Home > Kliniken und Institute > Innere Medizin II > Forschung > Pneumologie
Pneumologie

Wissenschaftliche Projekte

Forschungsberichte Pneumologie

Forschungsberichte Schlafmedizin

Forschungsberichte Pulmonale Hypertonie

Expression von pulmonalen vaskulären Wachstumsfaktoren unter chronischer Hypoxie

Leitung:
Dr. M. Pfeifer
Mitarbeiter/in: Dr. F. Blumberg, C. Lorenz

Beschreibung: Die Entwicklung einer chronischen pulmonalen Hypertonie ist neben den funktionellen Veränderungen durch das vaskuläre Remodeling charakterisiert. Ziel des Projektes war die molekulare und strukturelle Charakterisierung der hypoxie-induzierten pulmonalen Hypertonie. Chronische Hypoxie von zwei und vier Wochen führt zu der Entwicklung einer funktionell und morphologisch nachweisbaren pulmonalen Hypertonie in der Ratte. Es konnte eine deutliche Expression der Wachstumsfaktoren IGF-1 und IGF-2 sowohl molekularbiologisch als auch immunhistochemisch im Bereich der pulmonalen Gefäße nachgewiesen werden.

Dagegen wurde keine Induktion der Wachstumsfaktoren Vascular endothelial growth factor (VEGF) und Platelet derived growth factor A und B (PDGF-A und -B) gesehen, obwohl in vitro Untersuchungen eine Hypoxie abhängige Induktion dieser mitogenen Faktoren nachweisen konnten. Gabe vasodilatativer Substanzen führt zu einer Reduktion der IGF-1 und -2 Expression und Reduktion der strukturellen Gefäßveränderung, so daß eine Rolle dieser mitogenen Faktoren im Prozeß des pulmonal vaskulären Remodelings anzunehmen ist.

_________________________________________________

Funktionelle Auswirkungen eines langjährigen Diabetes mellitus auf die Atemregulation und Lungenfunktion

Leitung: PD Dr. M. Pfeifer
Mitarbeiter/in: Dr. M Kullmann, Dr. F. Blumberg, C. v. Wenz

Beschreibung: Mit diesem Projekt sollte die pulmonale Auswirkungen des Diabetes mellitus charakterisiert werden. Hierzu wurden Patienten (n=70) mit langjährigem Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 hinsichtlich ihrer statischen und dynamischen Lungenvolumina, sowie des Atemantriebs unter Raumluft und unter Hyperkapnie untersucht.

Es konnte ein Reduktion der statischen Volumina nachgewiesen werden, sowie eine Erhöhung des Atemantriebs unter Raumluft im Vergleich zu einer Kontrollgruppe. Gleichzeitig zeigten die Patienten mit Diabetes mellitus eine Verminderung der Inspirationskraft. Hyperkapnie führte dagegen zu einer normalen Erhöhung des Atemantriebs. Dies war unabhängig von dem Nachweis und der Ausprägung einer diabetischen Neuropathie, so daß ein Störung der Atemregulation beim Diabetes mellitus nicht nachgewiesen werden konnte.

Die Erhöhung des Atemantriebs unter Raumluft und der Verminderung der Inspirationskraft muß als Folge einer diabetischen Myopathie gesehen werden.

 

__________________________________________________

Interaktion des Endothelin und NO Systems bei der chronisch hypoxischen pulmonalen Hypertonie

Leitung: PD Dr. M. Pfeifer
Mitarbeiter/in: Dr. F. Blumberg, C. Lorenz

Beschreibung: Der pulmonale Gefäßtonus wird vornehmlich durch lokal freigesetzte vasodilative Faktoren, wie Stickstoffmonoxid und vasokonstriktive Mediatoren, wie Endothelin1 reguliert. Ziel des Projektes ist die Charakterisierung der gegenseitigen Beeinflussung dieser System in vivo unter Hypoxie. Akute und chronische Hypoxie führt zu einer Induktion der pulmonalen Endothelinexpression zeitgleich mit der Entwicklung eines pulmonalen Hypertonus in der Ratte. Die Blockierung des Endothelinsystems durch Gabe eines Endothelin-Rezeptorantagonisten bewirkt eine Reduktion der pulmonalen Hypertonie, so daß eine wesentliche Rolle des Endothe-linsystems in der Pathogenese der hypoxischen pulmonalen Hypertonie anzunehmen ist.

