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Zentrum für Radiologisch-Interventionelle Onkologie (RIO)

Prostata-Arterien-Embolisation (PAE)

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Bei diesem minimalinvasiven Eingriff werden mittels kleinster Kunststoffpartikel die blutzuführenden Gefäße der vergrößerten Prostata verschlossen. Durch den Gefäßverschluss wird die Blutversorgung verringert, ein weiteres Wachstum verhindert und somit letztlich das Volumen der Prostata verkleinert.


Technik

Bei der PAE kann auf eine Narkose und den daraus resultierenden Risiken verzichtet werden. Sie erhalten eine Sedierung, sind aber während des Eingriffs bei Bewusstsein.

Zuerst wird durch einen interventionellen Radiologen Ihre Arterie in der Leiste, die die Prostata mit Blut versorgt, punktiert. Über diese kleine Öffnung wird ein Katheter eingeführt, der unter Röntgenkontrolle bis zur Prostata vorgeschoben wird. Sobald der Katheter an der richtigen Stelle platziert ist, wird über diesen ein Kontrastmittel zur Darstellung der Blutgefäße gegeben. Anschließend werden kleinste Kunststoffpartikel gespritzt. Diese Partikel verringern den weiteren Blutfluss im vergrößerten Teil der Prostata, wodurch ein weiteres Wachstum verhindert und letztendlich ein Schrumpfen der Prostata erzielt werden kann. Das gleiche Verfahren erfolgt ebenso auf der anderen Seite der Prostata. Nach der erfolgreichen Durchführung wird der Katheter wieder entfernt und die Punktionsstelle versorgt.

Verabreichung der Kunststoffpartikel während des Eingriffs
Verabreichung der Kunststoffpartikel während des Eingriffs

 

Ablauf

Im Vorfeld erhalten Sie von uns einen standardisierten Fragebogen, an Hand dessen man die individuellen und patientenbezogenen Symptome sowie Beschwerden auswerten kann. Falls bei Ihnen eine PAE durchgeführt wird, werden Sie am Vortag stationär aufgenommen. Bitte melden Sie sich frühzeitig, i. d. R. vor 9:00 Uhr, bei der stationären Aufnahme in der Eingangshalle des UKR. Es erfolgt die Komplettierung der Laborwerte, ggf. eine erneute bildgebende Untersuchung, z. B. CT oder MRT sowie die Aufklärung für die PAE.


Nachsorge

Die Kontrolle nach dem Eingriff erfolgt in verschiedenen zeitlichen Intervallen - zunächst sechs Wochen, danach jeweils drei, sechs und neun Monate nach dem Eingriff.

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Letzte Aktualisierung: 16.10.2017 | Online-Redaktion
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