Home > Kliniken und Institute > Innere Medizin II > Medizinische Leistungen > Nephrologie > Nierentransplantation
Nephrologie

Nierentransplantation

< zurück zu Nephrologie

Vorbereitung einer Nierentransplantation
Zur Vorbereitung einer Nierentransplantation sind eine Reihe von Untersuchungen und eventuell auch Behandlungen erforderlich. Sie sollen die Eignung des Transplantationskandidaten sicherstellen und optimale Voraussetzungen für die Transplantation schaffen. Da die durchschnittliche Wartezeit auf eine Niere bei vier Jahren liegt, müssen einige Untersuchungen regelmäßig wiederholt werden. Die Transplantation selbst dauert je nach den Verhältnissen im Operationsgebiet um 2 ½ bis 4 Stunden.

Es wird grundsätzlich nur eine Niere transplantiert, da sie zur Aufrechterhaltung aller Nierenfunktionen völlig ausreichend ist. Die eigenen, in der Flankenregion liegenden Nieren werden bis auf wenige Ausnahmen (Infektionen, große Zystennieren) belassen. Die neue Niere wird in den Unterbauch entweder rechts oder links oberhalb der Leiste eingepflanzt. Um eine gute Durchblutung zu sichern, werden ihre Blutgefäße an die großen Blutgefäße des Beckens angeschlossen. Der Harnleiter, der den Urin transportiert, wird in die Harnblase eingepflanzt. Die anfängliche Heilungsphase bis zur Entfernung der Hautklammern dauert etwa zehn Tage, insgesamt muss mit einem Krankenhausaufenthalt von vier bis sechs Wochen gerechnet werden.

In dieser Zeit sind auch die meisten Komplikationen zu beobachten: Verschlüsse der Nierengefäße durch Blutgerinnsel (Thrombosen und Embolien), Leckagen des neuen Harnleiters, Infektionen und andere Nebenwirkungen der abstoßungshemmenden Medikamente und sogenannte Abstoßungskrisen. Damit die neue Niere als körperfremdes Gewebe nicht sofort wieder abgestoßen wird, muss mit Medikamenten (Immunsuppressiva) eine künstliche Abwehrschwäche erzeugt werden. Gelegentlich ist das Abwehrsystem jedoch stärker als die Medikamente, dann spricht man von einer Abstoßungskrise (Rejektion). Mit den in den letzten Jahren neu entwickelten Medikamenten lassen sich diese Abstoßungskrisen jedoch in den allermeisten Fällen gut behandeln. Trotz alledem gehen im ersten Jahr nach Transplantation 10-15% der Organe an den genannten Komplikationen verloren, manche nehmen auch nie die Funktion auf. In diesen Fällen muß mit der Dialysetherapie fortgefahren werden. Ansonsten kann mit einer Zehnjahres-Funktionsrate von ca. 50% gerechnet werden. Nach einer erfolgreichen Nierentransplantation gilt der Patient als medizinisch rehabilitiert und kann z.B. einer Erwerbstätigkeit nachgehen, Sport treiben, öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder auch Mutter bzw. Vater werden (was nach der Dialyse meist nicht klappt). Eine erfolgreiche Nierentransplantation verbessert die Lebensqualtität deutlich und führt zu einer Verdopplung der Lebenserwartung.

 

< zurück zu Nephrologie

Mehr Info:
Downloads:
Downloads:
© Universitätsklinikum Regensburg | Impressum | Disclaimer
Letzte Aktualisierung: 21.10.2008 | Online-Redaktion
Patienten/Besucher
Einweiser
Studierende
Wissenschaftler
Über uns
Universität Regensburg