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Informationen für Ärzte

Akute respiratorische Insuffizienz
Beatmungstherapie

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Invasive Beatmung
Wir verstehen die Beatmung als ein auf den Einzelfall abgestimmtes Therapiekonzept. Grundlage ist dabei die Anwendung einer protektiven Beatmungstechnik entsprechend den ARDS-Network-Kriterien. Ziel unseres Vorgehens ist, die physikalische Belastung der erkrankten Lunge durch die mechanische Ventilation möglichst gering zu halten und frühzeitig eine Spontanatmung anzustreben. Durch möglichst geringe Druckamplitude wird das Barotrauma reduziert. Ein Tidalvolumen von etwa 6 ml/kg Idealkörpergewicht trägt dazu bei, ein potentielles Volutrauma zu reduzieren. Die Einstellung eines optimierten PEEP kann helfen, das sog. Atelektrauma gering zu halten. Die Festlegung des "Best – PEEP" ist unseres Erachtens immer individuell zu treffen und richtet sich nach Genese der Lungenerkrankung, Ausmaß der Lungenschädigung, Beatmungsdauer, Hämodynamik und begleitenden weiteren Organversagen.

Bei Patienten mit schwerster Lungenschädigung (ARDS) setzen wir die Hochfrequenzoszillationsventilation (HFOV) ein. Durch Minimierung von Volu- und Atelektrauma kann die HFOV eine maximale Lungenprotektion ermöglichen. Besonders profitieren Patienten mit schwerem diffusem "Capillary leak" der Lunge und Patienten mit ausgedehnten Atelektasen, z.B. Adipositas per magna.

> Hochfrequenzoszillationsventilation beim akuten Lungenversagen des Erwachsenen, Deutsches Ärzteplatt, JG 101, Heft 14, 02.04.2004 (PDF)

> Methodik und Anwendung der Hochfrequenzoszillationsventilation (HFOV) bei akuter Lungenschädigung und ARDS, Intensivmedizin und Notfallmedizin, Band 40, Heft 6 / 2003 (PDF)

Nicht invasive Beatmung
Die Technik der nicht-invasiven Beatmung hat sich als Therapie der akuten respiratorischen Insuffizienz auf unserer Intensivstation fest etabliert. Als Beatmungsgerät stehen uns 5 Modelle des Typs "Vision" der Fa. Respironics zur Verfügung; daneben werden gelegentlich auch konventionelle Beatmungsgeräte eingesetzt.
Wir verwenden leicht modifizierte kommerzielle Ganzgesichtsmasken und Nasenmasken. Bei längerer Anwendung ist der Gebrauch einer Aktivbefeuchtung mandatorisch. Bei Bedarf kann eine inhalative Therapie mit Oszillationsverneblern durchgeführt werden.
Als wesentliche Indikation der nicht-invasiven Beatmung (NIV) sind zu nennen:

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Letzte Aktualisierung: 21.10.2008 | Online-Redaktion
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