Forschungsprojekte
Signalwege der Photodynamischen Therapie
Leitung: Prof. Dr. S. Karrer, Prof. Dr. R.-M. Szeimies
Mitarbeiterin: Petra Weiderer
Zum besseren Verständnis des Wirkmechanismus der Photodynamischen Therapie (PDT) werden mögliche Signalwege der Photodynamischen Therapie (Aktivierung von MAPK-Kinasen: ERK1/2, p38, JNK) in vitro an Zellkulturen humaner Fibroblasten und Keratinozyten untersucht (in Kooperation mit dem Institut für Pathologie, Fr. Prof. Dr. A.K. Bosserhoff).
Förderung: eigene Mittel
Graft-versus-host Erkrankung nach Stammzelltransplantation
Leitung: Prof. Dr. S. Karrer
In Kooperation mit der Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie (Prof. Dr. R. Andreesen, Prof. Dr. E. Holler, Prof. Dr. M. Kreutz, Dr. U. Schulz) werden unterschiedliche Fragestellungen zur Entstehung und Prophylaxe der Graft-versus-host Erkrankung der Haut nach allogener Stammzelltransplantation bearbeitet.
Endothelaktivierung nach allogener Knochenmarkstransplantation: Welchen Einfluss hat dies auf die Haut?
Leitung: Dr. rer. nat. T. Maisch, Prof. Dr. R.-M. Szeimies, Priv.-Doz. Dr. S. Karrer
Mitarbeiterin: S. Scheuerer
Teilprojekt Dermatologie im Rahmen des Reform C-Projektes: Endothelpathologie in der Transplantationsmedizin: Risikostratifizierung und Transplantationsmonitoring.
Förderung: Reform C-Projekt der Medizinischen Fakultät der Universität Regensburg
Klinische Evaluation der photodynamischen Therapie in der Dermatologie
Leitung: Prof. Dr. S. Karrer
Mitarbeiter/innen: PD Dr. med. P. Babilas, Priv.-Doz. Dr. rer. nat. W. Bäumler, Dr. med. A. Klein, Dr. med. H. Bäcker
Das Vorhaben hat das Ziel, die PDT zur Behandlung von epithelialen Hauttumoren (insbes. aktinischen Keratosen und Basalzellkarzinomen) sowie chronisch-entzündlichen Hautkrankheiten wie der zirkumskripten Sklerodermie zu verbessern und zu validieren (Effizienz, Nebenwirkungen etc.). In diesem Rahmen werden zahlreiche klinische Studien konzipiert und z.T. monozentrisch oder multizentrisch durchgeführt.
Förderung: Industriemittel
Penetrationsverhalten verschiedener Farbstoffe für die Photodynamische Therapie
Leitung: Dr. rer. nat. T. Maisch
Voraussetzung für die erfolgreiche Durchführung der PDT ist die ausreichende Penetration von für die PDT geeigneten Farbstoffen in die erkrankte Haut. Im Rahmen des Projektes wird die Penetrationsfähigkeit verschiedener Farbstoffe mittels fluoreszenzoptischer Verfahren untersucht sowie mittels TUNEL- oder NBTC-Assays im ex vivo-Modell die Induktion eines phototoxischen Schadens bei nachfolgender Bestrahlung ermittelt.
Förderung: eigene Mittel, Industriemittel
Signaltransduktionswege bei der Behandlung epithelialer Tumoren der Haut
Leitung: Prof. Dr. R.-M. Szeimies, Prof. Dr. S. Karrer
Mitarbeiterin: P. Weiderer
Mögliche Signaltransduktionswege bei der topischen medikamentösen Behandlung epithelialer Hauttumoren werden untersucht und miteinander verglichen (in Kooperation mit dem Institut für Pathologie, Prof. Dr. A. Bosserhoff).
Förderung: eigene Mittel
Biomarkerinitiative malignes Melanom
Leitung: Dr. med. S. Meyer
Mitarbeiter/innen: T. Schifferlein
Die Prognose- und auch Diagnosestellung beim malignen Melanom ist meist als statistische Aussage im Vergleich zu dem Durchschnitt vergleichbarer Fälle grob, ungenau und und nicht individuell zu stellen. Durch Erfassung der Daten von 2000 Melanompatienten und Etablierung eines 'Tissue Arrays' in diesem Maßstab wird versucht, molekulare Biomarker zu evaluieren zur verfeinerten diagnostischen Abgrenzung von gutartigen Tumoren und zur verbesserten Prognostik.
