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Forschungsaktivitäten des Labors für Immunregulation

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Prof. Dr. med. Matthias Edinger & PD Dr. rer. nat. Petra Hoffmann

Die Arbeitsgruppe von Prof. Edinger und Dr. Hoffmann beschäftigt sich mit zellulären Immunregulationsmechanismen nach allogener Organ- und Stammzelltransplantation. In tierexperimentellen Studien wurde nachgewiesen, dass CD4+CD25+ regulatorische T-Zellen des Spenders selbst keine Graft-versus-Host-Erkrankung hervorrufen, diese Transplantationskomplikationen aber verhindern können. Derzeit werden die zugrundeliegenden Mechanismen analysiert sowie neue Methoden zur Charakterisierung, Isolierung und Expansion humaner regulatorischer T-Zellen entwickelt. Diese Vorarbeiten führten zur Initiierung einer ersten klinischen Studie, in der die protektive Wirkung von regulatorischen Spender-T-Zellen zum Schutz vor GvHD untersucht wird. Der Arbeitsgruppe gehörten 2008 neben den Gruppenleitern eine Postdoktorandin, drei Biologiedoktorandinnen und zwei MedizindoktorandInnen an sowie sieben medizinisch-technische AssistentInnen.

 

Immunregulation durch adoptiven Transfer humaner CD4+CD25+ regulatorischer T-Zellen im xenogenen GVHD-Modell

Verantwortlich:       Prof. Dr. Matthias Edinger
Mitarbeiter:            Dipl. biol. Tina Böld, Rüdiger Eder, Jasmin Stahl
Förderung:             Deutsche Forschungsgemeinschaft

Für den Therapieerfolg der allogenen Stammzelltransplantation (SZT) bei Patienten mit hämatologischen Neoplasien sind neben der hochdosierten Radio-/Chemotherapie vor allem Spender-T-Zellen verantwortlich. Diese zeigen nicht nur die gewünschte antitumorale Wirkung (Graft-versus-Leukämie-Effekt, GVL), sondern sind auch Hauptverursacher der Graft-versus-Host-Erkrankung (GVHD). In tierexperimentellen Studien konnten wir nachweisen, dass CD4+CD25+ regulatorische T-Zellen (Treg) des Spenders zum Schutz vor GVHD eingesetzt werden können, ohne dass die GVL-Aktivität alloreaktiver T-Zellen supprimiert wird. Im Rahmen dieses Projektes soll die Wirksamkeit humaner Treg-Zellen zur Suppression von GVH-Reaktionen in vivo untersucht werden. Dafür wird ein Tiermodell angewandt, das eine effiziente Rekonstitution der humanen Lymphopoese in immundefizienten Mäusen erlaubt und die Untersuchung von Immunregulationsmechanismen nach xenogener Transplantation ermöglicht.

 

Charakterisierung, Isolierung und Expansion humaner regulatorischer T-Zellen

Verantwortlich:       Prof. Dr. Matthias Edinger & PD Dr. Petra Hoffmann
Mitarbeiter:            Rüdiger Eder, Dipl. biol. Kristina Doser Förderung:             Wilhelm-Sander Stiftung

Ziel des Projekts ist die detaillierte Charakterisierung humaner regulatorischer T-Zellen und die Etablierung von in vitro Expansionsmethoden . Durch die Aufklärung der suppressiven Wirkung regulatorischer T-Zellen sowie ihre erfolgreiche Expansion sollen die Voraussetzungen geschaffen werden für den klinischen Einsatz regulatorischer T-Zellen zur Prävention und/oder Behandlung der GVHD nach allogener Stammzelltransplantation. 

 

Sequentielle Donor-Lymphozytentransfusion von CD4+CD25+ T-Zellen und unmanipulierten Donor-Lymphozyten nach allogener Stammzelltransplantation

Verantwortlich:      Prof. Dr. Ernst Holler, Prof. Dr. Matthias Edinger
Mitarbeiter:           PD Dr. Petra Hoffmann, Rüdiger Eder, Jasmin Stahl
Kollaboration:        Dr. Evelyn Orso, Institut für Klin. Chemie &
                            Laboratoriumsmedizin
Förderung:            Miltenyi Biotec GmbH

Klinische Phase I Studie zum adoptiven Transfer humaner CD4+CD25+ regulatorischer T-Zellen des Spenders nach allogener Stammzelltransplantation.

