Die Medizinische Fakultät legt ihre Schwerpunkte auf die Gebiete Immunpathologie und -therapie, Integrierte Funktionelle Genomik und Transplantationsmedizin.
Immunpathologie und -therapie
Ein zentraler Schwerpunkt der Fakultät, Immunpathologie und –therapie, wird in den kommenden Jahren weiter auf dem Gebiet krankheitsbezogener immunologisch-ausgerichteter Forschung einschließlich immunbezogener Therapieformen liegen. Er wird sich mit den damit zusammenhängenden zellulären und molekularen Vorgängen beschäftigen und die zentrale Rolle des Immunsystems bei definierten menschlichen Erkrankungen im Blick haben. Gleichzeitig werden Wege beschritten, mit zielgerichteten therapeutischen Optionen zur Anwendung in der klinischen Praxis zu kommen (translationale Medizin). Dieser Schwerpunkt erstreckt sich auf alle wichtigen Teilbereiche der modernen immunologisch ausgerichteten Forschung und umfasst u.a. die Transplantation von Spenderorganen und Implantaten, unzureichende, fehlgeleitete bzw. überschießende Immunantworten und Immuninsuffizienzen, bösartige Erkrankungen des Blutes und anderer Organe sowie Infektionserkrankungen. Der Schwerpunkt wurde bereits in den zurückliegenden Jahren formuliert. Wesentliche zusätzliche Elemente hierzu sind zukünftig der Aufbau der hämatologischen und onkologischen Pädiatrie, der Aufbau eines neuen Lehrstuhls für Immunpharmakologie, die Entwicklung des Kompetenz-Zentrums der Jose Carreras-Stiftung zur Erforschung der Graft-versus-Host-Erkrankungen, die bayernweite Sprecherfunktion und Projektförderung zu BayImmuNet sowie der Bau eines Jose Carreras-Zentrums für somatische Zelltherapie.
Integrierte Funktionelle Genomik
Ein weiterer Schwerpunkt wird auf dem Gebiet der Integrierten Funktionellen Genomik liegen. Dies hat die umfassende Charakterisierung lebender (Modell-)Systeme im regulären Zustand, aber auch in krankheitsbedingter Abweichung auf den Ebenen Genomik, Epigenomik, Proteomik und Metabolomik zum Ziel. Der Fokus auf dem Gebiet der Integrierten Funktionellen Genomik wird nunmehr maßgeblich durch jüngere Entwicklungen der Medizinischen Fakultät im Bereich der klinisch-theoretischen Fächer (Neubesetzung der Lehrstühle für Immunologie, Humangenetik, Epidemiologie und Präventivmedizin) sowie durch das BayGene-Cluster (eine Senior-Gruppe, drei Junior-Gruppen) unter der Führung des Instituts für Funktionelle Genomik (Anschubfinanzierung durch Sondermittel des Freistaates Bayern) bestimmt. In diesem Zusammenhang ist außer der Sicherung des BayGene-Clusters als konkrete Perspektive die Einrichtung eines neuen Lehrstuhls für Bioinformatik/Biostatistik maßgeblich. Die Genomik verstärkt zusammen mit der Biostatistik auch in geeigneter Weise die in vielen Einrichtungen der Fakultät vorhandenen systemischen Ansätze im Bereich der translationalen Medizin (z.B. in der molekularen Krebsforschung und der Nierenforschung).
Transplantationsmedizin
Ein dritter Schwerpunkt, der stark klinisch, aber auch klinisch-wissenschaftlich definiert ist, betrifft den Bereich der Transplantationsmedizin. Hier wurden die Transplantationszahlen am Universitätsklinikum sowohl zur Organtransplantation als auch zur Knochenmarktransplantation in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich ausgebaut. Das Universitätsklinikum Regensburg hat sich national in der Nieren-, Herz- und Lebertransplantation genauso profiliert wie in der Knochenmarktransplantation. In der Fakultät hat sich ein Forschungsverbund zur Transplantationsmedizin formiert, der in absehbarer Zeit zu einer Gruppenförderung durch die DFG führen soll. Strukturell kommt hier der nahezu gleichzeitigen Wiederbesetzung der drei leitenden Professuren für Innere Medizin besondere Bedeutung zu.
Bestehende Gruppenförderungen
Die drei genannten Schwerpunkte werden bereits jetzt durch folgende Gruppenförderinstrumente der Deutschen Forschungsgemeinschaft gestützt: