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13.11.2017

Als Diabetiker gut zu Fuß

Am 14. November rückt der Weltdiabetestag die Volkskrankheit Diabetes mellitus auch dieses Jahr wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. In Ostbayern sind Diabetes-Patienten jetzt noch besser versorgt: Das neue Diabetologische Fußzentrum am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) schließt eine Versorgungslücke in der Oberpfalz.

Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland sind von der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus betroffen, etwa 250.000 von ihnen leiden zusätzlich am Diabetischen Fußsyndrom. Bei dieser Folgeerkrankung des Diabetes sind die Füße besonders anfällig für Verletzungen. Wunden heilen schlecht und können zu Hautgeschwüren, Infektionen und zum Absterben von Gewebe führen. Ursache dafür sind Nervenschädigungen oder auch Durchblutungsstörungen in den Beinen aufgrund erhöhter Blutzuckerwerte. Für den Betroffenen bedeutet das einen Verlust der Mobilität, der Eigenständigkeit und damit der Lebensqualität. Das Diabetische Fußsyndrom kann sogar bis zur Amputation des Fußes führen. „Patienten mit dem Risiko für das Diabetische Fußsyndrom benötigen eine spezialisierte medizinische Betreuung. In Bayern ist die Versorgung dieser Patienten ausbaufähig. Deshalb haben wir das Diabetologische Fußzentrum am Universitätsklinikum Regensburg etabliert“, erklärt Dr. Melanie Kandulski, Ärztliche Leitung der diabetologischen Fußambulanz des Diabetologischen Fußzentrums, Fachärztin für Innere Medizin und Diabetologin an der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I, Direktorin Prof. Dr. Martina Müller-Schilling. Diabetiker in Ostbayern können im Diabetologische Fußzentrum seit Oktober 2017 ein Expertennetzwerk konsultieren, das dem Diabetischen Fußsyndrom vorbeugen und so Amputationen verhindern will. Um eine individuelle, ganzheitliche Maximalversorgung der Patienten zu gewährleisten, arbeiten im Fußzentrum verschiedene Kliniken des Universitätsklinikums Regensburg eng zusammen. Wunden werden medizinisch versorgt, die Blutwerte der Patienten überprüft und die Medikation angepasst. Es können Therapien zur Verbesserung der Durchblutung z.B. durch Interventionen wie Schulungen in Selbstuntersuchung und Fußpflege oder durch gefäßchirurgische Eingriffe initiiert werden. Auch eine Betreuung durch die Diabetesberater des Klinikums ist möglich. Gemeinsam mit Angehörigen, Pflegediensten und dem behandelnden Podologen wird die Verbesserung der Wundbehandlung zu Hause sichergestellt. Zusätzlich besteht eine enge Zusammenarbeit mit Orthopädietechnikern und Orthopädieschuhmachern. Sie können Betroffenen geeignetes Schuhwerk zur Druckentlastung anpassen.

Interdisziplinäres Team schließt Versorgungslücke in Ostbayern

„In der Oberpfalz kommen etwa 1.300 Patienten auf eine spezialisierte ambulante Einrichtung, in Nordrhein-Westfalen sind es im Vergleich 385 Patienten. Mit unserem Angebot schließen wir also eine Versorgungslücke in der Region“, begründet Dr. Kandulski, die über viel klinische Erfahrung auf dem Gebiet der Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms verfügt, die Notwendigkeit des Zentrums. Im Diabetologischen Fußzentrum am Universitätsklinikum Regensburg arbeiten innerhalb des UKR die Bereiche Innere Medizin, Dermatologie, Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie eng mit speziell geschulten Pflegekräften und  Diabetesberatern eng zusammen.
Das Diabetologische Fußzentrum am UKR betreut Patienten von Montag bis Freitag. Eine vorherige Terminvereinbarung unter 0941 944-7010 ist erforderlich.

Über den Weltdiabetestag

Der Weltdiabetestag am 14. November wurde 1991 von der Internationalen Diabetes-Föderation IDF und der Weltgesundheitsorganisation WHO initiiert. Seit 2006 ist der Weltdiabetestag ein offizieller Tag der Vereinten Nationen. Dieser Aktionstag bildet die weltweit größte Diabetes-Sensibilisierungskampagne, mit der mehr als eine Milliarde Menschen in über 160 Ländern erreicht werden. Laut Schätzungen der IDF sind derzeit rund 382 Millionen Menschen, davon 56 Millionen Europäer, an Diabetes erkrankt.

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Letzte Aktualisierung: 14.11.2017 | Online-Redaktion
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