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Zentrum für Radiologisch-Interventionelle Onkologie (RIO)

Transarterielle Chemoembolisation (TACE)

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Die transarterielle Chemoembolisation (TACE) bietet eine Möglichkeit zur palliativen Behandlung von hepatozellulären Karzinomen (HCC) und von Lebermetastasen einiger maligner Grunderkrankungen (z. B. kolorektaler Karzinome oder neuroendokriner Tumore). Die primären und sekundären Malignome werden hauptsächlich aus der Leberarterie gespeist, wohingegen die Mehrzahl der gesunden Leberzellen durch die Pfortader versorgt werden.

Durch den Zugang über die Leberarterie ist eine selektive Embolisation der Tumorherde mit kleinsten Embolisationspartikeln (sog. Beads), die mit Doxorubicin (Chemotherapeutikum) beladen sind, möglich. Mit der Chemoembolisation konnte die Überlebensrate deutlich gesteigert werden. Dabei werden die Patienten in aller Regel nicht den typischen Nebenwirkungen einer systemischen Chemotherapie wie Haarausfall oder Mundsoor ausgesetzt.

Verabreichung des Chemotherapeutikums (während/nachher)
Verabreichung des Chemotherapeutikums (während/nachher)

 

Typische Komplikationen sind Übelkeit während des Eingriffs und ein Kapselspannungsschmerz, der nicht selten in die rechte Schulter ausstrahlt. Schwerwiegende Komplikationen wie Dissektionen der Leberarterie und Abszesse sind selten. Die Methode eignet sich auch gut zum Bridging (Überbrückung) bei einer malignen Grunderkrankung bis zur geplanten Lebertransplantation. Kontraindikationen können eine stark eingeschränkte Leberfunktion, große arteriovenöse Fisteln und eine extrahepatische (außerhalb der Leber) Tumormanifestation sein. Die Pfortaderthrombose stellt aus Sicht der Forschung keine Kontraindikation mehr da.

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Letzte Aktualisierung: 16.10.2017 | Online-Redaktion
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