
Mitarbeiter:     Dr. Johannes Regensburger, Dipl.-Biol. Anja Eichner, MA Fernanda Gonzales, Francesco Santarelli

Aufgrund der zunehmenden Antibiotikaresistenz von Bakterien werden herkömmliche antibakterielle Therapiemaßnahmen mehr und mehr versagen. Dies stellt eine sehr ernste klinische Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Hervorzuheben sind dabei die sog. ESKAPE-Erreger, Enterococcus faecium, Staphylococcus aureus, Klebsiella pneumonia, Acinetobacter baumanii, Pseudomonas aeruginosa und Enterobacter– Stämme, da besonders diese humanpathogenen Erreger der Wirkung von Antibiotika schnell ausweichen ("escape") können. Eine neue Alternative mit großen Erfolgsaussichten ist die Photodynamische Inaktivierung von Bakterien (PIB). Diese Methode nutzt einen Farbstoff, Photosensibilisator (PS), der durch Absorption von sichtbarem Licht Singulettsauerstoff und Sauerstoffradikale generiert. Diese reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) können bei geeigneter Wahl der Parameter die sofortige oxidative Abtötung der Bakterien bewirken. In diesem interdisziplinären Vorhaben sollen die Zusammenhänge von molekularer Struktur eines Photosensibilisators, Phototoxizität, Applikationsform und Therapiefenster gegenüber bakteriellen Infektionen, verursacht durch die sog. ESKAPE-Erreger, erarbeitet werden.
Förderung: Industriemittel, DFG, Bayerische Forschungsstiftung


Photodynamische Inaktivierung von Mikroorganismen im Lebensmittelbereich
Leitung:          PD Dr. Tim Maisch, Prof. Dr. Wolfgang Bäumler
Mitarbeiter:     Dr. Johannes Regensburger, Dipl-Biol. Anja Eichner, Dipl-Phys. Ariane Felgenträger
Kooperation: Prof. Dr. Burkhard König, Lehrstuhl für Organische Chemie, Universität Regensburg

Die wissenschaftliche Grundlage der antimikrobiellen Photodynamik ist die Interaktion von Licht und speziellen Farbstoffen (sog. Photosensibilisatoren), die zur Erzeugung reaktiver Sauerstoffspezies führt. Damit werden sowohl multiresistente Bakterien als auch weitere pathogene Mikroorganismen wie Pilze und Sporen äußerst effektiv abgetötet. Gegenstand dieser Untersuchungen sind die Entwicklung und Synthese von neuen und modifizierten Photosensibilisator-Moleküle, deren essentielle Eigenschaften Ladung, Größe und Molekulargewicht sind, um diese nicht nur im medizinischen Bereich, sondern vorallem im Lebensmittelbereich erfolgreich einsetzen zu können.
Förderung: Bayerische Forschungsstiftung, Industriemittel


Innovatives Desinfektionsverfahren auf Basis der Photodynamik
Leitung:         PD Dr. Tim Maisch, Prof. Dr. Wolfgang Bäumler
Mitarbeiter:     Dr. Johannes Regensburger, Dipl-Biol. Anja Eichner, Dipl-Phys. Ariane Felgenträger, Dipl-Phys. Alena Knak
Kooperation: Dr. Hubert Steigerwald, Sensorik-Bayern GmbH, Regensburg; Prof. Dr. Burckhard König, Lehrstuhl für Organische Chemie Universität Regensburg

Basierend auf dem Wirkmechanismus der Photodynamik sollen in diesem Forschungsprojekt die Möglichkeit der Entwicklung selbstdesinfizierender photoaktiver Oberflächen durch Immobilisierung geeigneter Photosensibilisatoren in/auf diesen Oberflächen untersucht werden.


Cold-atmospheric plasma: A new approach to kill microorganisms
Leitung: PD Dr. Tim Maisch, Prof. Dr. Sigrid Karrer
Mitarbeiter: Dr. Julia Heinlin, Judith Heider

In den letzten Jahren hat sich die antimikrobielle Plasmamedizin in infolge des zunehmenden Verständnisses für komplexe Plasmaphänomene und der Entwicklung vielfältiger neuer Plasmaquellen zu einem innovativen interdisziplinären Forschungsgebiet mit großem Potential entwickelt. Unter "kaltem Plasma" versteht man teilweise ionisiertes Gas, das zu einem großen Anteil aus freien Ladungsträgern wie Ionen und Elektronen, freien Radikalen, Molekülen und zusätzlich auch aus neutralen Atomen besteht. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, genaue Kenntnisse über die antimikrobiellen Effekte bei Mikroorganismen zu erhalten. Diese Erkenntnisse stellen wichtige Informationen dar, die für das Verständnis der Wirkungsweise von Plasma gegenüber pathogenen Keimen unerlässlich sind, um beispielsweise die Möglichkeit einer Resistenzentwicklung gegenüber Plasma abzuschätzen.
Förderung: Max-Planck-Gesellschaft, MPE für extraterrestrische Physik


