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Glanzlichter biomedizinischer Forschung

Neurale Grundlagen des menschlichen Sexualverhaltens

Sexualverhalten ist eine Voraussetzung für die Arterhaltung. Doch in welchen Regionen ist Sexualität im menschlichen Gehirn eigentlich repräsentiert?
Mit Hilfe metaanalytischer Remodellierung von Neurobildgebungsdaten konnte zunächst gezeigt werden, dass sexuelle Präferenzen von entwicklungsgeschichtlich alten Hirnstrukturen gesteuert werden. In einer weiteren Arbeit mit ähnlicher Methodik fanden sich Belege dafür, dass sexuelle Reize bei Frauen und Männern unterschiedliche Hirnregionen aktivieren und dass diese neurofunktionellen Unterschiede bekannte Geschlechtsunterschiede im Sexualverhalten erklären.
Die Befunde aus beiden Arbeiten können als Ausgangsbasis für weitere detaillierte Untersuchungen verschiedenster Aspekte des menschlichen Sexualverhaltens dienen – insbesondere auch der neurobiologischen Ursachen entsprechender Störungen. Die daraus gewonnenen Informationen dürften maßgeblich zur Entwicklung ätiologiegeleiteter Behandlungsmethoden beitragen.

Poeppl TB, Langguth B, Rupprecht R, Safron A, Bzdok D, Laird AR, Eickhoff SB. The neural basis of sex differences in sexual behavior: A quantitative meta-analysis. Front Neuroendocrinol 2016;43:28–43.

Poeppl TB, Langguth B, Rupprecht R, Laird AR, Eickhoff SB. A neural circuit encoding sexual preference in humans. Neurosci Biobehav Rev 2016;68:530–6.

    Kontaktdaten
PD Dr. Timm Pöppl PD Dr. Timm Pöppl
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Telefon: 0941 941-1254
Telefax: 0941 941 2065
E-Mail: timm.poeppl@ukr.de
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Letzte Aktualisierung: 02.08.2017 | Online-Redaktion
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