Einsatz von Elektronenmikroskopie, Lichtmikroskopie und Endoskopie zur Untersuchung des Prothesenmaterials, der Ankopplung der Prothesen an Hammer und Amboss, der Anatomie von Hammer und Amboss, sowie der Gewebereaktionen im Steigbügelfußplattenbereich durch Stapesprothesen. Die Projekte werden von der "Fisch International Microsurgery Foundation" unterstützt
Es wird die Oberflächenstruktur von Stapesprothesen aus unterschiedlichen Materialien im Elektronenmikroskop charakterisiert.
Das Bild unten zeigt rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen von Prothesenschäften aus Gold (A), Teflon (B) und Titan (C) und belegt deutliche Unterschiede in der Beschaffenheit der Oberfläche dieser Prothesen.

In Schnittserien durch jeweils ca. 10 humane Hammer und Ambosse werden morphologische Parameter im Bereich der potenziellen Ankopplung von Prothesen im Lichtmikroskop quantitativ analysiert. Daraus kann einerseits die inter-individuelle Variabilität bestimmt werden und es können andererseits Vorhersagen für eine Optimierung von Prothesen getroffen werden.
Die Abbildung zeigt links 11 humane Ambosse die im Rahmen von Mittelohroperationen entfernt wurden. Sie demonstrieren die inter-individuelle Variabilität. Bei den Ambossen aus dem rechten Mittelohr zeigt der lange Ambossschenkel nach rechts, bei denen aus dem linken nach links. Rechts ist eine lichtmikroskopische Schnittserie durch einen langen Ambossschenkel gezeigt. In solchen Schnittserien werden eine Reihe von Parametern quantitativ vermessen.

Die Verträglichkeit von Prothesen aus unterschiedlichen Materialien und die Gewebereaktionen im Bereich der Steigbügelfußplatte wird in Langzeitversuchen nach Implantation in Kaninchen untersucht.
Die Abbildung 3 zeigt einen Schnitt durch den Bereich des Stapes bei dem eine Teflon-Prothese eingesetzt wurde und die in die Scala vestibuli ragt. Unterhalb der Prothese liegt die Scala media mit intakter Reissnerscher Membran und das Cortische Organ. In dem im Mittelohr gelegenen Bereich wurde die Prothese von einer dünnen Gewebsschicht umwachsen.

Um die Technik der Implantation zu optimieren werden Prothesen in humane Felsenbeine implantiert und das Ergebnis anschließend mittels Endoskopen aus unterschiedlichen, währen der Operation nicht zugänglichen Blickwinkeln dokumentiert. Das Beispiel zeigt 4 unterschiedliche Blickwinkel nach einer Implantation.
