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Interventionelle Nierenarteriendenervation

Details zum Eingriff

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Wie bei einer Herzkatheteruntersuchung wird über einen Zugang in der Leiste ein Ablationskatheter in die Nierenarterie eingebracht. Dieser relativ dünne Katheter hat an der Spitze eine Elektrode über die ein hochfrequenter Strom abgegeben werden kann. Der Katheter wird an verschiedenen Punkten in spiralförmiger Anordnung an der Gefäßwand platziert. Der für jeweils 2 Minuten abgegebene Strom (maximal 8 Watt) erhitzt das Nierengefäß auf ca. 60 Grad Celsius auf der Außenseite, während es von innen durch den hohen Blutfluss und eine Kochsalzlösung gekühlt wird. Hierdurch werden die in der Adventitia an der Außenseite des Nierengefäßes verlaufenden Nervenfasern verödet und die Niere somit vom Stressnervensystem entkoppelt.
Die Prozedur wird an beiden Nierenarterien an jeweils 4-6 Ablationspunkten durchgeführt und dauert insgesamt etwa 45-60 Minuten. Während der Prozedur erhält der Patient eine örtliche Betäubung im Bereich der Leiste und ein Beruhigungsmittel; der Patient ist während der Prozedur daher schläfrig. Da die zu verödenden Stressnervenfasern von Schmerzfasern begleitet werden, können während der Stromabgabe Schmerzen auftreten. Der Patient erhält daher zusätzlich ein Schmerzmittel über die Vene. Bereits ein bis zwei Tage nach dem Eingriff kann der Patient das Krankenhaus verlassen. Im Anschluss an den Eingriff erfolgt die regelmäßige Nachuntersuchung der Patienten, in der Regel alle 3 Monate im ersten Jahr nach dem Eingriff.

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Letzte Aktualisierung: 22.06.2012 | Online-Redaktion
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