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Nephrologie

Chronisches Nierenversagen

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Eine Reihe von Erkrankungen können zu einer chronischen, meist mehr oder weniger langsam fortschreitenden Schädigung der Nieren führen.

Die Ursachen mit der Notwendigkeit einer Dialysedauertherapie sind:

  • Zuckerkrankheit (36% der Dialysepatienten)
  • Bluthochdruck (29%)
  • Sonstige Ursachen (18%) z.B. nicht behebbares akutes Nierenversagen
  • Glomerulonephritis ("Nierenentzündung", 11%)
  • Erbliche Zystennieren (3%)
  • Pyelonephritis ("chronische Nierenbeckenentzündung", 1,5%)
  • Schmerzmittelmissbrauch (1,5%)

Vor der Dialyse müssen alle Faktoren, die ein Fortschreiten der Nierenkrankheit begünstigen, entsprechend beeinflusst werden:

  • strikte Blutdruckeinstellung
  • bei Zuckerkranken Normalisierung des Blutzuckers
  • Behandlung von Fettstoffwechselstörungen
  • Behandlung von Harnwegsinfekten
  • eiweißarme Diät (0,8g Eiweiß pro kg Körpergewicht pro Tag)
  • konsequentes Meiden nierenschädigender Substanzen (z.B. Schmerzmittel, manche Antibiotika, Röntgenkontrastmittel, Nikotin)
  • Je nach zugrundeliegender Erkrankung unter Umständen ursächliche Therapie (z.B. Behandlung mit das Immunsystem unterdrückenden Medikamenten oder Fischöl) nach Diagnosestellung durch Biopsie

Außerdem gehen chronische Nierenerkrankungen oft mit einem Eiweißverlust durch die Nieren einher. Dieses Eiweiß kann im Urin nachgewiesen werden und durch die Therapie mit speziellen Medikamenten vermindert werden.

Im Bereich Nephrologie der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II können in der Ambulanz für Nieren- und Hochdruckkrankheiten Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen sorgfältig in Bezug auf die oben genannten Faktoren und sonstige Komplikationen überwacht werden. In vielen Fällen kann so die Notwendigkeit einer Dauerdialysebehandlung vermieden oder doch zumindest stark verzögert werden.

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Letzte Aktualisierung: 21.10.2008 | Online-Redaktion
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