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HNO-Klinik

Cochlear Implant Chirurgie

Informationen zu den Stichwörtern:

  • hochgradige Schwerhörigkeit
  • Taubheit
  • progressive Schwerhörigkeit
  • Cochlear Implant
  • Hybrid-CI
  • einseitige Ertaubung

Bei einer beidseitigen hochgradigen Schwerhörigkeit oder Taubheit/Gehörlosigkeit kann heute mit Hilfe eines "elektronischen Innenohres", einem sog. Cochlear Implant, ein Hörvermögen erzielt werden. Dieses Verfahren eignet sich sowohl für Säuglinge und Kleinkinder als auch für Erwachsene in jedem Alter.

Bei folgenden Situationen ist ein Cochlear Implant notwendig:

  1. Angeborene hochgradige Schwerhörigkeit, Ertaubung und Gehörlosigkeit.
    Durch das eingeführte Neugeborenen-Hörscreening kann die Diagnose "hochgradige Schwerhörigkeit" oder "Gehörlosigkeit" in den ersten sechs Lebensmonaten diagnostiziert werden. Als ideale Rehabilitationsmaßnahme hat sich die beidseitige Cochlear Implant-Operation erwiesen. Die Operation sollte möglichst frühzeitig erfolgen, z.B. ab dem 10. Lebensmonat, also um das 1. Lebensjahr. Je früher operiert werden kann, desto besser das Rehabilitationsergebnis. Eine beidseitige CI-Implantation ist unbedingt zu empfehlen.
      
  2. Bei einer progressiven Schwerhörigkeit (z.B. nach mehreren Hörsturz-Episoden) entwickelt sich eine hochgradige Schwerhörigkeit oder Ertaubung. Diese betroffenen Kinder und Erwachsenen haben aufgrund des vorher bestehenden guten Gehörs eine normale Sprache entwickelt. Jetzt gilt es, dieses ausgefallene Hörorgan mit einem Cochlear Implant "wieder einzuschalten". Auch hier ist die beidseitige Operation zu empfehlen.
      
  3. Besteht noch ein gut nutzbares Restgehör für die tiefen Frequenzen, so empfiehlt sich die Implantation eines speziellen Cochlear Implants, nämlich eines Hybrid-CI’s. Beim Hybrid-CI ist die Stimulationselektrode besonders dünn und kurz, um das Hörvermögen in den tiefen Frequenzen zu erhalten; dann stimuliert die kurze Elektrode nur die mittleren und hohen Frequenzen. Die tiefen Frequenzen werden durch das integrierte Hörgerät verstärkt. Hierdurch kann ein besonders gutes Sprachverstehen erzielt werden.
      
  4. Nach einer einseitigen Ertaubung (z.B. nach einem Hörsturz) kann das ausgefallene Ohr neuerdings mit einem CI rehabilitiert werden. Ziel dieser Indikation ist die Rehabilitation des ausgefallenen Hörorgans. Damit kann ein räumliches Hören und eine Verbesserung der Spracherkennung im Störschall erzielt werden.Insbesondere kann ein auf dem tauben Ohr vorhandener Tinnitus durch die Höreindrücke mit dem CI verdeckt werden.

Unser besonders erfahrenes Cochlear Implant-Team besteht aus 2 Operateuren (Prof. Strutz, Dozentin Dr. Kwock) sowie aus Prof. Kummer als Pädaudiologen, Dr. Steffens und sein Team als Audiologen sowie Logopäden, Schwestern und Sekretärinnen. Sie werden bei jedem Schritt von unserem Team begleitet und durch überschaubare, gut organisierte Planung und kurze Wartezeiten persönlich betreut.

In unsereren Sprechstunden bieten wir Ihnen die Möglichkeit einer ausführlichen Beratung über Cochlear Implantate. Für die Nachsorge-Untersuchungen können wir einen kurzfristigen Termin ermöglichen.

Die Voruntersuchung vor CI-Operation besteht aus einer Röntgen-Untersuchung (Computertomographie, Kernspintomographie) sowie präzisen audiologischen Untersuchungen. Kurzfristige Termine erhalten Sie über unser Sekretariat, die Untersuchungen erfolgen dann ambulant oder stationär.

Während des 4-tägigen stationären Aufenthaltes nach der Operation kann man sich in der modernsten Uni-HNO-Klinik unbesorgt erholen.

Das BAYERISCHE COCHLEAR IMPLANT CENTRUM (BCIC) hat zwei Standbeine: die Universitäts-HNO-Klinik in Regensburg und das CI-Rehabilitationszentrum in Straubing. Die Diagnostik und die Operation erfolgen in Regensburg, die Rehabilitation und Nachsorge dagegen in unserm CI-Centrum in Straubing. Hier werden Kleinkinder, Kinder und Erwachsene rehabilitiert. Jahrelange Erfahrungen mit CI-implantierten Kindern und Erwachsenen bietet die bestmögliche Versorgung mit höchster Sicherheit und Qualität.

Terminvereinbarung   
Cochlear Implant-Sprechstunde: Donnerstags, 13–17 Uhr  Tel. 0941 944-9410 
Privatsprechstunde Prof. Dr. Jürgen Strutz:
Frau Geisenberger 
Tel. 0941 944-9406 
 

Für weitere Informationen, z.B. zum Bayerischen Cochlear Implant Centrum, klicken Sie bitte auf den Link Bayerischen Cochlear Implant Centrum.

 
Zur Anreise, z. B. aus den Räumen Regensburg, München, Ingolstadt, Landshut, Nürnberg, Weiden, Erlangen, Hof, Bayreuth, Passau, Würzburg, Frankfurt, Stuttgart klicken Sie bitte auf den Link Anreise.
  

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Letzte Aktualisierung: 09.10.2014 | Online-Redaktion
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