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Forschungsaktivitäten des Labors für Genregulation - Mononuclear Phagocyte Biology

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PD Dr. rer. nat. Michael Rehli
Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie
Universitätsklinikum Regensburg
Franz-Josef-Strauss Allee 11
93042 Regensburg
Tel.: +49 (0)941 944 5587
Fax: +49 (0)941 944 5593
Labor: Tel.: +49 (0)941 944 5586, 5584, 5591

Lab meeting: Montag 8.30 Uhr im Seminarraum des Forschungsgebäudes H1

Homepage: http://www.ag-rehli.de  

Mitglieder der Arbeitsgruppe:
(for e-Mail please type Vorname.Nachname@klinik.uni-regensburg.de)
Dr. rer. nat Michael Aigner (Dipl. Biol.)
Dr. rer. nat Carol El Chartouni (Dipl. Biol.)
Claudia Gebhard (Dipl. Biol.)
Maja Klug (Dipl. Biol.)
Monika Lichtinger (Dipl. Biol.)
Sabine Pape TA
Thu Hang Pham, PhD
Elmar Schilling (Dipl. Biol.)
Lucia Schwarzfischer TA
Tobias Weil (Dipl. Biol.)

Medizinstudenten:
Jochen Spiess
Stephan Kandsperger

 

Die Arbeitsgruppe von PD Dr. Michael Rehli bearbeitet zwei Schwerpunktthemen. Auf der einen Seite beschäftigt sie sich mit der grundlegenden Frage, welche Mechanismen die Diffe­renzierung von Blutmonozyten kontrollieren und wie mit der Differenzierung verbundene Ver­änderungen auf der Ebene der Genexpression reguliert werden. Einen zweiten Schwerpunkt der Arbeitsgruppe stellt die Erforschung der epigenetischen Genregulation durch DNA-Methylierung dar. Dabei konnten bisher wichtige methodische Fortschritte erzielt und publiziert werden.

Der Arbeitsgruppe gehören neben PD Dr. Rehli zwei Postdoctoral-Fellows, fünf naturwissen­schaftliche Doktoranden sowie zwei medizinisch technische Assistentinnen an.

 

Einfluß des epigentischen Codes auf die Differenzierung mononukleärer Phagozyten

verantwortlich:          PD Dr. Michael Rehli
beteiligt:                   Maja Klug, Elmar Schilling
Förderung:                DFG

In den letzten Jahren gab es einige konzeptionelle und methodische Fortschritte auf dem Gebiet der Genregulation. Es wird immer klarer, dass die regulierte Expression von Genen auf mehreren verschieden Ebenen gleichzeitig kontrolliert wird, wobei die einzelnen Ebenen der Regulierung miteinander kooperieren. Verpackungsgrad und dreidimensionale Struktur der DNA im Chromatin stellen eine erste Regulationsebene dar, die während zellulärer Differenzierung dynamisch verändert werden kann. Die lokale Chromatinstruktur wird maßgeblich durch epigenetische Mechanismen (Modifikation von Histonen, CpG-DNA-Methylierung) gesteuert. "Markierungen" der DNA (5‑Methylrest am Cytosin) oder von Histonen (Acetylierung, Methylierung, Phosphorylierung, Ubiq ui tinierung) bilden Andockstellen für Proteine oder Proteinkomplexe, die Chromatin umstrukturieren oder die Transkription direkt beeinflussen. In diesem Projekt möchten wir genomweit und anhand einzelner Gene (TLR, CCL13), epigenetische Veränderungen und ihre Bedeutung während der hämatopoetischen bzw. myeloischen Differenzierung untersuchen. Wir haben ein neuartiges Verfahren zur Analyse der CpG-DNA-Methylierung entwickelt und möchten es in Kombination mit anderen Methoden (z.B. ChIP-Assay) für eine genaue Analyse von differenzierungsabhängigen, epigenetischen Veränderungen einsetzen. Die geplanten Untersuchungen sind bezüglich der CpG-DNA-Methylierung bis jetzt nicht systematisch möglich gewesen und werden uns einen einzigartigen Überblick über epigenetische Regulierung der Differenzierung gewähren. Aus dem Vergleich der Modifikation von Histonen, der induzierten Bindung von Transkriptionsfaktoren oder der CpG-Methylierung erhoffen wir uns wertvolle Erkenntnisse über molekulare Mechanismen der Differenzierung.

