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Zertifiziertes

Darmkrebszentrum Regensburg

Zertifikat vom 5. Dezember 2008

Dick- und Enddarmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen. Im interdisziplinären Darmzentrum am Universitätsklinikum Regensburg können Patienten mit diesen Erkrankungen medizinisch optimal betreut werden. Auch bei fortgeschrittenen Tumorstadien kann eine Heilung möglich sein.

Als erste Klinik im Raum Regensburg wurde das Universitätsklinikum als "Darm­krebs­zentrum" unter der Leitung von Professor Dr. Hans J. Schlitt zertifiziert. Die Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) beschei­nigt dem Universitätsklinikum, dass Patienten mit Darmtumoren auf höchstem Niveau behandelt werden. Dieses "Gütesiegel" garantiert Patienten und zuweisenden Ärzten, dass hier ein interdisziplinäres Team von Spezialisten eng zusammenarbeitet und alle Leitlinien für eine optimale Versorgung von Darmkrebs­patienten eingehalten werden.

Um als "Darmkrebszentrum" anerkannt zu werden, müssen hohe fachliche Anforderungen wie eine gewisse Häufigkeit von Darmkrebs-Operationen und umfangreiche Maßnahmen zur Qualitätssicherung nachgewiesen werden. Das schließt die Erfassung langfristiger Ergebnisse und Komplikationen für weitere Verbesserungen ein.

Jede Behandlung eines Patienten wird vor Beginn in einem "Tumorboard", d.h. in einer gemeinsamen Konferenz mit Chirurgen, Gastroenterologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Pathologen und Röntgenfachärzten besprochen. Ziel ist, für jeden Patienten die individuell bestmögliche Behandlung festzulegen – unabhängig davon, ob er sich zunächst beim Chirurgen, beim Onkologen oder beim Strahlentherapeuten vorgestellt hat. Der Patient erhält ein ganzheitliches Versorgungskonzept, angefangen bei den Vorsorgeuntersuchungen über die Therapie bis hin zur geregelten Nachsorge.

Patienten, die sich im Darmzentrum des Universitätsklinikums vorstellen, haben die Möglichkeit, an klinischen Studien teilzunehmen. "Bei klinischen Studien kommen modernste Behandlungsverfahren und Behandlungskonzepte zum Einsatz", erläutert Professor Dr. Schlitt, "und die Patienten profitieren beson­ders von den Fortschritten in der medizinischen Entwicklung". Dazu zählt die Anwendung neuer (vermutlich wirksamerer oder nebenwirkungs­ärmerer) Medika­mente bzw. neuer Medikamenten­kombinationen. In vielen Fällen ist zusätzlich zur operativen Entfernung des Tumors eine Vor- und Nachbehand­lung mittels Chemo- und/oder Strahlentherapie sinnvoll, um das langfristige Ergebnis der Therapie zu verbes­sern. Die Operateure wenden schonende minimalinvasive Operationstechniken an, die sog. "Schlüsselloch-Chirurgie". Es wird immer versucht, wenn möglich den Schließmuskel zu erhalten, um einen dauerhaften künstlichen Darmausgang zu vermeiden.

Ein spezieller Schwerpunkt am Universitätsklinikum ist die Behandlung fortgeschrit­tener Stadien des Darmkrebses. Bisher ist noch zuwenig bekannt, dass auch bei Patienten, bei denen Leber- oder Lungenmetastasen vorliegen oder bei denen sich Tumorzellen im Bauchraum verteilt haben, eine Heilung möglich sein kann. Hierfür ist es besonders wichtig, ein individuell angepasstes Therapiekonzept zu entwickeln und besondere Operationstechniken anzuwenden. Neben umfangreichen Erfahrun­gen bei Darmoperationen sind hierbei Erfahrungen mit komplexen Leberoperationen und mit sogenannten "Multiviszeralresektionen", d.h. der gleichzeitigen Entfernung mehrerer krebsbefallener Organe im Bauchraum, erforderlich. Zusätzlich kommt bei einigen Patienten ein spezielles Verfahren zu Einsatz, bei dem während der Opera­tion der Bauchraum mit einer erhitzten Chemotherapielösung gespült wird. Zur Behandlung mit diesem Verfahren und zur Behandlung von Lebermetastasen kom­men auch Patienten von außerhalb Bayerns und aus dem Ausland speziell ans Uniklinikum Regensburg.

 
Beteiligte Kliniken, Fachabteilungen und Partner im Darmzentrum des Universitätsklinikums Regensburg:

Zu den zentralen Partnern des Darmzentrums gehören neben der Chirurgie auch die Strahlentherapie, Gastroenterologie, Hämatoonkologie, die Radiologie und Pathologie des UKR. Dazu kommen weitere Institute und Abteilungen wie die klinische Chemie, Humangenetik, der psychoonkologische Dienst, die Ernährungsberatung, Seelsorge, Physiotherapie, Sozialdienst, Schmerzambulanz, Thoraxchirurgie, Palliativdienst und Stomatherapie. Außerdem arbeitet das Darmzentrum mit der Palliativstation im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg, mit dem Tumorzentrum Regensburg e.V., mit Selbsthilfegruppen und Sanitätshäusern sowie niedergelassenen Gastroenterologen eng zusammen.

Hier können Sie den Fernsehbeitrag zum Darmkrebszentrum Regensburg ansehen.
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Letzte Aktualisierung: 08.11.2012 | Online-Redaktion
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