Die Operationen von gutartigen Prozessen des Kehlkopfes werden fast ausschließlich mit Hilfe des Mikroskopes als mikrochirurgische Eingriffe durchgeführt. Die Operationen erfolgen in Narkose. Dazu kann eine besondere Beatmungstechnik, die Jet-Ventilation notwendig sein.
Ein Stimmbandpolyp bzw. Stammbandknötchen sind gutartige Veränderungen der Schleimhaut. Sie führen zu einer Heiserkeit und können mikrochirurgisch mit und ohne CO2-Laser abgetragen werden. Anschließend ist eine Stimmschonung für 7–10 Tage zu empfehlen.
Weiterführende Informationen hierzu finden Sie im HNO-Buch:
J. Strutz/W. Mann: Praxis der HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Thieme Verlag 2001, S. 694–697.
Kehlkopfpapillome werden hervorgerufen durch Papillomviren. Es kommt zu einer Einengung der Luftwege mit Heiserkeit und gelegentlich Atemnot. Die himbeerartigen Papillome können mit dem CO2-Laser oder besonders schonend mit dem Micro-Debreader unter dem Operationsmikroskop abgetragen werden. Wir injizieren in gleicher Sitzung ein Virostatikum, ein Mittel, das die Virenneubildung unterdrückt.
Weiterführende Informationen hierzu finden Sie im HNO-Buch:
J. Strutz/W. Mann: Praxis der HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Thieme Verlag 2001, S. 694–697.
Bei einer einseitigen Stimmbandlähmung (Rekurrenslähmung) oder nach Entfernung von bösartigen Kehlkopftumoren kann eine stimmverbessernde Operation (Laryngoplastik) durchgeführt werden. Hier bieten wir drei Verfahren an:
Ziel ist jeweils ein möglichst vollständiger Schluss beider Stimmbänder bei der Stimmgebung (Phonation).
Weiterführende Informationen hierzu finden Sie im HNO-Buch:
J. Strutz/W. Mann: Praxis der HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Thieme Verlag 2001, S. 713–716.
Eine Leukoplakie ist ein weißer Fleck auf der Schleimhaut eines oder beider Stimmbänder, der nicht abgehustet werden kann. Er kann eine Vorstufe einer bösartigen Kehlkopferkrankung darstellen. Mit Hilfe des Operationsmikroskopes wird die Leukoplakie mikrochirurgisch abgetragen und histologisch untersucht.
Bösartige Erkrankungen des Kehlkopfes treten besonders bei Rauchern häufig auf. Eine Heiserkeit, die mehr als 3 Wochen andauert, muss weiter abgeklärt werden. Kleine (T1) und mittelgroße (T2) Kehlkopf-Karzinome können günstig mit dem CO2-Laser unter dem Operationsmikroskop entfernt werden, günstig gelegene große Tumoren (T3) lassen sich ebenfalls mit dem Laser über die Mundhöhle entfernen. Sehr große Kehlkopf-Karzinome (T4) erfordern oft eine vollständige Organentfernung; hierbei wird gleichzeitig in einer aufwändigen Operation von außen ein Sprechventil eingesetzt, um eine frühzeitige Stimmrehabilitation zu ermöglichen. Nach Abschluss der akuten Heilungsphase erfolgen regelmäßig Reha-Maßnahmen in der von uns geleiteten Rehabilitationsklinik in Bad Gögging.
Weiterführende Informationen hierzu finden Sie im HNO-Buch:
J. Strutz/W. Mann: Praxis der HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Thieme Verlag 2001, S. 698–712.