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HNO-Klinik

Mundhöhlen-Chirurgie

Informationen zu den Stichwörtern:

  •  Geschmackstörung
  • Mandeln (Tonsillen)
  • Laser-Tonsillotomie
  • Leukoplakie
  • bösartige Tumoren (Zunge, Mundboden, Wange, Gaumen)

In der Mundhöhle finden sich Geschmacksknospen an der Zunge und am Zungengrund. Diese Geschmacksknospen sind zuständig für das Erfassen der Geschmacksqualitäten süß, sauer, salzig und bitter. Chronische Entzündungen der Mundschleimhaut, aber auch Medikamente oder hormonale Störungen können zu einer Geschmacksstörung oder sogar zu einem Ausfall des Geschmackssinnes führen. Eine eingehende Untersuchung und ggf. eine medikamentöse Therapie können bei diesen Störungen hilfreich angewendet werden. Das gleiche gilt für das unangenehme Symptom des Zungenbrennens.
  

Mandeln (Tonsillen)

Auch wenn die Mandeln (Tonsillen) anatomisch zum Rachen gehören, springen sie bei der Untersuchung der Mundhöhle sofort ins Blickfeld. Liegt eine chronische Mandelentzündung vor, so ist eine Mandelentfernung (Tonsillektomie) oft hilfreich. Dies gilt insbesondere dann, wenn gleichzeitig die Nieren, die Gelenke oder die Herzklappen beteiligt sind. Auch bei chronischem Mundgeruch sind häufig die Mandeln erkrankt. Kleine weiße "Brocken" in den Mandeln deuten auf eine chronische Aktinomykose-Infektion der Mandeln hin.

Kleine Kinder brauchen die Mandeln für den Aufbau des Immunsystems. Deshalb empfehlen wir bei kleinen Kindern nicht die Mandelentfernung (Tonsillektomie), sondern die Teilentfernung mit dem CO2-Laser (Laser-Tonsillotomie). Dies gilt insbesondere dann, wenn die Mandeln groß sind und die Kinder eine nächtliche Atemstörung aufweisen. Hierzu gehören ein ausgeprägtes Schnarchen und ein Schlafen mit nach hinten überstreckten Kopf. Diese Laser-Tonsillotomie erweitert die Atemwege und erlaubt gleichzeitig den Aufbau der Immunabwehr.
  

Gutartige Tumoren der Mundhöhle: Papillome, Fibrome, Ranula

Die häufigsten gutartigen Tumoren der Mundhöhle sind entweder glatt begrenzt (Fibrome) oder sie imponieren wie eine kleine Himbeere (Papillome). Diese gutartigen Tumoren können meist in ambulanter Betäubung entfernt werden.

Glatt begrenzte bläuliche Tumoren unter der Zunge (Mundboden) gehen meist von der Unterzungenspeicheldrüse aus. Es sind Retentionszysten, d.h. der Speichel kann durch ein verletztes Gangsystem nicht mehr abfließen und staut sich auf. Wir bezeichnen diese Retentionszysten der Unterzungenspeicheldrüse als Ranula. Die Therapie besteht in der vollständigen Entfernung der Ranula unter Vergrößerungschirurgie.
  

Leukoplakie

Ein weißer nicht abwischbarer Fleck auf der Schleimhaut stellt eine Leukoplakie dar. Sie ist meist harmlos, kann aber auch eine Vorstufe einer bösartigen Schleimhauterkrankung darstellen. Jede Leukoplakie sollte vom Hausarzt oder – besser – vom Hals-Nasen-Ohrenarzt inspiziert werden. Oft empfiehlt sich die Entnahme einer Probe aus der Leukoplakie, um eine bösartige Tumorentwicklung ausschließen zu können.
  

Bösartige Erkrankungen der Mundhöhle

Am Universitätsklinikum Regensburg existiert das KOPF-HALS-TUMORZENTRUM, das größte seiner Art in Bayern. Hier arbeiten eng mit dem HNO-Arzt zusammen der Strahlentherapeut, der Kieferchirurg und der Onkologe, um den möglichst besten und schonendsten Heilungsweg auszuwählen.

Bösartige Tumoren der Mundhöhle treten besonders häufig an der seitlichen Zunge, am Mundboden, am weichen Gaumen und an der Wangenschleimhaut auf. Diese Tumoren haben keine glatte, sondern eine unregelmäßige Oberfläche, oft mit einem verdickten weißlichen Rand und einem zentralen Geschwür. Fast alle bösartigen Tumoren der Mundhöhle sind Karzinome, d.h. sie gehen von der Schleimhaut aus. Risikofaktoren für diese Tumoren sind Nikotin und Alkohol. Die Tumoren wachsen langsam, häufig sind die ersten Symptome ein Schmerzen beim Schlucken oder ausstrahlende Schmerzen in das Ohr.

Besteht der V.a. einen bösartigen Tumor der Mundhöhle, so muss zunächst eine Probe vom HNO-Arzt genommen werden, um die Art des Tumors zu klären. Kleine Tumoren können mit dem CO2-Laser gewebeschonend entfernt werden. Bei großen Tumoren muss neben der vollständigen Entfernung des Tumors eine Rekonstruktion des entfernten Gebietes erfolgen. Hierzu kommen Hauttransplantationen aus dem Hals oder aus dem Unterarm in Frage. Ziel der Operation ist die vollständige Tumorentfernung und ein gutes funktionelles Ergebnis in Bezug auf die Schluckfunktion und die Sprechfunktion. Meist werden in der gleichen Operation vergrößerte Halslymphknoten operativ mit entfernt (Neck dissection).

Nach Abschluss der Wundheilung werden meist Rehabilitationsmaßnahmen in der von uns geleiteten Rehabilitationsklinik in Bad Gögging durchgeführt.

Terminvereinbarung   
Allgemeine Ambulanz  Tel. 0941 944-9410 
Privatsprechstunde Prof. Dr. Jürgen Strutz:
Frau Geisenberger 
Tel. 0941 944-9406 
 
 
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Letzte Aktualisierung: 14.12.2017 | Online-Redaktion
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