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15. Februar 2010

EPU-Labor eröffnet: Die neueste Technik für den richtigen Takt

Im neuen EPU-Labor des Universitätsklinikums Regensburg steht die modernste Technologie zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen zur Verfügung.

Nach einer zweimonatigen Umbauphase wurde im Februar 2010 am Universitätsklinikum Regensburg eines der modernsten EPU-Laboratorien (EPU = elektrophysiologische Untersuchung) der Region eröffnet. In diesem hochtechnisierten Labor behandeln speziell ausgebildete Kardiologen, sogenannte Elektrophysiologen, Herzrhythmusstörungen mittels minimal-invasiver Kathetertechnologie.   Patienten können bereits seit vielen Jahren   eine Ablationsbehandlung, d.h. eine Verödung von Herzrhythmusstörungen, auf hohem wissenschaftlichem sowie technischem Stand am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) erhalten. Da die Zahl der Patienten stets kontinuierlich gestiegen ist, wurde das EPU-Labor nun innerhalb von acht Wochen für ca. 1.3 Millionen Euro komplett umgebaut und mit modernster Technologie ausgestattet. Die Kosten wurden anteilig vom Freistaat Bayern und dem Bund getragen.

Das Labor verfügt jetzt u.a. über eine sogenannte Rotationsangiographie. Dieses Verfahren ermöglicht eine sehr schnelle dreidimensionale Röntgendarstellung der Herzhöhlen. Die Rotationsangiographie erleichtert dem Arzt - insbesondere bei Patienten mit Vorhofflimmern - die exakte Navigation der Ablationskatheter. Das verkürzt die Dauer des Eingriffs und erhöht die Sicherheit für den Patienten. Eine strahlungsintensive CT-Untersuchung vor der Prozedur ist somit nicht mehr nötig.

Auch wurde ein bereits bestehendes Computersystem zur röntgenstrahlenfreien Navigation der Katheter im Herzen durch ein modernes Verfahren ersetzt. Mit dieser Technologie können jetzt durch Impedanz- und Magnetfelder alle Katheter und die Katheterbewegungen ohne Röntgenstrahlung in einem exakt der Anatomie des Patientenherzens entsprechenden Modell sichtbar gemacht werden. Dieses Verfahren wird eingesetzt, um unterschiedlichste bedrohliche und nicht bedrohliche Rhythmusstörungen zu lokalisieren und zu behandeln. Das Universitätsklinikum ist eines von nur vier elektrophysiologischen Zentren in Bayern und in der Region das einzige, das bisher über die neue Technologie verfügt. Ein stationäres und speziell vernetztes Ultraschallgerät ermöglicht zusätzliche Einblicke in das Herz, um dem Spezialisten bestimmte invasive Techniken zu erleichtern.

Für die Eingriffe im Herzen gibt es am UKR ein speziell ausgebildetes Team von Elektrophysiologen. Im März 2009 wurde Dr. Christian von Bary aus München als kardiologischer Oberarzt und Leiter der Elektrophysiologie an die Klinik für Innere Medizin II (Direktor: Prof. Dr. Günter Riegger) des Universitätsklinikums Regensburg berufen.

Dr. von Bary absolvierte seine kardiologisch-elektrophysiologische Ausbildung am Klinikum Großhadern und dem Deutschen Herzzentrum in München. Hier erwarb er umfassende Kenntnisse in der interventionellen Behandlung von komplexen Herzrhythmusstörungen. Zudem erforscht er seit Jahren auf wissenschaftlicher Ebene die kathetergestützte Behandlung von Vorhofflimmern. In seinem ärztlichen Team arbeiten außerdem die Oberärztin Dr. Sabine Fredersdorf-Hahn sowie drei weitere Fach- und Assistenzärzte. In einer Herzrhythmussprechstunde können sich Patienten bei dem Ärzteteam informieren, um ggf. eine elektrophysiologische Diagnostik bzw. Ablationsbehandlung zu planen und durchzuführen.

 

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Letzte Aktualisierung: 23.02.2010 | Online-Redaktion
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