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Nephrologie

Bluthochdruck

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Im Bereich Nephrologie können in der Ambulanz für Nieren- und Hochdruckkrankheiten Patienten mit erhöhtem Blutdruck diagnostiziert und behandelt werden. Insbesondere besteht hier eine große Erfahrung bei seltenen Hypertonieformen sowie schwer einstellbarem Bluthochdruck und dessen Überwachung.

Hypertonie (erhöhter Blutdruck)
Hypertonie gehört mit zu den weitverbreitetsten Erkrankungen überhaupt. Alle in Ruhe gemessenen Blutdruckwerte über oder gleich 140/90 mmHg gelten nach den neuesten Erkenntnissen als überhöht. Der obere (systolische) Wert wird erreicht, während das Herz das Blut in den Körper pumpt. Der untere (diastolische) Wert ist der Blutdruck, der im Blutkreislauf nach Beendigung des Pumpaktes und vor Beginn des nächsten herrscht. Bei ca. 50% der Erwachsenen besteht eine Hypertonie, bei Patienten über 50 Jahren sind es sogar nochmals deutlich mehr. Ursachen der Hypertonie sind: 

  • Erkrankungen der Nieren und ihrer Blutgefäße (bis 10%)
  • Hormonelle Ursachen (Aldosteronüberschuss, Cortisonüberproduktion, Überfunktion der Schilddrüse u.a., bis 5-10%) 
  • Seltene Ursachen (Nervenschäden, Schwangerschaft, Medikamente, unter 1%)
  • Primäre (essentielle) Hypertonie (ohne erkennbare Ursache, 80-90%)

Risikofaktor für die Entwicklung einer Hypertonie ist auch eine familiäre Belastung.

Blutdruckmessung
Die Diagnose wird durch die Blutdruckmessung gestellt. Da die einmalige Messung in der Arztpraxis oft wenig aussagekräftig ist (Aufregung usw.), werden zunehmend sogenannte 24-Stunden-Blutdruckprofile erstellt. Der Patient bekommt ein kleines Gerät mit nach Hause, das in regelmäßigen Abständen eine Blutdruckmanschette aufpumpt und die Werte automatisch registriert. Das so erstellte Profil ist auch hilfreich bei der Einstellung des erhöhten Blutdruckes mit Medikamenten. Eine Reihe von Faktoren können einen erhöhten Blutdruck mit verursachen oder weiter verschlechtern:

  • Übergewicht
  • Rauchen und/oder übermäßiger Alkoholgenuss
  • Hormonelle Antikonzeptiva ("Pille")
  • Kochsalzreiche Ernährung
  • Verschiedene Medikamente, z.B. Cortison, Rheumamittel
Ein erhöhter Blutdruck kann zu verschiedenen Folgekrankheiten führen: 
  • Lebensbedrohliche Blutdruckanstiege (Blutdruck-Krisen)
  • Herzschwäche und Herzinfarkt
  • Schlaganfälle und Hirnblutungen
  • Arterienverkalkung und deren Folgen
  • Nierenschäden bis hin zur Dialyse
  • Augenschäden bis zur plötzlichen Erblindung

Die Therapie der Hypertonie zielt darauf ab, den Blutdruck dauerhaft, d.h. ständig in den Normbereich zu senken. Folgende Prinzipien kommen dabei zur Anwendung:

  • Gewichtsreduktion
  • Kochsalzzufuhr unter 6g/Tag (Ernährungsberatung erforderlich)
  • Einschränkung des Alkoholkonsums auf maximal 25g/Tag (½ Liter Bier)
  • soweit möglich Medikamente meiden, die den Blutdruck erhöhen ("Pille", Rheumamittel)
  • Ausdauertraining (z.B. Joggen, Radfahren), keine isometrischen Übungen
  • Nikotinkarenz
  • blutdrucksenkende Medikamente 

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Letzte Aktualisierung: 07.01.2010 | Online-Redaktion
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