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Medizinische Leistungen

Septische Chirurgie im MKG-Bereich

In der menschlichen Mundhöhle finden sich die verschiedensten Bakterien und Krankheitserreger. Normalerweise hat diese Besiedelung mit Keimen für den Menschen keinen Krankheitswert.

In gewissen Fällen jedoch können diese Keime zu schweren und mitunter sogar lebensbedrohlichen Entzündungen führen. Beispielsweise bei mangelhafter Mundhygiene oder infolge einer tiefen Karies kann es zu Entzündungen im Bereich der Wurzelspitze kommen, welche sich auch auf den umgebenden Knochen ausbreiten können. Oft führen solche rasch verlaufenden Entzündungen zur Bildung von Gewebshöhlen, in denen sich die zerstörten Keime und Abwehrzellen als Eiter sammeln. Man spricht dann von einem Abszess.

Die Vorstellung der Patienten mit entsprechenden Beschwerden erfolgt dabei zunächst in unserer Poliklinik, bevor das weitere Vorgehen besprochen wird.

Kleinere Abszesse können dabei durchaus ambulant behandelt werden. Dabei wird die Abszesshöhle eröffnet um ein Abfließen des Eiters zu ermöglichen. Anschließend werden tägliche ambulante Wundkontrollen und desinfizierende Spülungen durchgeführt. Außerdem wird die Ursache des Abszesses (etwa ein kariös zerstörter Zahn) nach Abklingen der Beschwerden beseitigt.

Bei schlechter Abwehrlage- wie beispielsweise Diabetes mellitus, Cortisontherapie oder Zustand nach Bestrahlung- oder durch eine Wundinfektion bei Kieferfrakturen kann sich die Entzündung ebenso auf den Kieferknochen ausdehnen (Osteomyelitis). Dann bedarf es der Gabe eines hochpotenten Antibiotikums - je nach Krankheitsbild auch unter stationären Bedingungen durch intravenöse Verabreichungsform - und gegebenenfalls einer Verbesserung der Wundsituation und des Allgemeinbefundes (Blutzuckereinstellung etc.)

Größere Abszesse mit einer deutlichen Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens wie Fieber, Schluck- oder Atembeschwerden sind jedoch ein lebensbedrohliches Krankheitsbild und erfordern eine umgehende und mehrtägige stationäre Behandlung mit rascher Eröffnung und Entlastung des Abszesses, sowie intravenöser Gabe von Antibiotika.  

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Letzte Aktualisierung: 06.11.2012 | Online-Redaktion
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