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12.09.2017

Wieder mal hormongesteuert

Anlässlich des 2. Deutschen Hormontages lädt die Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) auch in diesem Jahr ein, sich über hormonelle Störungen und deren Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

Unser Körper wird durch Hormone gesteuert. Sie nehmen unter anderem Einfluss auf Kreislauf, Stoffwechsel, Blutzucker, Wachstum, Fruchtbarkeit und psychisches Wohlbefinden. Bereits kleine Fehlfunktionen in der Hormonproduktion können im Körper  weitreichende Wirkung entfalten und verschiedenste Krankheitsbilder hervorrufen. Um für das Hormonsystem, seine Aufgaben und Funktionsweise zu sensibilisieren, hat die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) den Deutschen Hormontag ins Leben gerufen, der 2017 bereits zum zweiten Mal stattfindet. Im Rahmen dessen veranstaltet die Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I des UKR am Samstag, dem 16. September 2017, einen Informationstag. Interessierte, Patienten und Angehörige sind eingeladen, sich von 10:00 bis 13:00 Uhr über das Hormonsystem und mögliche Störungen zu informieren sowie Behandlungsangebote in der Region kennen zu lernen.

„Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck sind in aller Munde, aber kaum einem ist bekannt, dass diese hormonell bedingt sein können. Wir wollen den Deutschen Hormontag nutzen, um über das Hormonsystem aufzuklären und Betroffenen aufzeigen, dass sie hier vor Ort mit allen Möglichkeiten der modernen Medizin optimal betreut werden können“, erläutert Professor Dr. Martina Müller-Schilling, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I des UKR.

Eine gestörte Hormonproduktion als Ursache verschiedener Erkrankungen

Zu klein, zu groß? Ein Vortrag des Hormontags widmet sich einem verminderten oder vermehrten Wachstum, welches durch eine Unter- oder Überproduktion des Wachstumshormons hervorgerufen werden kann. Bei Erwachsenen kann ein Tumor der Hirnanhangdrüse zu einer vermehrten Ausschüttung des Wachstumshormons führen. In der Folge verändert sich beispielsweise das Aussehen mit vergrößerter Nase, prägnanten Wangenknochen oder überdimensionierten Händen und Füßen. Zudem können innere Organe geschädigt werden oder Herzerkrankungen entstehen.
Ein Mangel an Wachstumshormon hingegen, wenn er sich bereits im Kindesalter manifestiert, führt dazu, dass die Betroffenen  im Vergleich zu ihren Altersgenossen deutlich kleiner bleiben. Bei Erwachsenen führt das Fehlen des Hormons zu Stoffwechselstörungen mit geringem Muskelanteil bei hohem Körperfettgehalt.

Treffen Sie heimatnah Ihre Experten

Privatdozent Dr. Jirka Grosse, Oberarzt der Abteilung für Nuklearmedizin, informiert über Funktionsstörungen der Schilddrüse mit besonderem Augenmerk auf den Morbus Basedow, eine Autoimmunerkrankung, bei der das Abwehrsystem des Körpers irrtümlicherweise Antikörper bildet, die sich gegen die Schilddrüse richten. Dadurch wird die Schilddrüse zur übermäßigen Hormonproduktion angeregt, was sich unter anderem in starker Unruhe und Nervosität sowie einem beschleunigten Puls oder gar Herzrhythmusstörungen äußert.

Ein bedeutendes Thema, das viele Menschen beschäftigt und immer wieder diskutiert wird, ist die Frage, ob Hormone auch Krebs verursachen können. Die neuesten Erkenntnisse hierzu wird der Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Caritas-Krankenhauses St. Josef Regensburg, Professor Dr. Olaf Ortmann, präsentieren.

Die Themen Osteoporose (Dr. Lukas Moleda) und Fußpflege bei Diabetes (Dr. Melanie Kandulski) werden in Workshops in kleinen Gruppen intensiv behandelt. Außerdem stehen Mitarbeiter der Ernährungs- und Diabetesberatung und des Pflegedienstes für Fragen zur Verfügung, und es gibt Gelegenheit, mit den Selbsthilfegruppen der Region in Kontakt zu kommen.

„Wir möchten für hormonell bedingte Erkrankungen sensibilisieren. Werden sie nicht erkannt, können die Folgen lebensbedrohlich sein. Auch für Menschen, die aktuell nicht von Erkrankungen des Hormonsystems oder Störungen im Stoffwechsel betroffen sind, bietet die Veranstaltung einen Mehrwert, da doch die meisten jemanden im näheren Umfeld haben, der beispielsweise an Bluthochdruck oder Diabetes leidet“, führt Dr. Tanja Bergmann, Oberärztin und Leiterin der Endokrinologie in der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I des UKR, aus.

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Letzte Aktualisierung: 12.09.2017 | Online-Redaktion
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