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Mittelohrchirurgie

Implantierbare Knochenleitungs-Hörgeräte, BAHA

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Bei Ohrmuschelfehlbildungen kann der Gehörgang zu eng oder nicht angelegt sein. Daraus resultiert eine Schwerhörigkeit, da der Schall das Innenohr nur gedämpft erreicht. Nach der Branemark-Methode ist hierfür ein knochenverankertes Hörgerät sehr hilfreich. Hierzu wird eine einzelne Titanschraube im Knochen hinter der Ohrmuschel eingepflanzt; über diese feste Verbindung erfolgt dann die Schallzuführung über den Knochen direkt auf das Innenohr. Auf die Titanschraube wird dann ein spezielles Hörgerät aufgesteckt. Die akustischen Eigenschaften sind in aller Regel sehr gut. Wir versuchen mit einer einzigen Operation auszukommen. Die Haut um die Titanschraube muss vom Träger regelmäßig gereinigt und sorgfältig gepflegt werden.

Teilimplantierbare Hörgeräte
Wenn ein Hörgerät nicht vertragen wird oder wenn der Gehörgang nicht angelegt ist, dann kann ein implantierbares Hörgerät zu einem exzellenten Hörergebnis führen. Auch Ohren, die mehrere gehörverbessernde Operationen erhielten (Tympanoplastik), ohne dass eine befriedigende Hörverbesserung eingetreten ist, sind für ein teilimplantierbares Hörgerät häufig gut geeignet. Wir verwenden das Vibrant Soundbridge-System der Firma Med-El. Der Vorteil dieses teilimplantierbaren Systems liegt darin, dass meist die Einheit der Gehörknöchelchen: Hammer-Amboss-Steigbügel erhalten bleibt und der Stimulator lediglich am Amboss und Steigbügel fixiert werden muss.

Die implantierten Patienten berichten übereinstimmend über eine natürliche Klangqualität ohne Pfeifen als Hinweis eines Rückkoppelungseffektes. Der äußere Audioprozessor hat die Form eines Knopfes und beinhaltet Mikrofon, Prozessor, Batterie und Magneten. Er kann jederzeit abgenommen werden.

Damit kann jeder Sport, wie Rad fahren, Joggen, Tennis oder Golf durchgeführt werden. Beim Schwimmen nimmt man einfach den äußeren Prozessor ab, damit er im Wasser keinen Schaden nimmt.

Eine Sondersituation stellt die Stimulation des "runden Fensters" dar. Wenn durch Mittelohrfehlbildungen die 3 Gehörknöchelchen nicht vorhanden sind oder nach vorangegangenen Mittelohroperationen entfernt werden mussten, so kann der Stimulator auch direkt an das "runde Fenster" positioniert werden. Man hört dann über das "runde Fenster" (und nicht wie sonst über das "ovale Fenster") ohne dass ein Gehörknöchelchen für eine Schallübertragung benutzt werden muss. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel 4–5 Tage.

Cochlear-Implant-Chirurgie
Bei einer hochgradigen Schwerhörigkeit oder Taubheit wird heute mit Hilfe eines "elektronischen Innenohres" (Cochlear Implant) wieder ein Hörvermögen erzielt. Hierbei kommt es zu einer elektrischen Stimulation des Hörnerven und der Hörnervenzellen (Ganglion spirale). Dieses Verfahren eignet sich sowohl für Säuglinge, Kleinkinder als auch für Erwachsene.

Für weitere Informationen zum Cochlear Implant blättern Sie bitte weiter zum Schwerpunkt "Cochlear Implant Chirurgie" oder klicken Sie hier.

 
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Allgemeine Ambulanz  Tel. 0941/944-9410 
Privatsprechstunde Prof. Dr. Jürgen Strutz:
Frau Geisenberger 
Tel. 0941/944-9406 
 

 
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Letzte Aktualisierung: 29.11.2010 | Online-Redaktion
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