Neue stroma-orientierte und antiangiogenetische Konzepte in der palliativen Tumortherapie
Leitung: PD Dr. med. C. Hafner
Mitarbeiter/innen: E. Herschberger
Ausgehend von eigenen Phase II Studien (Zusammenarbeit mit Prof. A. Reichle, Onkologie) und Fallberichten zur Wirkung von antiangiogenetisch-stromamodulierenden Pharmaka bei fortgeschrittenen chemorefraktären Tumorerkrankungen (Angiosarkome, andere Weichteilsarkome, Langerhanszellhistiozytosen, malignes Melanom, Kaposi Sarkom u.a.) werden hier die prinzipiellen Wirkansätze auf zelluärem Niveau und in Angiogenesemodellen untersucht mit dem Schwerpunkt Pharmakakombinatorik
Onkogene Mutationen in epidermalen Nävi und seborrhoischen Keratosen
Leitung: PD Dr. Christian Hafner
Mitarbeiter: Eva Herschberger
Kooperationspartner: Prof. F. Real, CNIO, Madrid; Prof. M. Knowles, Cancer Research UK, Leeds; Prof. Dr. A. Hartmann, Institut für Pathologie, ErlangenEpidermale Nävi (EN) und seborrhoische Keratosen (SK) sind gutartige Hauttumoren, die entweder bereits angeboren sind (EN) oder im Laufe des Lebens erworben werden (SK). Unsere Arbeitsgruppe war daran beteiligt, erstmals die zugrunde liegenden genetischen Veränderungen dieser Hauttumoren zu identifizieren. In beiden Tumoren konnten aktivierende Mutationen im FGFR3-Gen (J Clin Invest 2006; J Invest Dermatol 2006; J Invest Dermatol 2007) und im PIK3CA-Gen (PNAS 2007) identifiziert werden. Dies war insofern überraschend, als diese Mutationen eigentlich onkogen sind und ansonsten in malignen Tumoren gefunden werden, während EN und SK kein malignes Entartungspotential aufweisen. Derzeit untersuchen wir in einer groß angelegten deutsch-spanischen Studie diese Mutationen in 175 SK von 25 Patienten. Die Ergebnisse sollen mit verschiedenen epidemiologischen, histologischen und immunhistochemischen Parametern korreliert werden. Da nicht alle seborrhoischen Keratosen diese Mutationen zeigen, werden weitere Kandidaten-Gene hinsichtlich neuer Mutationen untersucht. Zudem wird FGFR3 mitels Real-Time RT-PCR auch auf transkriptioneller Ebene analysiert.
Förderung: DFG HA 5531/1-1, DDG/ADF-Forschungsstipendium, ReForM-B
Onkogene Mutationen in lentiginösen Hauttumoren
Leitung: PD Dr. Christian Hafner
Mitarbeiter: Eva Herschberger
Kooperationspartner: Prof. Dr. A. Hartmann, Institut für Pathologie, ErlangenAufbauend auf der Identifikation von FGFR3- und PIK3CA-Mutationen in seborrhoischen Keratosen (SK) untersuchen wir weitere benigne Hauttumoren, die einen (histologischen) Bezug zur SK aufweisen. So soll z.B. die Lentigo solaris, auch als Lentigo senilis oder Altersfleck bezeichnet, eine initiale Form der SK darstellen. In der Tat konnten wir bei der Lentigo solaris bereits FGFR3- und PIK3CA-Mutationen finden (Br J Dermatol 2009). Daneben untersuchen wir in Abgrenzung zur Lentigo solaris auch die Lentigo simplex. Da diese benigne Hautläsion wiederum ein Vorläufer des melanozytären Nävus sein soll, untersuchen wir hier neben FGFR3 und PIK3CA auch BRAF. Weitere histologische Varianten der SK werd en ebenfalls untersucht.
Förderung: DFG HA 5531/1-1, DDG/ADF-Forschungsstipendium, ReForM-B
Funktionelle Aspekte von FGFR3-Mutationen in Keratinozyten
Leitung: PD Dr. Christian Hafner
Bisher ist nicht bekannt, welche intrazellulären Mechanismen in Keratinozyten mit FGFR3-Mutation daran beteiligt sind, dass benigne akanthotische Hauttumoren (epidermale Nävi, seborrhoische Keratosen) entstehen. Wir verwenden daher FGFR3-mutierte, lentiviral stabil transduzierte HaCaT-Zellen als Modell, um die funktionellen Aspekte genauer zu untersuchen. Hierzu werden z.B. Proliferation, Apoptose, Migration, Attachment sowie mittels Western-Blot Technik verschiedene Signaling-Proteine untersucht. Zudem kommt die Genexpressions-Analyse mittels Array-Technik (Affymetrix) zum Einsatz. Letztlich erhoffen wir uns auch Aufschlüsse darüber, warum die onkogenen Mutationen in den Keratinozyten im Gegensatz zu anderen Geweben kein malignes Wachstum hervorrufen.
Förderung: DFG HA 5531/1-1, DDG/ADF-Forschungsstipendium
Studien
Aktuelle Studien bei malignem Melanom
Anfragen und genauere Informationen über den Koordinator/Studienbeauftragten des Zentrums erhältlich
Kontrollierte und prospektiv randomisierte Therapiestudie zum Vergleich einer radikalen Lymphadenektomie versus Beobachtung bei Patienten mit malignem Melanom >= 1,0 mm Tumordicke und positiver Sentinellymphknoten
MAGE-Studie (GSK): multizentrische randomisierte plazebokontrollierte Doppelblindstudie mit Vakzine (recMAGE-A3 und AS15 ASCI) als adjuvante Therapie bei MAGE-A3-positiven Stadium-III–MM-Patienten
BRIM3: Randomisierte, kontrollierte, multizentrische, nicht-verblindete Phase III-Studie bei bisher unbehandelten Patienten mit nicht-resektablem Stadium IIIC- oder Stadium IV-Melanom mit V600E-positiver BRAF-Mutation, die R05185426 oder Dacarbazin erhalten
Offene multizentrische Dosiseskalationsstudie zur Erhebung der Arzneimittelsicherheit und Verträglichkeit von AP 12009 (TGF-ß2-spezifisches Antisense-Oligonukleotid) nach i.v. Gabe bei Patienten mit malignem Melanom, für die eine Option auf etablierte Therapieformen nicht oder nicht mehr besteht