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Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III

Gerinnungssprechstunde

Blutgerinnungsstörungen können in Form einer vermehrten Blutungsneigung (Blutungsleiden = hämorrhagische Diathese) oder einer vermehrten Blutgerinnung (Thrombophilie) mit der Folge von Thrombosen, Embolien oder Venenentzündungen sowie in seltenen Fällen als Störung der Wundheilung auftreten.

Diese Störungen können vererbt sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Die Diagnostik solcher Blutgerinnungsstörungen beinhaltet neben einer genauen Befragung der Vorgeschichte des Patienten sowie seiner Blutsverwandten vor allem laborchemische Analysen verschiedener Blutgerinnungsparameter (Blutentnahme) sowie in einzelnen Fällen medikamentöse Tests.

Wir kümmern uns gerne um Abklärung und Beratung bei folgenden Erkrankungen der Blutgerinnung:

1. Blutungsleiden

  • Abklärung, ob eine vermehrte Blutungsneigung vorliegt
  • Beratung und Betreuung von Patienten mit von-Willebrand-Jürgens-Syndrom, Blutplättchenfunktionsstörungen oder Mangel an Gerinnungsfaktoren
  • Betreuung von Patienten mit Hämophilie A oder Hämophilie B 
  • Beratung und Betreuung von Patienten mit Blutungsleiden vor operativen Eingriffen
  • Betreuung von schwangeren Patientinnen mit Blutungsleiden

2. Thromboseneigung / Thromboseleiden

  • Untersuchung, Betreuung und Überwachung von Patienten mit Thromboseneigung
  • Beratung, ob eine Untersuchung hinsichtlich einer Thromboseneigung sinnvoll ist
  • Beratung hinsichtlich verschiedener Möglichkeiten der Blutverdünnung: Niedermolekulares Heparin, Vitamin-K-Antagonist, neue direkte orale Antikoagulanzien
  • Überwachung von Patienten unter gerinnungshemmender Therapie
  • Beratung hinsichtlich Thromboseprophylaxe in Risikosituationen
  • Untersuchung und Betreuung von Patienten mit Herzinfarkt oder Schlaganfall in jungen Jahren
  • Diagnostik von Patientinnen mit wiederholten Fehlgeburten (Aborten) oder Hinweisen für eine Durchblutungsstörung des Mutterkuchens (Plazentainsuffizienz)
  • Betreuung von Schwangeren mit Thromboserisiko und Überwachung einer gerinnungshemmenden Therapie in der Schwangerschaft

3. Weiterführende Abklärung  von auffälligen laborchemischen Gerinnungsbefunden

Hier finden Sie unsere Informationsbroschüre zur Gerinnungssprechstunde. 

Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

  • Die Blutentnahme muss in der Regel nicht in nüchternem Zustand erfolgen. 
  • Bei der Abklärung einer Blutungsneigung sollten acetylsalicylhaltige Medikamente mindestens 10 Tage vor der Untersuchung nicht eingenommen werden. Sogenannte nicht-steroidale Antirheumatika sollten 48 Stunden vor Ihrem Termin bei uns pausiert werden.
  • Falls Ihnen Aspirin aufgrund eines Herzinfarktes, Schlaganfalls oder arterieller Embolie ausdrücklich vom Arzt verordnet wurde, halten Sie bitte rechtzeitig vor Ihrem Termin mit einem Arzt der Gerinnungsambulanz Rücksprache.
  • Bei der Einnahme von Antibiotika halten Sie bitte ebenfalls vorherige Rücksprache.
  • Die Abklärung einer Thromboseneigung sollte, wenn möglich, ebenfalls zu einem Zeitpunkt ohne gerinnungshemmende Therapie erfolgen. Am günstigsten ist die Untersuchung mindestens vier Wochen nach Beendigung einer Therapie mit Marcumar®.
    Falls Sie mit Pradaxa®, Eliquis®, Xarelto® oder Lixiana® behandelt werden, sollten diese Medikamente 24 Stunden vor Ihrem Vorstellungstermin bei uns pausiert werden.
    Eine Therapie mit niedermolekularem Heparin sollte ebenfalls 24 Stunden pausiert werden.

Um unnötige Mehrfachvorstellungen durch wiederholt notwendige Blutentnahmen oder gar eine erhöhte Thrombosegefahr durch voreiliges Absetzen wichtiger Medikamente zu vermeiden, bitten wir, den individuell besten Zeitpunkt für eine Vorstellung bei uns mit einem Arzt der Gerinnungsambulanz abzusprechen. 

So können Sie mit uns Kontakt aufnehmen:

Bitte hinterlassen Sie eine Anfrage in unserer Leitstelle. Unsere Leitstelle ist von Montag bis Donnerstag zwischen 08:00 und 16:00 Uhr und am Freitag von 08:00 bis 13.00 Uhr erreichbar.
Sie bzw. Ihr behandelnder Arzt erhalten nach Sichtung Ihrer Befunde einen Rückruf von uns. 

Sprechstunden:
Mo - Do: 08:00 - 14:00 Uhr
Fr: 08:00 - 12:00 Uhr

Leitstelle:
Tel: 0941 944-5510
Fax: 0941 944-5511 
 
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Letzte Aktualisierung: 23.06.2017 | Online-Redaktion
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