Etwa 120 in der Akut- und Intensivmedizin tätige Ärzte und Pflegekräfte informierten sich am Neurochirurgischen Intensivtag über aktuelle Strategien bei der Behandlung wichtiger neurochirurgischer Krankheitsbilder.
Krankheitsbilder wie Schädel-Hirn-Trauma, Aneurysmablutung und hypertensive Hirnblutung standen ebenso im Mittelpunkt der Tagung am Universitätsklinikum Regensburg wie die neuesten Entwicklungen im Bereich des Neuromonitoring, d.h. in der Überwachung der Gehirnfunktionen direkt am Patientenbett.
"Time is brain" ist heute ein oft zitiertes Motto für die Erstversorgung von Krankheiten, die die Blutgefäße unseres Gehirns betreffen. Aber auch bei anderen Akuterkrankungen und Verletzungen des Gehirns, wie Schädel-Hirn-Trauma und Blutungen spielt die schnelle und sachgerechte Versorgung der Patienten eine entscheidende Rolle für das Überleben und die spätere Lebensqualität. Die neurochirurgisch-anästhesiologische Intensivstation 91 des Universitätsklinikums Regensburg ist derzeit die einzige Spezialeinrichtung der Region zur Versorgung dieser Krankheitsbilder.
"Um die flächendeckende Frühversorgung dieser Patientengruppen im ostbayerischen Raum zu optimieren, möchten wir unsere Erfahrungen weitergeben und Prinzipien der Erstversorgung akuter neurochirurgischer Krankheitsbilder vermitteln", so Professor Dr. Alexander Brawanski, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am UKR. "Darüber hinaus wollen wir einen Einblick in die Möglichkeiten einer spezialisierten neurochirurgischen Intensivbehandlungseinheit geben."
Die Fortbildung fand unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Sylvia Bele aus der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie und Dr. Holger Künzig aus der Klinik für Anästhesiologie (Direktor: Prof. Dr. Bernhard Graf) statt. "Wir hatten viele positive Rückmeldungen und freuen uns sehr, dass die Veranstaltung so viele ärztliche Kollegen und den Pflegekräften aus den umliegenden Kliniken und Praxen angezogen hat", meinten die Organisatoren. "Das Interesse an der neurochirurgischen Intensivmedizin war groß, so dass wir auch zukünftig Intensivtage mit jeweils speziellen Themen ausrichten werden."