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HNO-Klinik - Forschung

Schlafstörungen

Schnarchen und Schlafapnoe sind einander verwandte, weit verbreitete und gut untersuchte Zustände des Schlafes. Dennoch ist ihre Pathophysiologie zum Teil unverstanden. Im derzeit anerkannten Modell der Pathophysiologie des Schnarchens und der Schlafapnoeentstehung wird von einer nachlassenden Muskelaktivität im Schlaf als wesentlichem Pathomechanismus ausgegangen. Schnarchen und obstruktive Apnoe werden als Kontinuum derselben Erkrankung in unterschiedlicher Ausprägung gesehen.
Diesem als "Lugaresi-Paradigma" bekannten Modell stellen wir ein erweitertes Modell gegenüber, das das Schnarchen der ansonsten schlafgesunden Menschen als ein auf aktiven Muskelprozessen beruhendes Phänomen erklärt.

Das Schnarchen als passiver Zustand des Velums aber wird als generell krankhaft betrachtet und dem apnoischen Schnarchen zugeordnet. Es ist stets mit einer Verengung der Atemwege und damit auch mit einer Zunahme der Atemarbeit verbunden.

Unsere Untersuchungen zielen darauf, den Übergang zwischen Schnarchen und Schlafapnoe zu erhellen. Die zentralen Fragen sind: Ist Schnarchen tatsächlich ein regelmäßiger Vorläufer der Apnoe, das habituelle Schnarchen also der kleine Bruder des obstruktiven Schnarchens gleicher pathophysiologischer Grundlage? Oder aber gibt es Formen des Schnarchens, die sich prinzipiell unterscheiden?
Die theoretischen Überlegungen werden durch drei methodisch unterschiedliche, aber ergänzende Studienansätze geprüft. Es werden elektrophsiologische Untersuchungen, akustische Analysen und ein neues therapeutisches Verfahren, das Muskelaktionen beschränkt, zu einer Theorie zusammengeführt. Sie soll dazu dienen, das Erklärungsmodell der Schnarch- und Schlafapnoeentstehung um ein Detail zu erweitern und Folgerungen für die differenzierte Therapie abzuleiten.

Das neue Therapieverfahren für das als "aktives Schnarchen" bezeichnete Phänomen wurde in einer klinischen Phase II-Studie geprüft.
Für das obstruktive Schnarchen wird ein neues, zum Patent angemeldetes, operatives Verfahren angeboten und zur Diskussion gestellt.
    

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

Projekt Therapie obstruktiver Schlafstörungen

Projekt Diagnostik obstruktiver Schlafstörungen

   

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Letzte Aktualisierung: 21.10.2008 | Online-Redaktion
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