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Ein krankhafter Herzrhythmus kann unregelmäßig, zu schnell (tachykard) oder zu langsam (bradykard) sein. Ein Herzschrittmacher erkennt eine Herzrhythmusstörung und wird darauf programmiert, entweder einen Impuls abzugeben oder darauf zu warten, dass das Herz von selbst schlägt.

Einkammer-System
Ein Einkammer-Schrittmacher besitzt eine Elektrode, die entweder im rechten Vorhof (Sinusknotensyndrom) oder häufiger im rechten Ventrikel (Störung der Reizleitung des Herzen) fixiert wird.
Zweikammer-System
Ein Zweikammer-Schrittmacher besitzt zwei Elektroden. Diese werden im rechten Vorhof und im rechten Ventrikel positioniert. Das Zweikammersystem kann herzeigene Aktionen beider Kammern gleichzeitig wahrnehmen und im Bedarfsfall Stimulationsimpulse abgeben. Hierdurch können sich die Herzkammern aufeinanderabgestimmt kontrahieren.
Dreikammer-System
Man nennt diese Systeme auch biventrikuläre Herzschrittmacher. Die Therapieform, die diese Systeme abgeben, wird als Cardiale Resynchronisationstherapie (CRT) bezeichnet. Beim CRT-System wird zusätzlich zur Elektrode im rechten Vorhof und im rechten Ventrikel eine dritte Elektrode in einer Koronarvene platziert. Dabei handelt es sich um eine Vene, die an der linken Außenseite des Herzens entlangläuft. Mit diesem System kann die Pumpleistung des Herzens verbessert werden.

Einige Patienten profitieren von Schrittmachersystemen (z.B.: VVIR), die automatisch die Stimulationsfrequenz anheben können. Diese Herzschrittmacher besitzen einen Sensor für die körperliche Aktivität und können so die Häufigkeit der abgegebenen elektrischen Impulse an die jeweilige Körperaktivität anpassen. So wird zum Beispiel bei körperlicher Belastung die Stimulationsfrequenz erhöht, damit der Sauerstoffbedarf des Körpers sichergestellt wird. In Ruhe wird die Frequenz entsprechend herabgesetzt.