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4. November 2011

Hautkrebs-Forschung mit 3,2 Millionen gefördert

Bild UKR

Die Deutsche Krebshilfe fördert bundesweites Projekt „Melanomverbund“ für weitere drei Jahre. Erforscht werden molekulare Mechanismen des schwarzen Hautkrebs zur Entwicklung neuer Therapien.

Nach wie vor stehen Ärzte und Wissenschaftler dem malignen Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, in vielen Fällen machtlos gegenüber. Dabei ist die frühe Bildung von Metastasen, also Tochtergeschwülsten, und deren häufige Unempfindlichkeit gegenüber Chemo- und Strahlentherapien ein besonderes Problem. Gerade für das metastasierte, also im Körper gestreute, Melanom fehlen bislang innovative und effektive Behandlungsmöglichkeiten.

Wissenschaftler aus ganz Deutschland haben sich daher 2008 zu einem nationalen Forschungsverbund zusammengeschlossen, um neue Therapieverfahren gegen den schwarzen Hautkrebs zu entwickeln. Als Koordinatorin und Sprecherin des Verbundes fungiert Dr. Anja Boßerhoff vom Institut für Pathologie der Universität Regensburg. Unterstützt wurden die Wissenschaftler dabei von der deutschen Krebshilfe, die nun auf Grund der exzellenten Ergebnisse der ersten Förderperiode den Melanomverbund für weitere drei Jahre mit 3,2 Millionen Euro unterstützt.

Ausgestattet mit diesen Mitteln wird weiter an der Aufklärung der molekularen Mechanismen der Melanomentstehung und -progression geforscht. Ziel ist es, die komplexen genetischen und molekularen Veränderungen, die zur Entstehung des malignen Melanoms und zu dessen Ausbreitung im Körper führen, zu identifizieren. Gerade die Mechanismen in den Krebszellen, die für die Ausbreitung des Tumors und das anschließende Anwachsen gestreuter Tumorzellen verantwortlich sind, machen den schwarzen Hautkrebs so gefährlich. "Nur wenn wir die grundlegenden zellulären Regulationsmechanismen verstehen, ist es möglich, neue Medikamente zu entwickeln, um das Krebswachstum dauerhaft zu stoppen", erläutert Professor Dr. Anja Boßerhoff.

Im Rahmen dieses Verbundprojektes arbeiten vierzehn universitäre Kliniken und Institute in Regensburg, Berlin, Bonn, Essen, Heidelberg, Jena, Köln, Leipzig, Lübeck, München, Rostock, Tübingen und Würzburg zusammen. "Alle beteiligten Arbeitsgruppen sind seit langem in der Melanomforschung aktiv und haben in den letzten drei Jahren, maßgeblich im Rahmen des Verbundes, zu neuen Erkenntnissen beigetragen", so Boßerhoff.

Die nationale Vernetzung ermöglicht gemeinsame Untersuchungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln sowie einen intensiven inhaltlichen und methodischen Wissensaustausch. "Auf diese Weise können über die Leistungen von Einzelprojekten hinaus entscheidende neue Erkenntnisse erzielt werden, die das Krankheitsverständnis deutlich voranbringen und es so ermöglichen, neue Therapien gegen den schwarzen Hautkrebs zu entwickeln", betont Boßerhoff.

Weitere Informationen zum Melanomverbund auch unter:

www.melanomverbund.de

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Letzte Aktualisierung: 08.11.2011 | Online-Redaktion
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