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15.09.2017

Erste Hilfe: Regensburg lernt Leben retten!

Prüfen, rufen, drücken ist der Dreiklang des Überlebens bei Herzstillstand. Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ demonstrieren Notärzte des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) zwischen dem 18. und 21. September im Stadtgebiet, dass man bei der Reanimation alles richtig, aber nichts falsch machen kann.

Wenn das Herz still steht, geht dem Gehirn die Puste aus. Denn bereits nach drei Minuten ohne Sauerstoffversorgung beginnen die ersten Gehirnzellen, unwiderruflich abzusterben. Doch nicht einmal bei jedem Fünften der ca. 80.000 Menschen, die jährlich in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand erleiden, werden sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ergriffen. Helfen ist aber ganz einfach: Prüfen, rufen, drücken lautet das Mantra zur Lebensrettung. Dass man dabei nur alles richtig und gar nichts falsch machen kann, erklären Ärzte der Klinik für Anästhesiologie des UKR anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ an folgenden Terminen und Orten in Regensburg:

Mit Rettungswagen, Reanimationspuppen und vielen Infos rund um die Reanimation demonstrieren die Notärzte des UKR und die Kollegen des Rettungsdienstes Erste-Hilfe-Maßnahmen für jedermann. Passanten können dabei an lebensnahen Modellen alle Schritte der Wiederbelebung auffrischen oder erlernen. „Jeder kann in die Situation kommen, einen plötzlichen Herzstillstand zu erleiden. Wir wollen Hemmschwellen abbauen, indem wir zeigen, wie leicht es ist, ein Leben zu retten. Das einzige, was man bei der Reanimation falsch machen kann, ist nichts zu tun!“, erklären die Notärzte Dr. Manuela Malsy und Richard Leberle, die bei allen Terminen vor Ort sein werden.

Prüfen, rufen, drücken – in und um Regensburg ab der 7. Klasse

Deutschland verfügt über eines der besten Rettungssysteme der Welt – doch selbst der schnellste Krankenwagen kommt zu spät, wenn bei Herz-Kreislauf-Stillstand nicht sofort Erste Hilfe geleistet wird. Bricht eine Person bewusstlos zusammen, wird zunächst die Atmung geprüft. Bei keiner oder nicht normaler Atmung beginnt nach dem Absetzen des Notrufes an die 112 die eigentliche Reanimation mit der Herzdruckmassage. Dadurch kann das Blut, in dem noch für einige Zeit Sauerstoff gelöst ist, weiter im Körper zirkulieren, und das Gehirn wird mit dem so dringend benötigten Sauerstoff versorgt. Bei der Herzdruckmassage wird rund 100 Mal pro Minute solange mit verschränkten Händen kräftig fünf bis sechs Zentimeter tief in der Mitte des Brustkorbes gedrückt, bis der Rettungsdienst die Reanimation übernimmt und wieder Sauerstoff zuführt. Diese lebenserhaltenden Maßnahmen können auch Kinder und Jugendliche erfolgreich durchführen.

„Die Reanimationszahlen in Deutschland zeigen uns, dass ein einmaliger Erste-Hilfe-Kurs nicht ausreicht. Man muss früh anfangen, Menschen in Reanimation zu schulen, und man muss es immer wieder tun. Aus diesem Grund engagieren wir uns zur ‚Woche der Wiederbelebung‘ mit Notärzten in der Stadt und starten in diesem Jahr mit dem bayernweit einzigartigen Pilotprojekt ‚Schüler retten Leben‘“, erklärt Professor Dr. Bernhard Graf, Direktor der Klinik für Anästhesiologie des UKR und Vorsitzender des Rettungszentrums Regensburg. Im Rahmen von „Schüler retten Leben“ werden in den weiterführenden Schulen von Stadt und Landkreis Regensburg ab der 7. Klasse jährlich Herz-Kreislauf-Wiederbelebungsmaßnahmen gelehrt. Die Ausbildung der Lehrkräfte erfolgt durch Anästhesisten des UKR und Mitarbeiter der Regensburger Rettungsdienste. Die Aktion des Rettungszentrums Regensburg e.V. und des UKR wird von Stadt und Landkreis Regensburg unterstützt. Für die Anschaffung der nötigen Trainingspuppen ist das Projekt auf Spenden angewiesen (rzr-Spendenkonto „Schüler retten Leben“, IBAN: DE94 7505 0000 0036 0274 07, BIC: BYLADEM1RBG, Sparkasse Regensburg).

100 Pro Reanimation

Die „Woche der Wiederbelegung“ steht 2017 unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit. Um noch mehr Menschen dazu zu ermutigen, im Ernstfall Leben zu retten, initiieren Ärzte und Fachkräfte im Rahmen dieser Aktionswoche seit 2012 jedes Jahr im September unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ Aktionen in Kliniken, öffentlichen Gebäuden und auf Plätzen.

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Letzte Aktualisierung: 15.09.2017 | Online-Redaktion
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