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9. Juli 2013

Radtour pro Organspende

Radfahrer pro organspende

Transplantierte Menschen radeln durch ganz Bayern mit Zwischenstopp in Regensburg.

Eine schwere Erkrankung und eine Organtransplantation erfolgreich zu überstehen, verlangt den Patienten und ihren Angehörigen das Äußerste an Kraft, Geduld und Zuversicht ab. Umso erfreulicher ist es für die Betroffenen, wenn sie nach einer Organtransplantation Schritt für Schritt in ein weitgehend normales und eigenständiges Leben zurückfinden können. Bewegung und Sport sind hierfür eine wichtige Hilfe. Damit trainiert der Patient nicht nur seinen Körper, sondern kann wieder aktiv am Leben teilhaben.

Seit 2007 radeln jeden Sommer transplantierte Menschen durch Teile von Bayern, um gemeinsam Freude an der Bewegung zu haben. Vor allem aber soll diese "Radtour pro Organspende" auf die Notwendigkeit einer hohen Spendebereitschaft aufmerksam machen. Derzeit ist die Organspendebereitschaft der Deutschen stark rückläufig, wodurch sich die Überlebenschancen von Wartelistenpatienten weiter verschlechtern. Die diesjährige Tour, an der auch Dialysepatienten teilnehmen, die auf ein Spenderorgan warten, führt erstmals durch ganz Bayern. Gestartet wurde am 8. Juli in München; Ziel ist Würzburg, das am 12. Juli erreicht werden soll. Die Botschaft der Organisatoren (TransDia e.V.) ist dabei klar: Organspende rettet Leben und bringt hohe Lebensqualität zurück!

Regensburgs Bürgermeister Joachim Wolbergs (2.v.r.) und Prof. Dr. Bernhard Banas (r.) vom Transplantationszentrum des UKR begrüßen die Radfahrer
Regensburgs Bürgermeister Joachim Wolbergs (2.v.r.) und Prof. Dr. Bernhard Banas (r.) vom Transplantationszentrum des UKR begrüßen die Radfahrer

Am 9. Juli machte die "Radtour pro Organspende" einen Zwischenstopp in Regensburg. Die etwa 20 Radfahrer wurden am Stadtrand von radbegeisterten Mitarbeitern des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) und von Mitgliedern der Selbsthilfegruppen in Empfang genommen und zum Uniklinikum geleitet. Hier begrüßte sie unter anderem Bürgermeister Joachim Wolbergs.

"Diese Aktion setzt ein Zeichen für das Leben. Wenn transplantierte Menschen gemeinsam mit Patienten, die noch auf ein Spenderorgan warten, durch ganz Bayern radeln, verdient dies größten Respekt. Die Botschaft dieser Aktion unterstütze ich von ganzem Herzen", so Joachim Wolbergs.

Am Universitätsklinikum Regensburg werden mit Ausnahme der Lunge alle Organe sowie Stammzellen transplantiert. "Wir haben im Uniklinikum Regensburg seit der Gründung des Transplantationszentrums im Jahr 1995 eine hohe medizinische Kompetenz aufgebaut, die von weltweit anerkannter Spitzenforschung begleitet wird", erläutert Professor Dr. Bernhard Banas, Leiter des Interdisziplinären Transplantationszentrums des UKR. "Der bundesweite Rückgang der Spendebereitschaft belastet auch uns, weil wir dadurch weniger Wartelistenpatienten retten können."

Das Universitätsklinikum Regensburg unterstützt das Anliegen der "Radtour pro Organspende" mit Freude und Nachdruck. "Wenn man sieht, mit welcher Lebensqualität transplantierte Patienten ihr Leben fortsetzen und wieder genießen können, ist dies das beste Argument, warum jeder einen Organspendeausweis besitzen sollte", so Banas. "Jeder sollte bedenken, dass es 100mal wahrscheinlicher ist, durch eine Krankheit auf ein Spenderorgan angewiesen zu sein, als selbst ein Organspender zu werden."

Die Radfahrer – Transplantierte und Wartelistenpatienten – radeln für ihre Botschaft „Organspende rettet Leben“
Die Radfahrer – Transplantierte und Wartelistenpatienten – radeln für ihre Botschaft „Organspende rettet Leben“
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Letzte Aktualisierung: 10.07.2013 | Online-Redaktion
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