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9. März 2010

Zellbiologen tagen in Regensburg

Der Blick in die Zelle lässt Krankheiten besser verstehen: Rund 500 Wissenschaftler diskutieren auf der 33. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie (DGZ) die neuesten Entwicklungen und ihre medizinische Bedeutung.

Die 33. Jahrestagung der DGZ findet in diesem Jahr vom 10. bis 13. März im Audimax der Universität Regensburg statt. Die Tagung ist das wichtigste deutsche Forum für Forscher aus der Zell- und Molekularbiologie. Unterstützt durch die Deutsche Krebshilfe findet die Tagung 2010 erstmalig gemeinsam mit dem Deutschen Melanomverbund statt. "Dies soll die enge Verflechtung zwischen den Feldern Zellbiologie und Tumorbiologie weiter fördern und eine gemeinsame Forschung sowie ein Lernen voneinander unterstützen", betont die Organisatorin Prof. Dr. Anja Bosserhoff, Institut für Pathologie der Medizinischen Fakultät.

Erwartet werden rund 500 Teilnehmer aus Deutschland, aber auch den USA, Kanada sowie aus mehreren europäischen Ländern. Zahlreiche international bedeutende Persönlichkeiten werden die neuesten Entwicklungen in der zellbiologischen Grundlagenforschung und die medizinischen Aspekte der Zellbiologie, speziell der Tumorbiologie, vorstellen. 25 Symposien beschäftigen sich mit grundlegenden zellbiologischen Fragestellungen von Vesikeltransport und Zellmetabolismus über Bioinformatik, Zellzyklus bis hin zu Zellwanderung, auch mit tumorbiologischen Aspekten. "Sie werden deutlich machen, wie wichtig die zellbiologische Grundlagenforschung für das Verständnis von Krankheiten des menschlichen Organismus ist", erklärt Prof. Bosserhoff. "Störungen in den normalen zellulären Abläufen sind die Ursache aller Erkrankungen des Menschen. Nur durch das genaue Verständnis der molekularen Prozesse in der Zelle bieten sich Möglichkeiten, gezielt einzugreifen und zu korrigieren". Ein Höhepunkt der Veranstaltung wird die Carl-Zeiss-Lecture am Mittwoch, 10. März, von Prof. Rudolf Grosschedl vom Max-Planck Institut für Immunologie (Freiburg) sein.

Ein besonderes Anliegen der Tagung ist die Förderung junger Wissenschaftler, die ihre Forschungen in einer Posterausstellung sowie in Kurzvorträgen zur Diskussion stellen werden. Herausragende Arbeiten werden mit Preisen ausgezeichnet. Durch spezielle Vorträge werden auch Möglichkeiten zur Projektfinanzierung und zur Planung des eigenen wissenschaftlichen Weges angeboten. Traditionell bilden die neuesten methodischen und technischen Entwicklungen einen weiteren Schwerpunkt der Tagung, die auf der begleitenden Industrieausstellung und im Rahmen von Tutorials von etwa 50 Unternehmen aus den Bereichen Molekularbiologie, Biotechnologie, Mikroskopie, Optik, Biochemie, Analytik, Laborbedarf, Gerätebau und Datenverarbeitung präsentiert werden.

Weitere Informationen zum Programm finden online unter http://www.zellbiologie2010.de.

 

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Letzte Aktualisierung: 15.03.2010 | Online-Redaktion
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