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Nierentransplantation

Nachsorge und Langzeitergebnisse

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Die ambulante Nachsorge beim Nephrologen wird zunächst in kurzfristigen Intervallen, später in 4 bis 12-wöchigen Abständen durchgeführt. Während dieser Besuche wird vor allem auf die Überwachung der Nierenfunktion, des Blutdruckes, des Kohlehydrat- und Fettstoffwechsels sowie auf die Dosierung der immunsuppressiven Medikamente Wert gelegt. Die optimale Dosierung der Immunsuppressiva muss auf den einzelnen Patienten abgestimmt werden: ein zuwenig bedeutet Abstoßung des Transplantates, ein zuviel bedeutet ein erhöhtes Risiko für Infektionen, Stoffwechselprobleme, Tumoren und kardiovaskuläre Erkrankungen. Die akute Transplantatabstoßung kann mit uncharakteristischen Symptomen ähnlich einer Grippe einhergehen und muss von Virusinfekten, bakteriellen Infekten oder Pilzinfektionen unterschieden werden. Die Diagnose einer Abstoßung setzt sich aus vielen Befunden als einzelne Mosaiksteinchen zusammen. Der einfachste und sicherste Parameter für die Kontrolle der Nierenfunktion ist nach wie vor die Bestimmung des Kreatininspiegels im Serum.

In der Transplantationsambulanz der Medizinischen Klinik und Poliklinik II werden z.Zt. transplantierte Patienten in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen betreut. Die Funktionsraten und die Funktionsdauer der Nierentransplantate haben sich in den letzten Jahren aufgrund der erweiterten Behandlungsmöglichkeiten sowie der intensiven Betreuung der Transplantatempfänger erheblich verbessert. Die Transplantatfunktionsrate liegt im Durchschnitt nach einem Jahr bei über 80%, nach 5 Jahren über 70%, nach 10 Jahren bei ca. 60%. Anders ausgedrückt: ein Nierentransplantat behält heute seine Funktion bei jedem 2. Patienten über 13 Jahre (Quelle DSO).

Der Transplantverlust ist in der späten Phase nach Transplantation durch eine langsame Vernarbung des Nierengewebes und der Nierengefäße bedingt. Jedes Spenderorgan ist hiervon in gewissem Umfang betroffen. Dieser Vorgang wird als chronische Abstoßung oder besser als chronisches Transplantatversagen bezeichnet. Die Ursachen sind bisher nicht genau erforscht, doch sprechen viele Indizien für den Zusammenhang mit einer immunologischen Abstoßungsreaktion oder einer chronischen Infektion, den Zusammenhang mit einem schlecht eingestellten Bluthochdruck oder die Beeinflussung durch Fettstoff-wechselstörungen. Aber auch die Art der Grunderkrankung des Empfängers sowie die Qualität des Spenderorgans scheinen eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen.

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Letzte Aktualisierung: 21.10.2008 | Online-Redaktion
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