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Informationen zu folgenden Stichwörtern:
Fehlende Ohrmuschel, kleine Ohrmuschel, Ohrmuschelfehlbildung
Ohrmuschelaufbau, Ohrmuschelrekonstruktion, Mikrotieoperation
Gehörgangsverschluss, Gehörgangsatresie, fehlender Gehörgang
Hörverbessernde Operation, Gehörgangsplastik, Mittelohrrekonstruktion
Mittelohrimplantat, Symphonics, Carina, Vibrant Soundbridge
Rippenknorpel, Medpor, Epithese
Durch Mikrotie Operationen wird eine nicht vorhandene (Anotie) oder unvollständig ausgebildete Ohrmuschel wiederhergestellt. Typischerweise werden die Eingriffe an Kindern durchgeführt, die ohne Ohr bzw. Ohren geboren wurden. Auch Verluste der Ohrmuschel durch einen Unfall oder eine andere Erkrankung können ggf. rekonstruiert werden.
Die natürliche Ohrmuschel besteht aus Knorpel. Als Ersatz für dieses stabile, dünne und elastische Gewebe wird in der Regel Knorpel aus der Rippe der/des Patientin/en entnommen. Auch der Einsatz synthetischer Materialien ist beschrieben. Die Operationen finden in der Regel um das 8. oder um das 12. Lebensjahr statt. Diese Entscheidung treffen Sie nach eingehenden Beratungen mit den ärztlichen Teams.
Häufig ist auch das Hörvermögen auf dem betroffenen Ohr eingeschränkt. Daher ist es empfehlenswert, daß Patient(inn)en mit solch komplexen Fehlbildungen von einer Reihe von Spezialisten betreut und behandelt werden. Dazu gehören Pädaudiologen, Phoniater, Mittelohrchirurgen, plastische Gesichtschirurgen sowie auf die Bedürfnisse der oft kleinen Patienten spezialisierte Pflegekräfte. All dies bietet die Regensburger Uni-HNO-Klinik.
Wird ein Kind mit einem fehlgebildeten Ohr geboren, besteht Informationsbedarf seitens der Eltern. Wichtige Fragen schliessen ein: Hat mein Kind zusätzliche Fehlbildungen? Wie gut hört mein Kind? Welche Behandlungsmaßnahmen sind möglich, sinnvoll, und zu welchen Zeitpunkt sollten diese erfolgen.
Die Beantwortung dieser Fragen erfordert eine exzellente Kenntniss der/des individuellen Patientin(en) seitens der Ärzte und häufig wiederholte Untersuchungen und Beratungen über Jahre.
Eine wichtige Entscheidung ist, wie das Hörvermögen des betroffenen Ohres behandelt werden sollte. In der Regel ist es notwendig, mittels eines Computertomogramms (CT) die Struktur des Mittelohres darzustellen. Auch wenn das andere Ohr normal hörend ist und das Kind sich adäquat entwickelt, sollte dennoch das Hörvermögen auch auf dem betroffenen Ohr korrigiert werden.
Prinzipiell kommen bezüglich des Hörens verschiedene Maßnahme in Betracht: Ein Hörgerät, eine Wiederherstellung des Gehörgangs und Trommelfells durch Operation, ein durch einen Stift am Knochen fixiertes Hörgerät (BAHA), oder ein komplett im Knochen implantiertes Hörgerät.
Sollten Sie Fragen haben oder eine Beratung wünschen, so wenden Sie sich bitte an das Sekretariat Plastische Gesichtschirurgie. Bitte weisen Sie die Sekretärin darauf hin, dass Sie eine Beratung bezügliche eines Ohrmuschelwiederaufbaus, nicht wegen einer Ohranlegeplastik wünschen. So erhalten Sie gleichzeitig einen Termin in unserer Abteilung für kindliche Hörstörungen.
Prof. Dr. Holger Gassner
Plastische Gesichtschirurgie
Universitäts-HNO-Klinik Regensburg
Zur Anreise z.B. aus den Räumen Regensburg, München, Ingolstadt, Landshut, Nürnberg, Weiden, Erlangen, Hof, Bayreuth, Passau, Würzburg, Frankfurt, Stuttgart klicken Sie bitte auf den Link "Anreise".