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Medizinische Leistungen

Pleuraerguss

Bei der Diagnose eines neu aufgetretenen ein- oder beidseitigen Pleuraergusses sollte immer eine Pleurapunktion zur exakten Diagnosesicherung durchgeführt werden. Außerdem kann damit die Ursache des Ergusses gesichert werden. Auch wenn keine Tumorzellen im Erguss nachweisbar sind, kann die Analyse der Ergusszusammensetzung bereits Hinweise auf die Genese geben. Zumeist ist dann die Therapie der Grunderkrankung das primäre Behandlungsziel. Die richtige Auswahl und Entscheidung für palliative Therapiemaßnahmen bei einem malignen Pleuraerguss (Nachweis von Tumorzellen im Punktat) bzw. einer Pleurakarzinose (Nachweis von Tumorzellen im Lungen- und/oder Rippenfell) mit symptomatischem malignem Pleuraerguss ist sowohl für den Patienten als auch den Arzt von vielen Faktoren abhängig. Eine differenzierte Evaluation des Patienten ist unbedingt notwendig, um in der palliativen Situation ein möglichst komplikationsarmes und erfolgversprechendes Vorgehen zu gewährleisten. Die suffiziente Behandlung der Luftnot ist das primäre Ziel bei den meisten Patienten. Zur Verhinderung einer rezidivierenden Ergussbildung und somit auch Minderung der Beschwerden haben sich zum einen die Chemopleurodese und zum anderen die Anlage einer permanenten Thoraxdrainage/Pleurakatheters bewährt. Die thorakoskopische Talkumpleurodese wird hauptsächlich bei Patienten mit einem Pleuraerguss unklarer Dignität und intraoperativer Detektion der Pleurakarzinose empfohlen. Voraussetzung für die Pleurodese ist in allen Fällen eine möglichst vollständige Entfaltung der Lunge nach Entlastung des Ergusses.
Bei Patienten mit eingeschränkter Lungenausdehnung stellen heute die dauerhaften Pleurakatheter eine sehr gute Alternative dar. Vorteile der Katheter sind eine relativ unkomplizierte Einlage, die geringe Komplikationsrate und eine sehr gute Handhabung durch die Patienten zu Hause.
Die optimale Therapie der Pleurakarzinose mit symptomatischem malignem Pleuraerguss muss in Absprache mit dem Patienten gewählt werden, um die Behandlung und damit die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.



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Letzte Aktualisierung: 14.05.2014 | Online-Redaktion
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