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HNO-Klinik

Schwindelerkrankungen

Informationen zu den Stichwörtern:

  • Vestibularisausfall
  • Morbus Menière
  • BPLS
  • Labyrinthitis
  • psychogener Schwindel
  • Videookulographie
  • kalorische Prüfung
  • Kopf-Impulstest

Schwindel gehört zu den häufigsten Beschwerden. Schwindel ist lediglich ein Symptom und umfasst verschiedene subjektive Empfindungen. Der Schwindel kann auftreten als Drehschwindel, als Schwankschwindel oder Liftschwindel. Häufig zeigt er sich nur als eine Art Unsicherheit. Er kann auch provozierbar sein durch bestimmte Kopf- und Körperbewegungen. Für die HNO-Klinik stehen die Störungen des peripheren Gleichgewichtsorgans im Vordergrund. Daneben können auch kreislaufbedingte Ursachen vorhanden sein, wie z.B. ein niedriger Blutdruck oder Rhythmusstörungen.

Die wichtigsten peripher-vestibulären Störungen sind:

Die Vestibularisprüfung beinhaltet die Untersuchung mit der Frenzel-Brille, die Prüfung der vestibulospinalen Funktionen, die Prüfung der Hirnnervenfunktionen und die Kleinhirn-Koordination. Daraufhin erfolgt die experimentelle Gleichgewichtsuntersuchung mit Hilfe der Videookulographie. Die kalorische Prüfung erlaubt die seitengetrennte Untersuchung des Gleichgewichtsorgans. Hierbei wird der Gehörgang mit warmem und kaltem Wasser gespült und damit das Gleichgewichtsorgan stimuliert. Der Kopf-Impuls-Test und die vestibulär evozierten Potenziale erlauben auch eine Prüfung der otolithen Organe (Sacculus, Utriculus).

Die Therapie der einzelnen vestibulären Erkrankungen wird individuell durchgeführt.

Die Therapie des Vestibularisausfalls besteht in einer Infusionstherapie zur Verbesserung der Durchblutung des Gleichgewichtsorgans. Eine krankengymnastische Übungsbehandlung soll die Koordination besonders schnell wieder reaktivieren.

Die Therapie des M. Menière ist meist operativ. Zum einen kann eine Saccotomie des Saccus endolymphaticus den Ohrdruck sehr schnell beseitigen und ggf. das Hörvermögen verbessern. Im Zentrum der Menière-Therapie steht an der Regensburger Uni-HNO-Klinik die Gentamicin-Therapie. Durch eine gezielte Injektion von geringen Mengen des Antibiotikums Gentamicin in die Paukenhöhle soll die Produktion von Endolymphe in den dunklen Zellen reduziert werden. Meist sind 3-6 Injektionen in einem Abstand von 6 Wochen notwendig, bis die Menière-Anfälle weitgehend sistieren.

Im Zentrum der Therapie des benignen paroxysmalen Lagerungsschwindels steht das Befreiungsmanöver. Bei dieser Erkrankung gelangen kleine Kalziumkristalle meist in den hinteren Bogengang. Durch das Befreiungsmanöver werden diese Kristalle aus dem hinteren Bogengang befreit und zurück in den Utriculus verlagert. Häufig ist der Betroffene nach einem Befreiungsmanöver wieder beschwerdefrei. Führt dieses Befreiungsmanöver mittelfristig nicht zu einem Erfolg, kann der hintere Bogengang operativ verschlossen werden.

Die Labyrinthitis wird nach der Ursache behandelt. Meist liegt eine chronische Mittelohrentzündung mit Ausbildung eines Cholesteatoms und einer Labyrinthfistel vor. Der sanierende Eingriff des Mittelohrs beseitigt die Ursachen.

Findet sich ein psychogener Schwindel, so ist die Kooperation mit einem Psychologen hilfreich. Auch eine medikamentöse Unterstützung kann eine sofortige Verbesserung erzielen.

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Vestibularis-Sprechstunde (Schwindel)  Tel. 0941 944-9442 
Privatsprechstunde Prof. Dr. Jürgen Strutz:
Frau Geisenberger 
Tel. 0941 944-9406 
 
  
Zur Anreise, z. B. aus den Räumen Regensburg, München, Ingolstadt, Landshut, Nürnberg, Weiden, Erlangen, Hof, Bayreuth, Passau, Würzburg, Frankfurt, Stuttgart klicken Sie bitte auf den Link Anreise.
  
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Letzte Aktualisierung: 09.10.2014 | Online-Redaktion
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