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16.05.2017

Gemeinsam für die jüngsten Patienten

Fünf bayerische Universitätsklinika bereiten das „Netzwerk Kinderonkologie Bayern“ vor. Am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) informierten sich gestern Abend Staatssekretär Bernd Sibler und die Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer sowie Dr. Franz Rieger.

Die Entwicklung neuer Medikamente ist ein zunehmend aufwendiger und kostspieliger Prozess. Oft leiden nur wenige Kinder an einer bestimmten Erkrankung, weshalb klinische Studien bei Kindern und Jugendlichen für die Pharma- und Biotech-Industrie weniger interessant sind. Das beeinträchtigt die Entwicklung moderner und nebenwirkungsarmer Therapien für diese Patienten.

Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankungen haben oft sehr gute Heilungschancen, leiden aber ein Leben lang unter den Langzeitfolgen der Chemotherapien. Hier ist die Initiative der Universitätsklinika gefragt, die Therapien so weiterzuentwickeln und an die Bedürfnisse der Kinder anzupassen, dass sowohl die Überlebenschancen als auch die Lebensqualität der kleinen Patienten nachhaltig verbessert werden. Dafür sind aufwendige wissenschaftliche Projekte erforderlich.

Ein wichtiger Aspekt bei der Durchführung klinischer Studien in der Kinder- und Jugendmedizin ist, dass ausreichend Patienten mit der selben Erkrankung in die Studien eingebunden werden können, um belastbare Ergebnisse zu erzielen. Genau hier setzt das in Gründung befindliche Netzwerk Kinderonkologie Bayern an. Die Universitätsklinika Regensburg, Erlangen, Würzburg sowie das Klinikum Augsburg und das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München wollen ihre Erfahrungen und wissenschaftlichen Kompetenzen künftig stärker bündeln. Die hieraus entstehenden Synergien von der klinischen Versorgung bis hin zu Kooperationen in den wissenschaftlichen Grundlagen, werden es ermöglichen, mehr Kindern mit Krebserkrankungen den Zugang zu klinischen Studien und damit zu mehr Heilungschancen zu verhelfen. 

Gemeinsam für die jüngsten Patienten (v.l.n.r.): Prof. Dr. Selim Corbacioglu (Leiter der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation des UKR), Prof. Dr. Oliver Kölbl (Ärztlicher Direktor des UKR), MdL Dr. Franz Rieger, Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler, MdL Sylvia Stierstorfer, Prof. Dr. Dr. Torsten E. Reichert (Dekan der Fakultät für Medizin), Klaus Fischer (Kaufmännischer Direktor des UKR) und Alfred Stockinger (Pflegedirektor des UKR).
Gemeinsam für die jüngsten Patienten (v.l.n.r.): Prof. Dr. Selim Corbacioglu (Leiter der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation des UKR), Prof. Dr. Oliver Kölbl (Ärztlicher Direktor des UKR), MdL Dr. Franz Rieger, Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler, MdL Sylvia Stierstorfer, Prof. Dr. Dr. Torsten E. Reichert (Dekan der Fakultät für Medizin), Klaus Fischer (Kaufmännischer Direktor des UKR) und Alfred Stockinger (Pflegedirektor des UKR).
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Im Universitätsklinikum Regensburg informierten sich am Montag, dem 15. Mai 2017, Bayerns Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler, MdL, sowie die Abgeordneten des Bayerischen Landtages Sylvia Stierstorfer und Dr. Franz Rieger über den Entwicklungsstand des Netzwerkes und sagten ihre Unterstützung zu.

„Krebs im Kindes- und Jugendalter ist größtenteils heilbar. Wir investieren hier in unsere Zukunft. Für jeden einzelnen Patienten lohnt es sich, alles an Therapiemöglichkeiten auszuschöpfen, was uns heute und künftig zur Verfügung steht. Dafür wollen wir im ,Netzwerk Kinderonkologie‘ in ganz Bayern noch enger zusammenarbeiten und forschen“, erläutert Professor Dr. Selim Corbacioglu, Leiter der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation des UKR und Mitinitiator des Netzwerkes, die Ziele.

Derzeit werden die Strukturen des Netzwerkes aufgebaut und die Abläufe der Studienkoordination festgelegt. Der Start des Netzwerkes ist für Anfang 2018 geplant. „Natürlich arbeiten wir schon jetzt eng zusammen. Wir streben aber eine strukturierte und zentral koordinierte Umsetzung klinischer Studien unter Einbezug von fünf Universitätsklinika an. Dafür braucht es verbindliche Prozesse und Vereinbarungen“, so Professor Corbacioglu.

 

 

 


 

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Letzte Aktualisierung: 16.05.2017 | Online-Redaktion
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