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Anamnesegruppen

Anamnesegruppen gestern und heute

Patientenzentrierte Medizin erleben.

Dass das Anamnesegespräch einen zentralen Pfeiler medizinischer Diagnostik darstellt, ist unbestritten. Beinahe 90% aller Erkrankungen lassen sich alleine durch das Stellen der richtigen Fragen eingrenzen.

Die Strategie des Anamnesegesprächs lernen die angehenden Ärzte und Psychotherapeuten in der Regel im klinischen Untersuchungskurs und währen der täglichen Praxis. Den Rest macht Wissen und Erfahrung aus.

Sollte man meinen..., doch die Patienten haben weitere Wünsche. Sie erleben das Gespräch als Beziehungsangebot, suchen Verständnis,Trost, einen Raum für ihre Ängste. Und das zu bieten, will ebenfalls praktisch gelernt sein: In der sogenannten Anamnesegruppe. In Regensburg ist diese Unterrichtsform im Sinne einer vom Dozenten oder einer Dozentin angeleiteten in den Psychosomatikunterricht integriert. Daneben git es noch - wenn sich Studenten finden, die dies selbst in die Hand nehmen - selbstorganisierte Gruppen, die sich in einer Größe von 8-10 Studenten - idealerweise aus unterschiedlichen Semestern, um eine vertikale Verknüpfung zu gewährleisten und die unterschiedlichen Blickwinkel, die sich auf dem Weg der Sozialisation zum Arzt auftun, verbunden mit einem Wechsel der Haltung - einmal in der Woche trefffen, um mit einem Patienten, ein Gespräch zu führen. Nach dem etwa einstündigen Gespräch verlässt der Patient die Gruppe und diese bepricht dann den Verlauf und die hrausgearbeiteten Inhalte unter sich.

Das Konzept erklärt auch der Film.

Daneben gibt es ein Buch, mittlerweile auch schon über 20 Jahre alt, aber nichts desto trotz immer noch eine Orientierungshilfe.

Die "POM" die "Patientenorientierte Medizin" ist eine einmal jährlich erscheinende Zeitschrift, die das "Drum herum" um die Anamnesegruppen aus studentischer, aber auch manchmal aus fachlicher Sicht dokumentiert, Appetit machen soll auf die Beziehungsmedizin, aber mittlerweile auch ein zeitgeschichtliches Archiv darstellt, wie das Medizinstudium von den Studenten selbst in den letzten 30 Jahren wahrgenommen wurde.

Die Abteilung für Psychosomatik in Regensburg hat anläßlich ihres 10jährigen Jubiläums die Ressoucen zur Verfügung gestellt um dieses Archiv zu ermöglichen.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Praktikanten, die geduldig die POMs für Sie kopiert haben und mehrere tausend Seiten für Sie eingescannt hat.

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Letzte Aktualisierung: 01.06.2011 | Online-Redaktion
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