Home > Kliniken und Institute > Zahnerhaltung und Parodontologie > Forschung > Stammzellen
Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie

Stammzellen

OCT-4

Die Arbeitsgruppe Stammzellen untersucht adulte Stammzellen. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt hierbei auf der Charakterisierung von Stammzellen, beziehungsweise Vorläuferzellen des dentalen Follikels (DFVs), eines Gewebes des Zahnkeims, aus dem der Zahnhalteapparat entsteht. 

Die DFVs können unter in vitro-Bedingungen in Zellen differenzieren, die Gewebezellen des periodontalen Ligaments (PDL) und des Zahnzements, beziehungsweise des Alveolarknochens sehr ähnlich sind. Untersucht wird die molekularen Mechanismen von DFVs während der osteogenen Differenzierung, um die Bildung von funktionellen Zellen aus DFVs besser verstehen und steuern zu können. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für eine Zelltherapie, wie zum Beispiel für eine Stammzellen-unterstützte Osseo-Integration von Implantaten. Es wurden bereits u.a. Untersuchungen des Proteoms und des Transkriptoms bei DFVs durchgeführt. Hier konnten Transkriptionsfaktoren identifiziert werden, die während der Differenzierung von DFVs differentiell exprimiert werden und deren Funktionen nun untersucht werden sollen. 

Ein weiterer Punkt unserer Forschungsarbeiten ist die Evaluation von DFVs für das Tissue Engineering. Hier werden Versuche durchgeführt, Zellen unter in vitro-Bedingungen auf einem Trägermaterial zu kultivieren, um so dentale Gewebe zu bilden. Es wird erwartet, dass in absehbarer Zukunft eine Kombination aus Biomaterialien und dentalen Stammzellen Fortschritte in der Parodontologie und der dentalen Implantologie ermöglichen können. 

DFVs stammen wie andere dentale Stammzellen aus der Neuralleiste, aus der auch die Zellen des peripheren Nervensystems hervorgehen. Wir untersuchen deshalb auch das neuronale Differenzierungspotential von DFVs. In diesem Projekt konnten wir DFVs in Zellen differenzieren, die neuronale Zellmarker exprimieren und morphologisch Nervenzellen sehr ähnlich sind. DFVs könnten daher auch eine interessante Quelle für eine Zelltherapie von Nervengewebe sein. 

In den letzten Jahren wurden auch in Tumorgeweben Stammzellen identifiziert. Ein Forschungsschwerpunkt der Regensburger Zahnklinik ist das orale Plattenepithelkarzinom. In unserer Arbeitsgruppe untersuchen wir die Funktion von Tumorstammzellen dieses Karzinoms. Hier interessieren uns die Expression von Stammzellmarkern und die Rolle von Stammzellen bei der Entstehung und Entwicklung des Tumors. Neue Erkenntnisse können bei der Identifizierung und der Klassifizierung des oralen Plattenepithelkarzinoms helfen. 

Unsere Projekte werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und der ITI (International Team for Implantology) Stiftung für orale Implantologie und deren Grenzgebiete gefördert. 

v.l.n.r.: Michael Saugspier, Christian Morsczeck, Sandra Denise Viale-Bouroncle, Florian Völlner
v.l.n.r.: Michael Saugspier, Christian Morsczeck, Sandra Denise Viale-Bouroncle, Florian Völlner
© Universitätsklinikum Regensburg | Impressum | Disclaimer
Letzte Aktualisierung: 09.03.2009 | Online-Redaktion
Patienten/Besucher
Einweiser
Studierende
Wissenschaftler
Über uns
Universität Regensburg