Die Erhöhung des Stickstoffmonoxids, durch exogene Substitution zeigt einen ähnlichen hämodynamischen Effekt wie der Endothelin-Rezeptorantagonist und inhibiert gleichzeitig die verstärkte Endothelinexpression unter chronischer Hypoxie. Der Nachweis der Inhibition der Endothelinexpression durch Stickstoffmonoxid in vivo zeigt, daß die lokale Systeme der Vasoregulation sich nicht nur in ihrer Wirkung gegenüberstehen, sondern auch einer gegenseitigen Regulation unterliegen.

__________________________________________________

INSPIRE

Mitarbeiter/in: C. Schulz und Zentrum für Klinische Studien

Eine randomisierte, multizentrische, offene Phase 3 Studie über eine Pemetrexed-Cisplatin Chemotherapie plus IMC-11F8 im Vergleich zur alleinigen Pemetrexed-Cisplatin-Chemotherapie als First-Line-Therapie bei Patienten mit nicht-squamösem, nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IIIb oder IV.

_________________________________________________

SQUIRE 

Mitarbeiter/in: C. Schulz und Zentrum für Klinische Studien

Eine randomisierte, multizentrische, offene Phase 3 Studie über eine Gemcitabin-Cisplatin Chemotherapie plus IMC-11F8 im Vergleich zur alleinigen Gemcitabin-Cisplatin-Chemotherapie als First-Line-Therapie bei Patienten mit nicht-squamösem, nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IIIb oder IV.

_________________________________________________

MAGRIT 

Mitarbeiter/in: C. Schulz und Zentrum für Klinische Studien

Doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie der Phase III zur adjuvanten Therapie mit dem antigenspezifischen Krebsimmuntherapeutikum recMAGE-A3 + AS15 bei Patienten mit resezierbarem, MAGE-A3-positivem, nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom.

_________________________________________________

PRAME 

Mitarbeiter/in: C. Schulz und Zentrum für Klinische Studien

An open-label, Phase I dose-escalation study to assess the safety andimmunogenicity of recPRAME + AS15 Antigen-Specific Cancer Immunotherapeutic as adjuvant therapy in patients with resectable PRAME-positive Non-Small Cell Lung Cancer.

_________________________________________________

REASON 

Mitarbeiter/in: C. Schulz und N. Zitzler

Nicht-interventionelle Studie zur epidemiologischen Erfassung und wisschenschaftlichen Auswertung des EGFR Mutationsstatus bei Patienten mit neu diagnostiziertem lokal fortgeschrittenen und metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (Stadium IIIB/IV).

_________________________________________________

IUNO 

Mitarbeiter/in: C. Schulz und Zentrum für Klinische Studien

A randomized, double-blind, placebo-controlled Phase III study of first-line maintenance Tarceva vs Tarceva at the time of disease progression in patients with advanced non-small cell lung cancer (NSCLC) who have not progressed following 4 cycles of platinum-based chemotherapy.

_________________________________________________

Lebensqualität und Lungenkarzinom 

Mitarbeiter/in: M. Koller, N. Zitzler und C. Schulz

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für klinische Studien und der Pneumologie wird eine Überarbeitung und Neugestaltung des Lebensqualitätsfragebogens für Lungenkarzinompatienten der EORTC (European Organisation for Research and Treatment of Cancer) durchgeführt. Hierfür liegt eine Forschungsförderung seitens der EORTC an das ZKS vor. Das EORTC QLQ-LC13-Modul war 1994 als erstes Modul des Kernfragebogens C30 veröffentlicht worden. Das Modul besteht aus 13 Items und wurde bis jetzt in 62 Sprachen übersetzt. Seit 1994 hat sich an der Therapie des Lungenkarzinoms einiges geändert, so dass auch neue Anforderungen an einen Lebensqualitätsbogen gestellt werden.