 

 

 

Genomweiter Nachweis von Genen mit fehlregulierter DNA-Methylierung

verantwortlich:           PD Dr. Michael Rehli
beteiligt:                    Claudia Gebhard, Elmar Schilling
Förderung:                Deutsche Krebshilfe

Die Methylierung der Base Cytosin in genomischer DNA ist ein wichtiger epigenetischer Mechanismus zur Kontrolle der transkriptionellen Aktivität menschlicher Zellen. Methylierte Cytosine in regulatorischen Regionen eines Gens vermitteln häufig seine Inaktivierung und agieren somit als "An"- bzw. "Aus"-Schalter. Dieses Phänomen sorgt für eine individuelle und geregelte Übersetzung der Erbinformation. Eine Reihe von Studien hat gezeigt, dass DNA‑Methylierungsmuster in Krebszellen spezifisch ausgebildet werden, das heißt verschiedene Tumortypen bilden jeweils charakteristische DNA‑Methylierungsmuster aus. Die Umkehrung normaler DNA‑Methylierungsmuster die bei der Tumorentstehung beobachtet wird, kann dabei zur abnormalen Repression (oder Aktivierung) von Genen führen und Tumorwachstum initiieren und fördern. Um die Bedeutung dieser krankheitsabhängigen Veränderungen optimal einschätzen zu können , müssen zunächst relevante ‚Markergene’ (oder Biomarker) identifiziert werden. Sind die unterschiedlich methylierten Cytosine einer Krankheit erst bekannt, ermöglichen sie einerseits eine frühe Diagnose, andererseits auch eine molekulare Klassifikation einer Krankheit. Daneben könnte es möglich sein , das Ansprechen eines Patienten auf eine bestimmte Behandlung vorherzusagen. Die Ermittlung solcher Markergene setzt wiederum voraus, dass man Methoden zur Hand hat, die Veränderungen von DNA‑Methylierungsmustern im gesamten menschlichen Genom detektieren können. Bislang stützen sich die meisten Studien auf eine relativ kleine Gruppe von Genen, von denen in den meisten Fällen unklar ist, ob sie überhaupt relevante Markergene darstellen. In diesem Projekt entwickeln wir neuartige Technologieplattformen die zum unvoreingenommenen, globalen Nachweis der genomischen CpG-Methylierung oder auch zum sensitiven Einzelgennachweis eingesetzt werden können. Die Weiterentwicklung und Anwendung dieser Technologien soll die rasche Identifizierung krankheitsrelevanter Methylierungsmarker ermöglichen und zur Entwicklung diagnostischer und pharmakodiagnostischer Produkte nutzbar sein.

 

 

Charakterisierung von reifungsassoziierten, makrophagenspezifisch exprimierten Genen und Analyse ihrer Expressionsregulierung

verantwortlich:           PD Dr. Michael Rehli
beteiligt:                    Thu-Hang Pham
Förderung:                DFG

Die Reifung von Blutmonozyten zu Makrophagen ist ein bislang wenig verstandener, einzigartiger Prozess, der sich im Allgemeinen ohne Zellteilung vollzieht und mit einer Vielzahl phänotypischer und funktioneller Veränderungen einhergeht. Wir versuchen diesen Reifungsprozess durch die molekulare Charakterisierung von Modellgenen (CHI3L1, CHIT1) besser zu verstehen, die streng reifungsassoziiert in humanen Makrophagen exprimiert werden. Die von uns bereits durchgeführten, detaillierten molekularbiologischen Untersuchungen der proximalen Promotoren dieser beiden Gene wurden inzwischen auf weitere, möglicherweise regulatorische Bereiche der beiden benachbarten Loci ausgedehnt. Wir möchten in diesem Projekt mit Hilfe moderner molekularbiologischer Methoden die Ereignisse und mögliche regulatorische Mechanismen (z.B. Veränderungen der Chromatinstruktur, Rolle und Interaktion proximaler und distaler regulatorischer Elemente, epigenetische Veränderungen) im zeitlichen Verlauf weiter analysieren, die letztendlich zur geregelten Expression der beiden Genloci während der Reifung von Makrophagen führen. Wir hoffen durch die Untersuchung dieser Modellgene genregulatorische Mechanismen von allgemeiner Bedeutung für die Reifung von mononukleären Phagozyten aufdecken zu können.

