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Schlafstörungen

Viele Ursachen - unterschiedliche Behandlungen

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Durch zwei große Problemfelder machen sich die meisten Schlafstörungen für den Betroffenen bemerkbar:

Ein- und Durchschlafstörungen werden von vielen Patienten als quälend empfunden. Zudem stellt das Problem der erhöhten Tagesmüdigkeit ein Haupt-Beschwerdebild dar.

Ein- und Durchschlafstörungen
Hierbei ist das Einschlafen erschwert bzw. der Schlaf in krankhafter Weise unterbrochen. Wenn solche Phänomene nur ab und zu auftreten, sind sie ganz normal und bedürfen keiner Behandlung - fast jeder Mensch kennt solche Nächte mit "nicht-perfektem" Schlaf - die nächste Nacht ist dann meist wieder ungestört.

Warnzeichen liegen jedoch vor, wenn die Beschwerden oft oder regelmäßig auftreten. Morgendliches Früherwachen mit Grübelzwang kann z.B. Zeichen einer Depression sein. Unruhige Beine ("Restless legs" oder periodische Beinbewegungen im Schlaf) lassen die Betroffenen schlecht einschlafen oder führen zu oftmaligem Erwachen. Auch eine schlafbezogene Atemstörung kann durch nächtliche "Panik", die im Körper und im Unterbewusstsein des Pateienten ausgelöst wird zu Durchschlafstörungen führen.

Unterschiedliche Wahrnehmung
Jeder Schläfer wacht nachts mehrere Male auf (typischerweise am Ende eines Schlafzyklus, siehe Kapitel über gesunden Schlaf), z.B. um sich von einer Seite auf die andere zu drehen.
Nicht jedes Aufwachen wird aber bewusst wahrgenommen: An einen nächtlichen Gang zur Toilette kann man sich morgens in der Regel erinnern, weil man mehrere Minuten wach war. Kurze Aufwachreaktionen, die nur wenige Sekunden dauern (und im Schlaflabor messbar sind), bleiben aber meist nicht in Erinnerung - ein Patient kann hunderte Male nachts kurz aufwachen und am nächsten Morgen denken, er habe durchgeschlafen.
Umgekehrt können bei psychischen Problemen oder vermehrter innerer Anspannung die natürlichen kurzen Wachzeiten übersteigert wahrgenommen werden. Trotz ausreichender Schlafphasen meint der Betroffene, er habe so gut wie nicht oder "gar nicht" geschlafen. Bei dieser Konstellation kann eine "scheinbare" Insomnie (Schlaflosigkeit) vorliegen.

Tagesmüdigkeit
Eine gewisse Übermüdung ist durch eine steigende Zahl von Schlafgestörten (durch "Dauerstress", Lärm und Licht in der Nacht, Schichtarbeit etc...) in unserer Gesellschaft ein zunehmendes Problem. Konzentrationsstörungen, vermehrte Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, aber auch durch sexuelle Antriebs- und Funktionsstörungen können eine krankhaft vermehrte Müdigkeit tagsüber bemerkbar machen.
Ursache der Tagesmüdigkeit kann eine ungenügende nächtliche Schlafqualität sein. Sind internistische Erkrankungen (wie z.B. eine Schilddrüsenunterfunktion) als Ursache ausgeschlossen, sollte in diesen Fällen an eine schlafmedizinische Untersuchung gedacht werden.
In seltenen Fällen, die aber unbedingt erkannt werden sollten, kann auch eine Narkolepsie zu Einschlafattacken tagsüber führen. Bei diesem Krankheitsbild brechen sich Anteile des Schlafes tasgüber Bahn und lassen den Betroffenen schlagartig kurz durch Einschlafen zusammensinken oder -stürzen bzw. verursachen ihm Tagträume, die als Halluzinationen missinterpretiert werden können.

Behandlung
So unterschiedlich wie die Ursachen ist auch die jeweilige Behandlung der Schlafstörung. Hat man durch eine schlafmedizinische Untersuchung die richtige Diagnose gestellt, kommen eine medikamentöse (überwiegend bei Restless legs oder Narkolepsie) oder apparative Behandlung (CPAP-Geräte oder ähnliches, überwiegend bei Schlafapnoe) zum Einsatz. Darüber hinaus sind psychologische Behandlungsverfahren (z.B. bei der Insomnie), im Einzelfall auch psychiatrische Betreuung (z.B. bei Depression) nötig.


 

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Letzte Aktualisierung: 21.10.2008 | Online-Redaktion
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