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Dysgnathien und Kieferfehlbildungen

Das therapeutische Ziel in der Dysgnathiechirurgie ist die operative Korrektur ausgeprägter Fehlstellungen der Kiefer (Dysgnathie) bei denen eine alleinige kieferorthopädische Behandlung nicht ausreichend ist, um ein gutes funktionelles und ästhetisches Ergebnis herbeizuführen. Die gute interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen der Kieferorthopädie ist Voraussetzung für die bestmögliche Versorgung des Patienten.

In der orthognaten Chirurgie erfolgt somit die Korrektur von Fehlstellungen der Kiefer zueinander als auch von Fehlstellungen der Kiefer zum Gesichtsschädel. Ziel bei diesen angeborenen oder erworbenen Anomalien ist es einerseits, eine regelrechte Verzahnung- die eine gute Kaufunktion gewährleistet- zu erreichen und andererseits eine ästhetische Harmonisierung des Gesichtsprofils herzustellen. Die Beratung jedes Patienten erfolgt der Situation entsprechend, um das individuell passende Therapiekonzept und operative Vorgehen festzulegen. Hierbei wird verständlich, dass das operative Vorgehen eine große Variationsbreite aufweist. Abhängig von der Art der Fehlstellung ist ein Eingriff in einem Kiefer oder sogar in beiden Kiefern erforderlich. Dadurch können Bewegungen in allen drei Ebenen des Raumes durchgeführt werden.

Alle operativen Eingriffe erfolgen über die Mundhöhle, so dass keine Narben zu sehen sind. Zur Verlagerung des Oberkiefers führen wir eine Osteotomie in der Le Fort I-Ebene mit anschließender "down fracture" durch. Die Osteotomie des Unterkiefers erfolgt klassischerweise nach dem Prinzip von Obwegeser-Dal Pont.  

Osteotomie des Unterkiefers nach Obwegeser-Dal Pont
Osteotomie des Unterkiefers nach Obwegeser-Dal Pont
Osteotomie des Oberkiefers in der Le Fort I-Ebene
Osteotomie des Oberkiefers in der Le Fort I-Ebene

 

Ein äußerst sorgfältiges operatives Vorgehen in Kombination mit modernem technischen Equipment gewährleisten hierbei eine bestmögliche Versorgung des Patienten. Zur Fixierung der einzelnen Knochensegmente werde üblicherweise Titan-Miniosteosyntheseplatten verwendet. Diese weisen eine sehr hohe Biokompatibilität auf und sind somit sehr gut verträglich. Auf Wunsch der Patienten können sie, nach circa sechs Monaten mit Abschluss der knöchernen Konsolidierung, wieder entfernt werden.

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Letzte Aktualisierung: 06.11.2012 | Online-Redaktion
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