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Spezialambulanz Pulmonale Hypertonie

Wie wird die Pulmonale Hypertonie behandelt?

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Vor Einleitung einer Behandlung ist die korrekte Diagnosestellung und Zuordnung der Form der Pulmonalen Hypertonie zu einer der o.g. Gruppen von entscheidender Bedeutung. Eine Behandlung mit speziellen lungengefäßerweiternden Medikamenten (Adcirca®, Bosentan®, Remodulin®, Revatio®, Ventavis®, Volibris®) kommt im Regelfall nur für Patienten mit einer PAH, also der seltensten Lungenhochdruckform (Gruppe 1 der Klassifikation), in Betracht. Grund hierfür sind nicht etwa die zumeist sehr hohen Kosten der Präparate; bisher wurde aber nur für diese Unterform der Pulmonalen Hypertonie in Studien eine Wirksamkeit dieser Substanzen nachgewiesen und die Zulassung entsprechend erteilt. Insbesondere zur Behandlung der PAH werden aber stetig neue Medikamente entwickelt und in internationalen klinischen Studien getestet. Einen Überblick zu den aktuell an unserem Zentrum durchgeführten Studien finden Sie hier.

Bei den übrigen, viel häufigeren Formen der Pulmonalen Hypertonie, steht die Behandlung der Ursache im Vordergrund. Dies können z.B. eine Herzklappenoperation oder die Verbesserung der Linksherzfunktion durch Wiedereröffnung von Herzkranzgefäßen oder Medikamente bei Betroffenen der Gruppe 2 der Pulmonalen Hypertonie sein. Patienten mit schweren Lungenerkrankungen (Gruppe 3) sollten bei Sauerstoffmangel eine Sauerstofftherapie erhalten und die Lungenerkrankung sollte optimal behandelt werden. Bei Verlegung der Lungengefäße durch alte Blutgerinnsel (Gruppe 4) kann häufig ein operativer Eingriff, der allerdings nur an spezialisierten Zentren durchgeführt werden sollte, die Erkrankung beseitigen oder deutlich verbessern. In Ausnahmefällen kann auch für Patienten der Gruppen 2-5 eine Behandlung mit einem der o.g. speziellen lungengefäßerweiternden Medikamente in Erwägung gezogen werden; dies setzt jedoch eine umfangreiche Untersuchung und kontinuierliche Weiterbetreuung der Patienten voraus und sollte nur durch erfahrene, mit der Erkrankung der Pulmonalen Hypertonie vertraute Ärzte (in der Regel an einem spezialisierten Zentrum) erfolgen. Da die genannten Präparate bei anderen Formen der Pulmonalen Hypertonie nicht zugelassen sind, muss vor der Verordnung eine Abstimmung mit dem Kostenträger (in der Regel die Krankenkasse) durch den Arzt erfolgen.

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Letzte Aktualisierung: 31.05.2012 | Online-Redaktion
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