_________________________________________________

Einfluss von NOD2/CARD15-Mutationen auf Lungenfunktion und das Auftreten pulmonaler Komplikationen nach allogener Stammzelltransplantation 

Mitarbeiter/in: E. Holler, D. Wolff, S. Krestel, A. Steege und C. Schulz

Pulmonale Komplikationen stellen weiterhin die Hauptursache für Morbidität und Mortalität nach allogener Knochenmark und Stammzelltransplantation (KMT) dar. Eigne Ergebnisse belegen, dass respiratorische Epithelzellen ein allogenes Target darstellen, wobei Konditionierungsfaktoren das Ausmaß der Alloreaktion beeinflussen. Somit dürfen pulmonale Komplikationen nicht mehr nur als Folge der bei diesen Patienten bestehenden Immundefekte und auftretender infektiöser Probleme angesehen werden, sondern die Lunge stellt selbst ein Target der immunologischen Hauptreaktion, der Graft versus Host Disease (GvHD), nach allogener KMT dar. Aktuelle Daten der hämatologischen Arbeitsgruppe belegen erstmalig, dass das Risiko der Transplantations-assoziierten Mortalität sowie das Auftreten eines diffusen Lungenschadens im Sinne eines ARDS nach KMT stark beeinflusst wird durch das Vorliegen von Mutationen im Bereich des angeborenen Immunsystems beim Empfänger und auch Spender. NOD2/CARD15 repräsentiert hierbei einen wichtigen Aktivierungsmechanismus des angeborenen Immunsystems durch bakterielle Zellwandbestandteile mit dokumentierter Bedeutung für Darmepithelien sowie das Monozyten/Makrophagen System.
Das laufende Projekt fokussiert auf Veränderungen der Lungenfunktion im Langzeitverlauf nach allogener Stammzelltransplantation. Hierzu wurde eine Datenbank etabliert, die mittlerweile die lungenfunktionsanalytischen Daten von mehreren hundert in Regensburg allogen stammzelltransplantierten Patienten beinhaltet.

_________________________________________________

Regulation und Funktion der bronchoepithelialen Chemokinrezeptoren CXCR1 und CXCR2 bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD)

Mitarbeiter/in: A. Steege, N. Jentsch, B. Ruhland und C. Schulz

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist charakterisiert durch eine verstärkte transepitheliale Migration neutrophiler Granulozyten im Bereich der unteren Atemwege, die bislang nur unzureichend verstanden wird. Neutrophile Granulozyten folgen zum Entzündungsort einem chemotaktischen Gradienten, der durch die Freisetzung von Chemokinen aus bronchialen Epithelzellen aufgebaut wird. Erste experimentelle Hinweise an anderen Organsystemen deuten darauf hin, dass für die transepitheliale Migration neutrophiler Granulozyten zusätzlich die Expression der Chemokinrezeptoren CXCR1 und CXCR2 auf Epithelzellen sowie neutrophilen Granulozyten von kritischer Bedeutung ist. Ziel des vorliegenden Projekts ist es, Mechanismen der Expression von CXCR1 und CXCR2 auf bronchialen Epithelzellen zu untersuchen und deren funktionelle Relevanz für die transepitheliale Migration neutrophiler Granulozyten bei der COPD zu belegen.

_________________________________________________

Einfluß von cholinerger Stimulation auf die Freisetzung proinflammatorischer Cytokine aus immortalisierten und primären bronchialen Epithelzellen

Mitarbeiter/in: S. Blaas, C. Schulz, B. Ruhland und M. Pfeifer

Neben ihrer Aufgabe eine physikalische Barriere für Bakterien, Viren, Allergenen und Luftverunreinigungen zu bilden, haben bronchiale Epithelzellen (BEC) auch antimikrobielle Funktion, indem sie Mucus und antimikrobiell aktive Peptide sezernieren. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass sie durch ihre Fähigkeit, proinflammatorische Zytokine und Chemokine zu bilden, eine zentrale Rolle in  chronischen Entzündungsprozessen, wie zum Beispiel bei der chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), spielen. Da neuere Anticholinergika möglicherweise bei dieser Erkrankung nicht nur symptomatisch wirken, sondern auch den Verlauf der Grunderkrankung günstig beeinflussen, untersuchen wir die Fragestellung, inwieweit eine direkte cholinerge Stimulierung der BEC  und eine Blockade einer solchen Simulierung mittels Anticholinergika deren Expressionsmuster von pro- oder antiinflammatorisher Zyto- und Chemokine beeinflusst. Zunächst konnten wir in der Histologie und auf mRNA-Ebene zeigen, dass primäre, aus Patienten gewonnene BEC die muscarinergen Acethylcholinrezeptoren M1 und M3 exprimieren. Erste funktionelle Untersuchungen zeigten, dass eine cholinerge Stimulierung von BEC zu einer Erhöhung der IL-8 Sekretion führt.