Linolsäure und PPARs in Wechselwirkung mit Singulett   Sauerstoff nach UV-A Bestrahlung, Einfluss auf humane Hautzellen
Leitung:          PD Dr. Tim Maisch, Prof. Dr. Wolfgang Bäumler
Mitarbeiter:     Dr. Johannes Regensburger, Dipl-Phys. Ariane Felgenträger, Francesco Santarelli

Die UV-A Bestrahlung der Haut führt zu verschiedenen biologischen Effekten die vor allem durch die Entstehung von reaktiven Sauerstoffspezies, insbesondere Singulett Sauerstoff, verursacht werden. Vor kurzem konnte erstmals gezeigt werden, dass die Generierung von Singulett Sauerstoff nach UV-A Bestrahlung ohne exogene Photosensibilisatoren in vitro und in vivo möglich ist. Allgemein akzeptiert ist die Tatsache, dass Sonnenlicht und UV Exposition bei der Haut zum "Skin aging" führen und auch die Entstehung von Hauttumoren fördern. Die Verwendung von Linolsäure bei der Behandlung von chronischen und akuten Entzündungszuständen der Haut hat sich als sehr wirkungsvoll erwiesen. Denn ungesättigte Fettsäuren sind für die Barrierefunktion der gesunden Haut notwendig sind. In diesem vorliegenden Projekt soll nun der Einfluss von Linolsäure auf Keratinozyten vor und nach UV-A Bestrahlung untersucht werden. Dabei soll der regulatorische Einfluss von Linolsäure auf Ebene der Proliferation und Differenzierung von Kerationzyten   in vitro analysiert werden.
Förderung: Industriemittel


Signalwege der Photodynamischen Therapie
Leitung: Prof. Dr. S. Karrer, Prof. Dr. R.-M. Szeimies
Mitarbeiterin: Petra Weiderer

Zum besseren Verständnis des Wirkmechanismus der Photodynamischen Therapie (PDT)   werden mögliche Signalwege der Photodynamischen Therapie (Aktivierung von MAPK-Kinasen: ERK1/2, p38, JNK) in vitro an Zellkulturen humaner Fibroblasten und Keratinozyten untersucht (in Kooperation mit dem Institut für Pathologie, Fr. Prof. Dr. A.K. Bosserhoff).
Förderung: eigene Mittel


Graft-versus-host Erkrankung nach Stammzelltransplantation
Leitung:  Prof. Dr. S. Karrer

In Kooperation mit der Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie (Prof. Dr. R. Andreesen, Prof. Dr. E. Holler, Prof. Dr. M. Kreutz, Dr. U. Schulz) werden unterschiedliche Fragestellungen zur Entstehung und Prophylaxe der Graft-versus-host Erkrankung der Haut nach allogener Stammzelltransplantation bearbeitet.


Klinische Evaluation der photodynamischen Therapie in der Dermatologie
Leitung: Prof. Dr. S. Karrer
Mitarbeiter/innen: PD Dr. med. P. Babilas, Priv.-Doz. Dr. rer. nat. W. Bäumler, Dr. med. A. Klein, Dr. med. H. Bäcker

Das Vorhaben hat das Ziel, die PDT zur Behandlung von epithelialen Hauttumoren (insbes. aktinischen Keratosen und Basalzellkarzinomen) sowie chronisch-entzündlichen Hautkrankheiten wie der zirkumskripten Sklerodermie zu verbessern und zu validieren (Effizienz, Nebenwirkungen etc.). In diesem Rahmen werden zahlreiche klinische Studien konzipiert und z.T. monozentrisch oder multizentrisch durchgeführt.
Förderung: Industriemittel


Signaltransduktionswege bei der Behandlung epithelialer Tumoren der Haut
Leitung: Prof. Dr. R.-M. Szeimies, Prof. Dr. S. Karrer
Mitarbeiterin: P. Weiderer

Mögliche Signaltransduktionswege bei der topischen medikamentösen Behandlung epithelialer Hauttumoren werden untersucht und miteinander verglichen (in Kooperation mit dem Institut für Pathologie, Prof. Dr. A. Bosserhoff).
Förderung: eigene Mittel


Biomarkerinitiative malignes Melanom
Leitung: Dr. med. S. Meyer
Mitarbeiter/innen: T. Schifferlein

Die Prognose- und auch Diagnosestellung beim malignen Melanom ist meist als statistische Aussage im Vergleich zu dem Durchschnitt vergleichbarer Fälle grob, ungenau und und nicht individuell zu stellen. Durch Erfassung der Daten von 2000 Melanompatienten und Etablierung eines 'Tissue Arrays' in diesem Maßstab wird versucht, molekulare Biomarker zu evaluieren zur verfeinerten diagnostischen Abgrenzung von gutartigen Tumoren und zur verbesserten Prognostik.

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Letzte Aktualisierung: 08.12.2011 | Online-Redaktion
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