 

Einfluss   regulatorischer T-Zellen auf die Infektabwehr nach allogener Stammzelltransplantation

Verantwortlich:      PD Dr. Petra Hoffmann, Dr. Bernd Echtenacher
                            (Institut für Immunologie)
Mitarbeiter:            Prof. Dr. Matthias Edinger,
                            Dipl. biol. Julia Albrecht, Anna-Maria Jobst
Förderung:            Deutsche Forschungsgemeinschaft  

In tierexperimentellen Studien konnten wir zeigen, dass adoptiv transferierte CD4+CD25+ regulatorische T-Zellen des Spenders die Auslösung einer Graft-versus-Host-Erkrankung   nach allogener Stammzelltransplantation (SZT) verhindern können. Im Rahmen dieses Projektes wird untersucht, ob die immunsuppressiven Eigenschaften regulatorischer T-Zellen die Infektabwehr nach allogener SZT beeinflussen. Hierfür werden klinisch relevante Modelle opportunistischer Infektionen im murinen Transplantationsmodell analysiert.

 

Einfluss des Tumormikromilieus auf die immunsuppressive Effektorfunktion regulatorischer T-Zellen

Verantwortlich:       PD Dr. Petra Hoffmann
Mitarbeiter:            Eva Typlt
Kollaboration:         Prof. Dr. Marina Kreutz, Prof. Dr. Peter Oefner,
                             Prof. Dr. Matthias Edinger
Förderung:             ReForM C

Eine Akkumulation regulatorischer T-Zellen (Treg) wurde für verschiedene Tumorentitäten beschrieben. Aufgrund ihrer immunsuppressiven Eigenschaften könnten solche Treg-Zellen zur Minderung der Tumorimmunogenität beitragen. Im Rahmen dieses Projektes wird der Einfluss des Tumormilieus und -metabolismus auf die Funktion und Migration regulatorischer T-Zellen untersucht.

 

Der Einfluss des 'Pattern Recognition' Rezeptors TLR5 auf die GVH-Erkrankung und den protektiven Effekt von CD4+CD25+ regulatorischen T- Zellen nach allogener Knochenmarktransplantation

Verantwortlich:       PD Dr. Petra Hoffmann, Prof. Dr. Ernst Holler
Mitarbeiter:             Prof. Dr. Matthias Edinger, Dr. Katrin Kosovac,
                             Jaqueline Igl
Förderung:             Deutsche Forschungsgemeinschaft  

Intestinale Entzündungsreaktionen sind für die Pathophysiologie der Graft-versus-Host Erkrankung (GVHD) nach allogener Stammzelltransplantation (SZT) von entscheidender Bedeutung. Kürzlich konnten wir eine signifikante Assoziation zwischen dem Auftreten sog. 'single nucleotide' Polymorphismen (SNPs) in den 'Pattern Recognition' Rezeptor (PRR) Genen NOD2/CARD15 und TLR5 und der Transplantations-bedingten Mortalität von KMT Patienten nachweisen. In tierexperimentellen Studien konnten wir außerdem zeigen, dass adoptiv transferierte CD4+CD25+ regulatorische T-Zellen (Treg) des Spenders die Auslösung einer GVHD verhindern können. Gleichzeitig weisen mehrere kürzlich erschienene Publikationen auf eine Modulation der Treg-Zellfunktion durch PRRs. Im Rahmen dieses Projekts soll unter Einsatz experimenteller Tiermodelle die Rolle von TLR5 in der GVHD sowie sein Einfluss auf Treg-Zellen untersucht werden.

 

BayImmuNet Forschergruppe "Regulatory T Cells for Tolerance Induction"

Verantwortlich:      Prof. Dr. Matthias Edinger
Förderung:            Bayerisches Immuntherapie Netzwerk /
                            Land Bayern

Ziel der BayImmuNet Forschergruppe ist es, zelluläre Therapiestrategien zur Toleranzinduktion in klinischen Studien zu überprüfen. Hierfür werden vorbereitende präklinische Untersuchungen durchgeführt sowie erste Phase I Studien zum adoptiven Transfer regulatorischer T-Zellen für Patienten nach allogener Stammzelltransplantation.

 

RISET (Reprogramming the Immune System Towards Tolerance)

Verantwortlich:        Prof. Dr. Matthias Edinger, PD Dr. Petra Hoffmann
Mitarbeiter:             Claudia Weber, MTA
Kollaboration:          Prof. Dr. Hans Schlitt und Prof. Dr. Ed Geissler,
                              Klinik für Chirurgie
Förderung:              Europäische Union

Europäisches Konsortium zur Identifizierung von Toleranz-anzeigenden Biomarkern nach Transplantation. Im Rahmen des Regensburger Projektes werden Treg-permissive Immunsuppressionsprotokolle nach Lebertransplantation untersucht.

 

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Letzte Aktualisierung: 24.07.2013 | Online-Redaktion
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