__________________________________________________

Bedeutung schlafassoziierte Atemstörungen bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz

Leitung: Prof. Dr. M. Arzt,  Prof. Dr. M. Pfeifer
Mitarbeiter/in: Dr. S. Schroll, PD Dr. S. Budweiser, Frau M. Krenn, Frau S. Wunderlich, Frau Nina Plappert, Frau R. Obermeier, Frau A. Braune, Frau A.-M. Brandl-Novak

Schlafassoziierte Atemstörungen bei Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) sind in der klinischen Medizin ein häufiges Phänomen. Bei diesen Patienten treten überwiegend sogenannte zentrale Regulationsstörungen des Schlafes auf, die durch Atempausen und einem charakteristischen crescendo und decrescendo Verlauf des Atemzugsvolumens (Cheyne-Stokes Atemtyp-CSA) gekennzeichnet sind. Wir zeigten, dass die unter Belastung gemessene Atemeffizienz  signifikant invers mit der Anzahl von CSA-Ereignissen in der Nacht korreliert. Eine Behandlung der nächtlichen Atemstörung mit kontinuierlicher Druckunterstützung (CPAP) über eine Nasenmaske ist einer Behandlung mit Sauerstoff überlegen und reduziert nicht nur die Atemstörungen, sondern verbessert auch die kardiale Funktion mit einer erhöhten Atemeffizienz unter Belastung. Die Patienten zeigen eine verbesserte Schlafqualität.

Interventionsstudie
Die Druckregulation mittels eines neuen adaptiven Beatmungssystems, das eine Stabilisierung der Atmung ermöglicht wurde gegen eine konventionelle positive Druckunterstützung mittels CPAP verglichen. Der neue Modus zeigte eine eindeutige Überlegenheit gegenüber einer reinen CPAP-Therapie hinsichtlich der Reduktion der Atemstörungen. Diese Daten sind die Grundlage einer multizentrischen Studie, die jetzt unter unsere Federführung in mehreren europäischen Schlaflaboren durchgeführt wird.
Beobachtungsstudie
Weiterhin führen wir bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit und ohne schlafbezogene Atemstörungen Langzeitbeobachtungen hinsichtlich des Verlaufes der Grunderkrankung und der Langzeitprognose durch. Hierbei spielen nicht nur schlafbezogene Atmungsstörungen, sondern auch Schlafstörungen im Rahmen der Grunderkrankung und bei periodischen Beinbewegungen im Schlaf eine Rolle

Förderung: Deutsche Stiftung für Herzforschung, Philips - Home Healthcare Solutions, USA

Kontakt: michael.arzt@klinik.uni-regensburg.de
michael.pfeifer@klinik.uni-regensburg.de

__________________________________________________

Einfluss von Atempausen im Schlaf und deren Behandlung auf den Stoffwechsel des Herzmuskels bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz

Leitung: Prof. Dr. M. Arzt, Dr. M. Buchner (Kardiologie)
Mitarbeiter/in: Prof. Dr. M. Pfeifer Frau R. Obermeier, Frau A. Braune, Frau A.-M. Brandl-Novak
Kooperation: PD. Dr. C. Fellner, Prof. Dr. O. Hamer

