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1992 nahm das Universitätsklinikum Regensburg als jüngstes Universitätsklinikum Deutschlands seinen Betrieb auf. Am 3.4.1996 erfolgte die erste Lebertransplantation in Regensburg.
Entwicklung der Lebertransplantationen in Regensburg:

Die Zahl der Lebertransplantationen stieg gegenüber einem Durchschnitt von etwa 10 Transplantationen in den Vorjahren auf 50 im Jahre 2005 und 60 im Jahr 2007. Die Ankündigung von Prof. Dr. Hans J. Schlitt im Jahre 2003 anläßlich seiner Berufung auf den Lehrstuhl für Chirurgie, die Lebertransplantation als besonderen Schwerpunkt weiter auszubauen, wurde somit bereits realisiert. Das entspricht in etwa einer Transplantation alle sechs Tage.
Je länger die durchschnittliche Wartezeit ist, desto größer ist auch die Gefahr, dass ein Patient die Ankunft des rettenden Organs nicht mehr erlebt. Bereits jetzt trifft dieses Schicksal circa 15 bis 20 Prozent der Patienten auf der Warteliste. Die Tragik dieser Situation wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass von den Patienten, die das Glück hatten, rechtzeitig eine Spenderleber zu erhalten, 80 Prozent zehn Jahre oder länger damit leben.
Entwicklung der Warteliste und Neuanmeldungen am Uniklinikum Regensburg:

Leberlebendspende
2004 wurde die erste Leberlebendspende und damit zugleich die erste Split-Leber-Transplantation in Regensburg durchgeführt, bei der dem Spender i.d.R. der rechte Leberlappen entnommen und dem Empfänger transplantiert wird. Dieses Verfahren wurde von Professor Schlitt und OA Dr. Aiman Obed erstmals bereits 1999 in Hannover eingesetzt und während der Tätigkeit von Professor Schlitt in Sydney, Australien, dort etabliert. Diese Technik weiter zu entwickeln ist seitdem ein Schwerpunkt seiner Arbeit.
Die Split-Leber-Transplantation ermöglicht nicht nur die Leberlebendspende, sondern kann auch helfen die Wartezeiten zu verkürzen, da mit einem Organ eines verstorbenen Spenders zwei Patienten versorgt werden können.
Vorher wurden Split-Leber-Transplantationen nur in Hannover, Berlin, Hamburg und Essen durchgeführt. Durch die Etablierung der Split-Leber-Transplantation am Uniklinikum Regensburg wurde somit auch eine regionale Versorgungslücke im süddeutschen Raum geschlossen.
Zudem wurde in Regensburg erstmals in Bayern eine Blutgruppen inkompatible (ABO) Lebendeberspende erfolgreich transplantiert. Hierbei muss ein spezielles Behandlungsprotokoll eingesetzt werden, um die Reaktion gegen die fremde Blutgruppe zu unterdrücken. Dieses hat sich als äußerst sicher erwiesen.
Die durchschnittliche Krankenhaus-Verweildauer nach einer Lebertransplantation beträgt etwa 14 bis 21 Tage. Der bisher kürzeste Aufenthalt betruf lediglich 7 Tage.