Liebe Patientin, lieber Patient,
in unserer Gerinnungsambulanz werden jährlich ca. 400 Patienten mit Störungen der Blutgerinnungsfähigkeit untersucht und behandelt. Blutgerinnungsstörungen können in Form einer vermehrten Blutungsneigung (Blutungsleiden = hämorrhagische Diathese) oder auch einer vermehrten Blutgerinnung (Thrombophilie) mit der Folge von Thrombosen, Embolien oder Venenentzündungen sowie in seltenen Fällen als Störung der Wundheilung auftreten. Diese Störungen können vererbt, d.h. genetisch bedingt sein, oder sich im Laufe eines Lebens entwickeln. Die Diagnostik solcher Blutgerinnungsstörungen beinhaltet neben einer genauen Befragung der Vorgeschichte des Patienten sowie seiner Blutsverwandten (Anamnese) vor allem laborchemische Analysen verschiedener Blutgerinnungsparameter (Blutentnahme) sowie in einzelnen Fällen medikamentöse Tests.
Häufige klinische Fragestellungen sind:
Was ist vor einer Untersuchung zu beachten
Die Blutentnahme muß in der Regel nicht in nüchternem Zustand erfolgen. Ein leichtes, aber nicht sehr fetthaltiges Frühstück ist möglich. Einzige Ausnahme ist die Diagnostik bei Patienten mit arteriellen Durchblutungsstörungen und Embolien (z.B. Herzinfakt oder Schlaganfall). Im Zweifelsfall fragen Sie bitte vor der Vorstellung bei uns nach, um unnötige Mehrfachvorstellungen zu vermeiden.
Bei der Abklärung einer Blutungsneigung dürfen 14 Tage vor der Untersuchung keine Medikamente eingenommen werden, welche die Funktion der Blutplättchen (Thrombozytenfunktion) beeinflussen. Hierzu zählen z.B. acetylsalicylsäurehaltige Schmerzmittel (z.B. Aspirin) sowie viele Antirheumatika. Falls diese ausdrücklich vom Arzt verordnet wurden, halten Sie bitte rechtzeitig vor Ihrem Termin mit einem Arzt der Gerinnungsambulanz Rücksprache. Am günstigsten ist die Untersuchung in Abwesenheit jeglicher Medikamente. Bei der Einnahme von Antibiotika halten Sie bitte ebenfalls vorherige Rücksprache.
Die Abklärung einer Thromboseneigung sollte, wenn möglich, ebenfalls zu einem Zeitpunkt ohne gerinnungshemmende Therapie erfolgen. Am günstigsten ist die Untersuchung mindestens 4-6 Wochen nach Absetzen solcher Medikamente. Auch hier bitten wir den individuell besten Zeitpunkt mit einem Arzt der Gerinnungsambulanz zu besprechen. Sie vermeiden so unnötige Mehrfachvorstellungen durch wiederholt notwendige Blutentnahmen ohne störende Medikamente oder eine erhöhte Thrombosegefahr durch voreiliges Absetzen wichtiger Medikamente.
So können Sie mit uns Kontakt aufnehmen:
Wenn wir Sie noch nicht kennen (dies gilt auch, wenn Sie zwar schon in der Uniklinik Regensburg, aber noch nicht in der Gerinnungssprechstunde der Abteilung für Hämatologie/Onkologie behandelt wurden):
Bitte hinterlassen Sie eine Anfrage in unserer Leitstelle unter 0941-944-5510. Sie, beziehungsweise Ihr behandelnder Arzt, erhalten innerhalb weniger Stunden einen Rückruf. Sie erreichen uns von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 13 Uhr.
Mit dem behandelnden Arzt besprechen wir nach den bisher vorliegenden Informationen,
Wir bitten Sie, alle erhältlichen Vorbefunde zu Ihrem Termin bei uns mitzubringen!!
In Notfällen kann sich ein ärztlicher Kollege jederzeit über die Zentrale mit dem diensthabenden hämatologischen Hintergrund-Oberarzt verbinden (0941-944-0) lassen.
Wenn Sie bereits in unserer Ambulanz oder Tageklinik in Behandlung waren, fragen Sie bitte nach dem zuletzt behandelnden Kollegen unter 0941-944-5510 oder bitten Sie direkt um einen Folgetermin.