
Preise an Teilnehmer der Regensburger OHRKAN Studie verliehen.
In Regensburg macht man sich um das gute Gehör der Jugendlichen in Bayern verdient: Dieses Lob sprach der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Dr. Andreas Zapf, am vergangenen Donnerstag im historischen Reichssaal der Stadt aus. Die Studie "OHRKAN" erforscht, ob Freizeitlärm, etwa die häufige Benutzung zu lauter MP3-Player oder Diskothekenbesuche schon bei Jugendlichen zu einer Schädigung des Gehörs führt. Damit hat sich das LGL einer neuen Aufgabe gewidmet und zusammen mit der Hals-Nasen-Ohren-Klinik des Universitätsklinikums das Gehör von über 1.900 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe aller Regensburger Schulen untersucht. Als kleine Belohnung nahmen die Schüler an einer Verlosung teil. Die Preisverleihung fand anlässlich eines Empfangs der Stadt Regensburg statt, zu dem Oberbürgermeister Hans Schaidinger die Teilnehmer der Tagung der Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Audiologen, Neurootologen und Otologen eingeladen hatte. In seiner Begrüßung betonte auch er die sprichwörtliche Bedeutung guten Hörens.
An die drei Hauptgewinner überreichte Dr. Zapf Gutscheine des Regensburger Zweirad-Centers Stadler. Den 1.000-Euro-Gutschein erhielt Jonas Andreae vom Albertus-Magnus-Gymnasiums, der zweite Preis, ein 750-Euro-Gutschein, ging an Andreas Schmidt, Schüler des Goethe-Gymnasium und der dritte Preis, ein 500-Euro-Gutschein, an Irma Djurkovic, Schülerin der Privaten Wirtschaftsschule Pindl. Den Mitarbeitern der Hals-Nasen-Ohren-Klinik wie auch den Regensburger Schulen, die das Projekt tatkräftig unterstützt haben, sprach Dr. Zapf seinen Dank aus.
Ein gutes Gehör ist Vorraussetzung für Lebensqualität und Kommunikationsfähigkeit und somit auch für soziale Kontakte und Erfolg im Beruf. "Die groß angelegte Studie des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ist ein Beitrag zum gesundheitsbewußten Umgang mit unserem Hörsinn", stellte der LGL-Präsident fest. Hörschäden hätten nicht nur für jeden Einzelnen negative Konsequenzen, sondern auch für die Gesellschaft. Der Erhalt eines guten Gehörs ist deshalb gleichermaßen Aufgabe öffentlicher Gesundheitsvorsorge, wie auch einer der Schwerpunkte der Abteilung Pädaudiologie an der Universitäts-HNO-Klinik. Über mehrere Jahre hinweg sollen die jungen Menschen dort nun nachuntersucht werden, um verlässliche Daten über die Langzeitwirkung durch Freizeitlärm zu gewinnen.
Tagung der Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Audiologen, Neurootologen und Otologen
Am Donnerstag und Freitag vergangener Woche hatten sich 120 Wissenschaftler und Experten "rund um das Gehör" im Regensburger Universitätsklinikum getroffen. Themen der Tagung waren z.B. neue Erkenntnisse zur Genetik der Schwerhörigkeit, zu Schwindel, zur auditorischen Neuropathie, zur weiterführenden Diagnostik nach nicht bestandenem Hörscreening und zum Einsatz von Mittelohrimplantaten zum Ausgleich einer Schwerhörigkeit.