Ein gesteigerter Stoffwechsel des Herzmuskels sowie ein reduzierter Wirkungsgrad der Herzmuskelarbeit bei Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) stehen mit einem ungünstigen Krankheitsverlauf und einer erhöhten Sterberate im Zusammenhang. Zudem ist bekannt, dass Herzinsuffizienztherapien mit Substanzen, die die Herzfunktion zwar verbessern, aber dies auf Kosten eines erhöhten Energiebedarfs passiert, ebenfalls langfristig mit einer erhöhten Sterberate einhergehen.
Es ist bislang nicht eindeutig belegt, dass die Schlafapnoe bei Patienten mit Herzinsuffizienz zu einem erhöhten Energiebedarf des Herzens und zu einer Beeinträchtigung des Wirkungsgrades des Herzmuskels führt, und ob eine Behandlung der Schlafapnoe mittels nächtlicher positiver Druckunterstützung zu einem "Energiespareffekt" auf das Herz führt und so den Wirkungsgrad des Herzmuskels verbessert.
Zur Klärung dieser Frage wird bei Herzinsuffizpatienten mit und ohne Schlafapnoe der Stoffwechsel des Herzmuskels mittels 31P-Magnetresonanzspektroskopie gemessen. Bei Patienten mit eingeschränktem myokardialen Stoffwechsel und Schlafapnoe wird auch der Effekt einer CPAP-Therapie auf den Stoffwechsel des Herzmuskels untersucht.
Sollte sich die Vermutung bestätigen, dass CPAP neben der bekannten Verbesserung der Herzfunktion auch einen "Energiespareffekt" auf das Herz hat, kann dies als starker Hinweis gewertet werden, dass eine CPAP-Therapie in dieser Patientengruppe zu einem günstigen Verlauf der Erkrankung beitragen kann.

Förderung: Deutsche Stiftung für Herzforschung
Kontakt: michael.arzt@klinik.uni-regensburg.de

__________________________________________________

Auswirkungen der Schlafapnoe und deren Behandlung in der Frühphase nach akutem Myokardinfarkt – Effekte auf das kardiale Remodelling und bekannte kardiovaskuläre Risikofaktoren

Leitung: Prof. Dr. M. Arzt, Dr. M. Buchner (Kardiologie)
Mitarbeiter/in: Frau A.-M. Brandl-Novak, Frau R. Obermeier, Frau A. Braune, Dr. S. Schroll,  Prof. Dr. M. Pfeifer
Kooperation: Prof. Dr. A. Luchner, PD Dr. K. Debl (Kardiologie); Prof. Dr. O. Hamer (Radiologie)

Etwa 40% der Patienten mit akutem Herzinfarkt leiden an einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA). Die OSA setzt den Herzmuskel repetitiven Atempausen, Sauerstoffentsättigungen und Druckbelastungen aus, führt zu Bluthochdruck und Störungen des Glukose- sowie des Lipidstoffwechsels. Die Wiederherstellung der Herzfunktion nach dem Infarktereignis ist von entscheidender prognostischer Bedeutung. Eine rasche interventionelle Revaskularisierung des Gefäßverschlusses in der Herzkatheteruntersuchung ist für die Begrenzung des Myokardschadens und der Narbenbildung entscheidend. Wir untersuchen, ob mit zunehmendem Schweregrad der OSA das Remodelling des Herzens in der Frühphase nach aktem Myokardinfarkt negativ beeinflusst wird.
Eine OSA kann mit nächtlichem "Continuous Positive Airway Pressure"  (CPAP) beseitigt werden, was bei chronischer Herzinsuffizienz zu einer Verbesserung der Herzfunktion führt. Deshalb untersuchen wir weiterhin, ob bei Patienten in der Frühphase nach akutem Herzinfarkt mit OSA eine zusätzliche CPAP-Therapie zu einer Verbesserung der Herzfunktion und des kardialen Remodellings (Magnetresonanztomographie) im Vergleich zu optimaler medikamentöser Therapie alleine führt. 

Förderung:  Resmed, Deutschland; Philips - Home Healthcare Solutions, USA ; –ReForM- A - Programm (Regensburger Forschungsförderung in der Medizin)

Kontakt: michael.arzt@klinik.uni-regensburg.de
stefan.buchner@klinik.uni-regensburg.de

__________________________________________________

Auswirkungen der obstruktiven Schlafapnoe und deren Behandlung auf die erektile und endotheliale Dysfunktion

Leitung: Prof. Dr. M. Arzt, PD Dr. S. Budweiser (Klinik Donaustauf)
Mitarbeiter/in: Herr S. Enderlein,Herr A.P. Hitzel, PD Dr. R. Jörres, Prof. Dr. M. Pfeifer
Kooperation: Prof. Dr. W. Wieland (Urologie)

Wir konnten nachweisen, dass Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) häufig an erektiler Dysfunktion (ED) leiden und dass der Zusammenhang zwischen OSA und ED unabhängig von bekannten Risikofaktoren für die ED ist. Bisherige Studien weisen zudem darauf hin, dass eine Therapie der OSA mittels Continuous Positive Airway Pressure (CPAP) zu einer Linderung der ED führen könnte. In einer Behandlungsstudie soll nachgewiesen werden, dass CPAP-Therapie bei Patienten mit OSA die ED bessern kann und mögliche Mechanismen (z.B. endotheliale oder endokrine Dysfunktion) für den Zusammenhang von OSA und ED geklärt werden.