 

 

Transkriptionelle Regulierung der alternativen Makrophagenaktivierung

verantwortlich:          PD Dr. Michael Rehli
beteiligt:                   Carol El Chartouni

Kollaboration:           Prof. Michael Lohoff (Marburg),
                               Prof. Reshma Taneja (New York)
Förderung:               DFG

Die Differenzierung von Makrophagen wird maßgeblich durch das umgebende Zytokin- und Wachstumsfaktormilieu bestimmt. Alternativ oder klassisch aktivierte Makrophagen stellen dabei zwei stark TH2‑ bzw. TH1‑polarisierte Zelltypen dar, die sich in ihren Funktionsspektren deutlich unterscheiden. Während die klassisch TH1‑polarisierten Makrophagen bereits ausgiebig charakterisiert sind, ist über die Biologie alternativ aktivierter Makrophagen, die bevorzugt bei TH2‑Immunantworten und in vielen Tumoren vorkommen, weitaus weniger bekannt. Wir haben Genexpressionsprofile von Interleukin (IL‑)4-induzierten, alternativ aktivierten Makrophagen generiert und dabei eine Reihe von Transkriptionsfaktoren identifiziert, die im Rahmen der IL‑4 Behandlung zum Teil sehr stark reguliert werden. Im beantragten Projekt wollen wir nun die Rolle der identifizierten Transkriptionsfaktoren näher charakterisieren und ihre Bedeutung bei der Entwicklung alternativ aktivierter bzw. tumorassoziierter Makrophagen klären. Durch eine Kombination verschiedener molekularbiologischer Ansätze soll hierbei das regulatorische Netzwerk entschlüsselt werden, welches alternativ aktivierte Makrophagen kennzeichnet und funktionell charakterisiert.

 

 

Molekulare Grundlagen der reproduktiven Arbeitsteilung und Kastendifferenzierung bei basalen Termiten

verantwortlich:          PD Dr. Judith Korb (NWF III),
                                PD Dr. Michael Rehli
beteiligt:                   Tobias Weil
Förderung:                DFG

Soziale Insekten (Ameisen, einige Bienen und Wespen und Termiten) sind bedeutende Modellorganismen der Evolutionsbiologie. Wie es zur Ausprägung der morphologisch oft stark differenzierten Kasten von Gesch l echtstieren, Arbeiter/innen und in manchen Arten auch Soldaten kommt, ist wenig verstanden. Dabei gehören soziale Insekten sicher zu den eindrucksvollsten Beispielen phänotypischer Plastizität, der Ausprägung unterschiedlicher Phänotype bei gleichem genetischen Hintergrund. Die substantiellen physiologischen und morphologischen Unterschiede zwischen den Kasten müssen Unterschiede in der Genexpression widerspiegeln. Dieses Projekt versucht an einer basal stehenden Termitenart die Mechanismen und molekularen Grundlagen der reproduktiven Arbeitsteilung und Kastendifferenzierung auf der Ebene differenziell exprimierter Gene zu untersuchen. Diese Untersuchungen sollen Studien zu sozialen Hymenopteren komplementieren, die sich hinsichtlich ihrer Entwicklung völlig von Termiten (Hymenopteren: vollkommene Entwicklung; Termiten: unvollkommene Entwicklung) unterscheiden. So sollen über auftretende Gemeinsamkeiten und Unterschiede Rückschlüsse auf allgemein gültige Prinzipien und Besonderheiten eines Systems gewonnen werden.

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Letzte Aktualisierung: 08.04.2009 | Online-Redaktion
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