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Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie

Biokompatibilität: Prüfungen nach Standardverfahren; Adaptive Mechanismen zellulärer Reaktionen

Prüfung der Gewebeverträglichkeit dentaler Werkstoffe in vitro
Die Biokompatibilität dentaler Werkstoffe wird in Basisprüfungen nach nationalen und internationalen Richtlinien für Medizinprodukte geprüft. Die Testung der Werkstoffe folgt den Vorgaben des Standards DIN EN ISO7405   Dentistry - Evaluation of biocompatibility of medical devices used in dentistry ( ISO 7405 :2008). Hierbei werden insbesondere die Zytotoxizität und Mutagenität dentaler Werkstoffe beurteilt.  

Adaptive Mechanismen zellulärer Reaktionen
Zahnärztliche Werkstoffe stehen zum Teil über lange Zeit in engem Kontakt mit Geweben des Mundraums. Wegen der Wechselwirkung mit oralen Geweben ist die Analyse der Biokompatibilität dentaler Werkstoffe eine Voraussetzung ihrer klinischen Anwendung. Speziell die Identifizierung kausaler Zusammenhänge zwischen physikalisch-chemischen Eigenschaften von Komponenten restaurativer Werkstoffe und biologischen Reaktionen tragen zu vorhersagbaren therapeutischen Ergebnissen bei. Aktuell werden mit Monomeren dentaler Komposite wie TEGDMA oder HEMA als Werkzeuge adaptive zelluläre Mechanismen mit Hilfe von Zellkulturen untersucht. Dabei wurde oxidativer Stress als Folge der vermehrten Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) als ein sehr rasches, initiales intrazelluläres Phänomen der Wirkung von Monomeren erkannt. Diese Störung des Redoxgleichgewichts beeinträchtigt die Vitalität von Zellen und inhibiert spezifische Leistungen wie die Zelldifferenzierung und Mineralisation oder protektive Reaktionen des zellulären Immunsystems wie die Freisetzung pro- und anti-inflammatorischer Zytokine. Als protektiven Mechanismus gegen Material-induzierten oxidativen Stress aktivieren Zellen die Expression des redoxsensitiven Transkriptionsfaktors Nrf2 und des Nrf2-regulierten Systems enzymatischer Antioxidantien wie Catalase und anderer Enzymsysteme zur Wiederherstellung der zellulären Redoxhomöostase. In aktuellen Forschungsprojekten wird der ursächliche Zusammenhang zwischen der Inhibition der Freisetzung von Zytokinen aus immunkompetenten Zellen (Odontoblasten/Makrophagen) der Zahnpulpa, die mit LPS (Lipopolysaccharid) oder LTA (Lipoteichonsäure) kariogener Mikroorganismen stimuliert wurden und der Exposition dieser Zellen gegen dentale Monomere untersucht.


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Letzte Aktualisierung: 24.01.2017 | Online-Redaktion
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