Förderung: –ReForM- B - Programm (Regensburger Forschungsförderung in der Medizin); Bayer, Deutschland

Kontakt: michael.arzt@klinik.uni-regensburg.de, stefan.budweiser@klinik.uni-regensburg.de

__________________________________________________

Prävalenz schlafbezogener Atmungsstörungen bei Patienten mit tiefer Beinvenen-thrombose / Lungenembolie – eine multizentrische Fall-Kontroll-Studie der AG Kreislauf und Schlaf der DGSM

Leitung: Dr. M. Arzt, Prof. Dr. R. Schulz (Gießen)
Mitarbeiter/in: Frau R. Obermeier, Frau A. Braune, Frau C. Schum

Unklar ist bisher, ob die obstruktive Schlafapnoe (OSA) das Risiko für thromboembolische Erkrankungen erhöht. Dies kann jedoch vermutet werden, da die unbehandelte OSA mit Veränderungen einhergeht, die theoretisch eine gesteigerte Gerinnungsbereitschaft des Blutes bewirken. So sind bei OSA-Patienten z.B. Erhöhungen der Serum-Fibrinogenspiegel sowie gesteigerte Thrombozyten-aktivierung und - aggregation gefunden worden.
Die AG Kreislauf und Schlaf der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) untersucht im Rahmen einer Multizenter-Fall-Kontroll-Studie die Prävalenz schlafbezogener Atmungsstörungen an einer großen Fallzahl von Patienten mit tiefer Beinvenenthrombose und/oder Lungenembolie. Um den Einfluss der OSA auf das thromboembolische Risiko näher zu charakterisieren, werden Patienten mit vs. ohne tiefe Beinvenenthrombose und/oder Lungenembolie bei gleichzeitiger Erfassung etablierter Risikofaktoren für Thromboembolien verglichen.

Kontakt: michael.arzt@klinik.uni-regensburg.de

__________________________________________________

Datenbank für Patienten mit präkapillärer pulmonaler Hypertonie

Leitung: Dr. T. Lange, Prof. M. Pfeifer
MitarbeiterInnen: Frau C. Cordes

Als Pulmonale Hypertonie (PH) ist die Erhöhung des invasiv mittels Rechtsherzkatheter gemessenen pulmonalarteriellen Mitteldrucks (PAm) ≥ 25 mmHg in Ruhe definiert. Der normale PAm liegt bei 14 ± 3 mmHg, der Druckbereich zwischen 20 und 24 mmHg gilt als Grenzbereich (sog. Borderline PH), in welchem der Krankheitswert zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht geklärt ist. Die früher existierende Definition der sog. belastungsinduzierten PH (PAm > 30 mmHg) wurde im Rahmen der Weltkonferenz für Pulmonale Hypertonie in Dana Point, CA, 2008 abgeschafft, da auch bei Gesunden bereits bei leichter Belastung dieser Wert überschritten werden kann.
Die PH bezeichnet somit einen pathophysiologischen Zustand, dem verschiedene Ursachen zugrunde liegen können. Seit 1998 (Weltkonferenz für PH in Evian) werden nach der Ätiologie fünf Gruppen unterschieden, die auf den nachfolgenden Weltkonferenzen (2003 in Venedig, 2008 in Dana Point und zuletzt 2013 in Nizza) ergänzt und modifiziert wurden. Die Gruppen 2 (PH bei Linksherzerkrankungen), 3 (PH bei Lungenerkrankungen / Hypoxämie), 4 (chronisch thrombembolische PH) und 5 (verschiedene Ursachen, u.a. Sarkoidose) wurden früher als "sekundäre PH" bezeichnet. Die vor 1998 als "primäre PH" (PPH) bezeichnete Form bildet heute die Gruppe 1 der genannten Klassifikation, für welche heute der Begriff "Pulmonalarterielle Hypertonie" (PAH) reserviert ist.
Die PAH ist eine sehr seltene, aber schwere Erkrankung, die unbehandelt im Durchschnitt knapp drei Jahre nach Diagnosestellung zum Tod der Patienten führt. In den letzten Jahren wurden verschiedene "gezielte PAH-Medikamente" entwickelt, in klinischen Studien getestet und für die Therapie der PAH zugelassen (Prostanoide, Endothelinrezeptorantagonisten, Phosphodiesterasehemmer, löslicher Guanylatzyklase-Stimulator). Diese führen zu einer Verbesserung der Belastbarkeit, der Lebensqualität und höchstwahrscheinlich zur Verlängerung des Überlebens der Patienten.
Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung sowie der Komplexizität der Differenzialdiagnostik wird die Erkrankung in spezialisierten Zentren behandelt.

