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HNO-Klinik - Forschung

Wissenschaftlicher Werdegang Prof. Dr. rer. nat. Otto Gleich

PD Dr. rer. nat. Otto Gleich

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Prof. Dr. rer. nat. Otto Gleich
Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Universitätsklinik Regensburg
Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93042 Regensburg
Tel.: 0941 944 9426
Fax.: 0941 944 9424
E-Mail: otto.gleich@klinik.uni-regensburg.de

10/1982 bis 2/1984
Diplomarbeit zum Thema "Untersuchungen zur spontanen Entladungsaktivität primärer Hörneurone des Staren Sturnus vulgaris". bei Prof. G.A. Manley am Institut für Zoologie der Technischen Universität München (Gesamtnote: sehr gut bestanden).

6/1984 bis 3/1988
Doktorarbeit zum Thema "Untersuchungen zur funktionellen Bedeutung der Haarzelltypen und ihrer Innervationsmuster im Hörorgan des Staren" bei Prof. G.A. Manley. Am 24. 3. 1988 Promotion zum Dr. rer. nat. an der Fakultät für Chemie Biologie und Geowissenschaften der TUM (Gesamtnote: sehr gut bestanden).

5/1988 bis 5/1990
Postdoc im Labor von Prof. B.M. Johnstone am Department of Physiology der University of Western Australia in Perth, Australien. Mit pharmakologisch - elektrophysiologischen Methoden sollte die Wirkung von Glutamat auf primäre Hörneurone beim Meerschweinchen untersucht und seine möglicher Rolle als Transmitter zwischen den Haarzellen und den Dendriten der Hörnervenfasern charakterisiert werden. In einem weiteren Projekt wurde durch intrazelluläre Injektion von Meerrettichperoxidase in funktionell charakterisierte Hörnervenfasern untersucht inwieweit ein Zusammenhang zwischen dem Aktivitätsmuster und dem Axondurchmesser besteht.

7/1990 bis 4/1992 (ab 3/1991 als Helmholtz Stipendiat)
Postdoc im Labor von Prof. G.A. Manley am Institut für Zoologie der TUM in Garching. Während dieser Zeit wurden eine Reihe von Untersuchungen zu Bau und Funktion des Innenohrs von Vögeln durchgeführt. Zusammen mit Dr. C. Köppl wurde durch Injektion von Meerrettichperoxidase in funktionell charakterisierte Bereiche des Nucleus angularis und Nucleus magnocellularis und anschließende Analyse der retrograd markierten Hörnervenfasern in der Papilla basilaris eine Frequenzkarte des Innenohrs der Schleiereule (Tyto alba) erstellt. In dieser Zeit begann auch die Zusammenarbeit mit Prof. R.J. Dooling, der sich als Humboldt Stipendiat am Institut für Zoologie aufhielt. Prof. Dooling regte die morphologische Untersuchung der Papilla basilaris von Wellensittich (Melopsittacus undulatus), Zebrafink (Taeniopygia guttata) und Kanarienvogel (Serinus canarius) an, da er bei diesen Arten umfangreiche psychoakustische Untersuchungen durchgeführt hatte. Zusätzlich erwuchs aus dieser Zusammenarbeit die Analyse des Baus und der Funktion des Innenohrs einer Kanarienvogelrasse (Belgische Wasserschläger) mit genetisch bedingter Schwerhörigkeit.

Seit 5/1992
wissenschaftlicher Angestellter bei Prof. Strutz an der HNO-Klinik der Universität Regensburg.

Zunächst wurde das Labor für Hörforschung im Bauteil H1 aufgebaut und im August 1998 erfolgte dann der Umzug in den Bauteil H4. Ein methodischer Schwerpunkt ist die histologische Untersuchung der aufsteigenden Hörbahn bei der verschiedene, auch immunhistochemische Methoden eingesetzt werden. Seit 1998 wurden zusätzlich die Voraussetzungen für psychoakustische Untersuchungen an Wüstenrennmäusen etabliert. Im Rahmen des ReForM-C Projekts "Isolierung, Differenzierung und Transdifferenzierung humaner Stammzellen" wurde auch die Zellkultur in Zusammenarbeit mit Dr. A.K. Licht, Dr. F.P. Wachs und Dr. L. Aigner als Methode im Labor etabliert.

Von 1992 bis 1997 wurde im Rahmen des durch die DFG geförderten Projekts "Akustische Deprivation" (DFG Str 275/1-2) die normale Entwicklung sowie die Auswirkung einer Schalleitungs-Schwerhörigkeit auf die Entwicklung des Nucleus cochlearis untersucht. Als Modell wurde dabei der Gerbil (Meriones unguiculatus) benutzt. In dieser Zeit erfolgte im Rahmen des SFB 204 "Gehör" eine Zusammenarbeit mit Prof. M. Vater, bei der die Entwicklung der Expression der inhibitorischen Transmitter GABA und Glyzin im Nucleus cochlearis beim Gerbil analysiert wurde. Seit 1999 werden im Rahmen des DFG Projekts "Inhibition in der Hörbahn und deren Rolle bei der Verarbeitung komplexer Schallsignale und zentraler Presbyacusis" (DFG Str 275/4-1) anatomische und psychoakustische Experimente mit Gerbils durchgeführt um altersbedingte Veränderungen zu Charakterisieren. Ziel ist es dabei mögliche altersbedingte Defizite der inhibitorischen Transmitter durch Medikamente zu beeinflussen und so eine Therapie für zentral bedingte Hörstörungen zu entwickeln.

Neben diesen Arbeiten in Regensburg erfolgte seit 1990 eine rege Kooperation mit Prof. R.J. Dooling, Department of Psychology, University of Maryland. Dabei stand zunächst die Untersuchung der schwerhörigen Kanarienvogelrasse im Zentrum. Seit 3 Jahren hat sich durch die Beteiligung von Prof. M.L. Leek, Army Audiology and Speech Center, Walter Reed Army Medical Center, Washingtion der Schwerpunkt auf die vergleichende Untersuchung der Verarbeitung harmonisch komplexer Schallsignale bei Vögeln und Säugern verschoben.

Am 20. 12. 2004 erfolgte die Feststellung der Lehrbefähigung für das Fach "Experimentelle Otologie" durch die Medizinische Fakultät der Universität Regensburg aufgrund der Habilitationsschrift "Altersbedingte Veränderungen in der Hörbahn der Wüstenrennmaus" sowie der wissenschaftlichen Aussprache.

Am 4. 5. 2005 Erteilung der Lehrbefugnis an der Universität Regensburg für das Fachgebiet "Experimentelle Otologie".

Mit Wirkung zum 29. 7. 2013 erfolgte die Bestellung zum außerplanmäßigen Professor.
  
 

Preise und Stipendien

April 1984 bis Mai 1986:
Stipendium zur Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses an den Hochschulen Bayerns

März 1991 bis April 1992:
Helmholtz Stipendium im Rahmen des BMFT-Förderprogramms Neurobiologie

10. 11. 1997:
Graduierten-Stipendium 1997 der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung

Mai 2000:
Zusammen mit S. Poljansky und Prof. Dr. J. Strutz: Posterpreis 2000 der "Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V., Bonn"

 

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Letzte Aktualisierung: 07.10.2013 | Online-Redaktion
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