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Diagnostik

Funktionelle Kernspintomografie (fMRT) und Faserdarstellung (Traktografie)  

Die funktionelle Kernspintomografie ist eine relativ junge Weiterentwicklung der klassischen Kernspintomografie (MRT), sie erweitert die MRT um einen funktionellen Anteil. Durch fMRT-Aufnahmen ist es möglich, Stoffwechselvorgänge, die aufgrund von Hirnaktivität (Bewegung, Sprechen, Denken etc.) entstehen, sichtbar zu machen. Für die funktionelle Untersuchung werden über Kopfhörer Kommandos wie:" bitte jetzt die linke Hand bewegen" gegeben, die der Patient dann während der Kernspinaufnahme ausführen muss.  

 
Bei chirurgischen Eingriffen im Gehirn ist es wichtig, neben den Zentren für Bewegung, Sprache etc., die zwischen ihnen verlaufenden Nerven- bahnen so weit wie möglich zu erhalten, da ihre Verletzung in der Regel ebenfalls zu bleibenden Funktionsausfällen führt. Die Diffusions-Tensor-Bildgebung (Faserdarstellung) kann dabei helfen, vorab die Lage der wichtigen Nervenbündel und Leitungsbahnen festzustellen und bei der Operationsplanung zu berücksichtigen. Die Faserdarstellung gibt zudem Hinweise darauf, ob ein Tumor bereits in eine Nervenbahn eingedrungen ist und kann in einigen Fällen die Einschätzung unterstützen, ob eine Operation überhaupt aussichtsreich ist.

 

Positronen-Emissions-Tomografie (PET)

Die PET-Bildgebung gewinnt gerader in jüngerer Zeit zunehmend an Bedeutung, da sich hierdurch die besonders aktiven Anteile eines Tumors noch besser als im Kerspintomogramm darstellen lassen. Es wird eine Substanz mit geringer Radioaktivität gespritzt, die sich hauptsächlich in aktiven Tumoranteilen anreichert und dadurch sichtbar gemacht werden können.

 
Navigationsgestütze Operationen
 

Während der Operation ist es von großem Nutzen, die Informationen der präoperativen Bildgebung auch am Gehirn sichtbar machen zu können. Hierfür werden die unterschiedlichen Bilddaten miteinander kombiniert und im Operationssaal auf einem Monitor präsentiert. Ähnlich einem GPS kann man nun mittels eines Zeigestifts die relevanten Regionen direkt am Gehirn des Patienten aufsuchen und identifizieren. Dies erleichtert eine präzise Tumorentfernung unter Schonung des gesunden Hirngewebes.

  

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Letzte Aktualisierung: 07.11.2012 | Online-Redaktion
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