Informationen zu den Stichwörtern:
Heiserkeit, Schluckstörung (Dysphagie), Stimmbandpolyp, Kehlkopfpapillome, stimmverbessernde Operation, bösartige Erkrankungen, Laser-Therapie
Die ersten und wichtigsten Symptome einer Kehlkopferkrankung sind die Heiserkeit und die Schluckstörung (Dysphagie). Diese Erkrankungen können durch gutartige Prozesse des Kehlkopfes hervorgerufen werden. Auch funktionelle Störungen der Kehlkopfbewegung beim Schlucken können hierdurch verursacht sein. Aber auch bösartige Tumoren des Kehlkopfes sind häufig – auch hier dominieren als erste Symptome die Heiserkeit und die Schluckstörung. Die Operationen am Kehlkopf werden in Narkose durchgeführt. Dazu kann eine besondere Beatmungstechnik, die Jet-Ventilation notwendig sein.
Am Universitätsklinikum existiert das KOPF-HALS-TUMORZENTRUM, das größte seiner Art in Bayern. Hier arbeiten eng zusammen mit dem HNO-Arzt der Kieferchirurg, der Augenchirurg, der Strahlentherapeut und der Onkologe, um den möglichst besten und schonendsten Heilungsweg für den Patienten auszuwählen.
Stimmbandpolyp, Stimmbandknötchen
Ein Stimmbandpolyp bzw. Stimmbandknötchen sind gutartige Veränderungen der Schleimhaut. Sie beruhen meistens auf einer Überbeanspruchung des Kehlkopfes durch lautes Sprechen, lautes Singen und lautem Rufen. Sie führen zu einer Heiserkeit. Diese gutartigen Tumoren können mit Hilfe des Operationsmikroskopes und dann mit oder ohne CO2-Laser abgetragen werden. Der stationäre Aufenthalt beträgt 2-3 Tage. Anschließend ist eine Stimmschonung für ungefähr 10-14 Tage zu empfehlen.
Kehlkopfpapillome
Kehlkopfpapillome werden hervorgerufen durch eine Infektion mit Papillomviren. Es kommt langsam zu einer zunehmenden Einengung der Luftwege mit Heiserkeit und gelegentlich auch Atemnot. Die himbeerartigen Papillome können mit dem CO2-Laser oder besonders schonend mit dem Micro-Debreader unter dem Operationsmikroskop abgetragen werden. Wir injizieren in gleicher Sitzung ein virushemmendes Mittel (Virostatikum), das die Virenneubildung unterdrückt. So kann die Anzahl der notwendigen Operationen deutlich reduziert werden.
Stimmverbessernde Operationen
Funktionelle Störungen des Kehlkopfes führen zu einer Heiserkeit. Eine gezielte logopädische Therapie kann die Stimme häufig verbessern. Bei einer Altersstimme kann durch Injektion von Collagen, Hyaloronsäure oder Fetttransplantation die Stimmqualität wesentlich verbessert werden.
Nach Entfernung von bösartigen Kehlkopftumoren oder nach einer einseitigen Stimmbandlähmung (Rekurrenslähmung) kann eine stimmverbessernde Operation notwendig sein. Hierbei können wir drei Verfahren anbieten:
Die Operationen von außen (Thyreoplastik) haben das Ziel, dass die gelähmte Kehlkopfseite sich dem nicht gelähmten Stimmband annähert. Dadurch steigt die Stimmqualität. Erreicht werden soll jeweils ein möglichst vollständiger Schluss beider Stimmbänder während der Stimmgebung.
Leukoplakie
Eine Leukoplakie ist ein weißer Fleck auf der Schleimhaut, z.B. auf einem oder auf beiden Stimmbändern. Dieser weiße Fleck kann nicht abgehustet werden. Es kann eine chronische Entzündung sein, kann aber auch eine Vorstufe einer bösartigen Kehlkopferkrankung darstellen. Mit Hilfe des Operationsmikroskopes wird die Leukoplakie mikrochirurgisch abgetragen und histologisch untersucht und eingeordnet.
Bösartige Erkrankungen des Kehlkopfes (Kehlkopf-Karzinom)
Das erste und wichtigste Symptom eines Kehlkopf-Krebses ist die Heiserkeit. Eine Heiserkeit, die mehr als 3 Wochen andauert, muss weiter durch den HNO-Arzt abgeklärt werden. Bösartige Erkrankungen des Kehlkopfes treten besonders bei Rauchern auf. Eine Untersuchung in Narkose (Mikrolaryngoskopie) erlaubt unter dem Operationsmikroskop die exakte Ausdehnung des Tumors. Kleine (T1) und mittelgroße (T2) Kehlkopf-Karzinome können besonders günstig und schonend mit dem CO2-Laser entfernt werden. Sehr große Kehlkopf-Karzinome, die spät erkannt werden, erfordern oft eine vollständige Organentfernung. Aber auch hier können wir eine günstige Stimmrehabilitation anbieten: gleichzeitig zur Organentfernung des Kehlkopfes setzen wir ein Sprechventil ein, um eine frühzeitige Stimmrehabilitation zu ermöglichen. Nach Abschluss der akuten Heilungsphase erfolgen regelmäßige Reha-Maßnahmen in der von uns geleiteten Rehabilitationsklinik in Bad Gögging.
| Terminvereinbarung | |
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| Allgemeine Ambulanz | Tel. 0941/944-9410 |
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Privatsprechstunde Prof. Dr. Jürgen Strutz: Frau Geisenberger |
Tel. 0941-944-9406 |