In der Datenbank werden alle Patienten mit präkapillärer PH erfasst, die in der Ambulanz für PH am Uniklinikum Regensburg betreut werden und ihr Einverständnis für die Datenerfassung gegeben haben. Es handelt sich dabei um eine reine Beobachtungsstudie, gezielte Interventionen finden nicht statt.
Ziel der Datenerhebung ist die Ermöglichung von Vergleichen mit internationalen Registern der Erkrankung (Qualitätssicherung), Auswahl von geeigneten Patienten für klinische Studien und Sammlung von Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten unter gezielter PAH-Therapie.

Förderung durch die Firma Pfizer (vormals Encysive) 2008 bis 2010.
Kontakt: tobias.lange@klinik.uni-regensburg.de

__________________________________________________

Klinische Studien bei Patienten mit Pulmonaler Hypertonie (PH)

Leitung: Dr. T. Lange, Prof. M. Pfeifer 

MitarbeiterInnen: Prof. Dr. C. Schulz, Dr. S. Regotta, Frau C. Cordes (Study Coordinator), Frau S. Bachmann (Study Nurse)

Ambrisentan for Inoperable Chronic Thromboembolic Pulmonary Hypertension

EXPERT-Register (EXPosurE Registry RiociguaT in patients with pulmonary hypertension)

FREEDOM-EV: Trial of the Early Combination of Oral Treprostinil With a PDE-5 Inhibitor or ERA in Subjects With Pulmonary Arterial Hypertension

RAPID: A 16 week, open label, multi-centre study to evaluate the safety, tolerability and pharmakodynamic effects of a rapid dose titration regimen of subcutaneous Remodulin® therapy in subjects with pulmonary arterial hypertension

AMBITION: A Randomised, Multicenter Study of First-Line Ambrisentan and Tadalafil Combination Therapy in Subjects With Pulmonary Arterial Hypertension (PAH)

COMPASS 2: Effects of Combination of Bosentan and Sildenafil Versus Sildenafil Monotherapy on Morbidity and Mortality in Symptomatic Patients With Pulmonary Arterial Hypertension - A Multicenter, Double-blind, Randomized, Placebo-controlled, Parallel Group, Prospective, Event Driven Phase IV Study

GRIPHON: A Multicenter, Double-blind, Placebo-controlled Phase 3 Study to Demonstrate the Efficacy and Safety of ACT-293987 in Patients With Pulmonary Arterial Hypertension

IMPRES: A 24-week Randomized Placebo-controlled, Double-blind Multi-center Clinical Trial Evaluating the Efficacy and Safety of Oral QTI571 as an add-on Therapy in the Treatment of Severe Pulmonary Arterial Hypertension: Imatinib in Pulmonary Arterial Hypertension, a Randomized, Efficacy Study

RESPITE: Riociguat Clinical Effects Studied in Patients With Insufficient Treatment Response to Phosphodiesterase-5 Inhibitor

COMPERA-Register

© Universitätsklinikum Regensburg | Impressum | Datenschutz
Letzte Aktualisierung: 29.05.2017 | Online-Redaktion
Patienten/Besucher
Einweiser
Studierende
Wissenschaftler
Über uns
Beruf und Karriere
Universität Regensburg
Facebook
Twitter
Youtube