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Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation

Medizinische Leistungen

Kinder-Hämatologie

Die Kinder-Hämatologie behandelt alle möglichen ‚gutartigen’ Erkrankung der Blutbildung. Von der einfachen Eisenmangelanämie bis hin zu einem Knochenmarksversagen, werden in Regensburg alle Erkrankungen der Blutbildung diagnostiziert und behandelt. Ein besonderer Schwerpunkt der Abteilung ist die Behandlung von sogenannten Hämoglobinopathien. Das sind angeborene Erkrankungen der Blutbildung, wie der Sichelzellerkrankung und Thalassämie, die unbehandelt zu schweren Komplikationen und zu einem frühen Tod führen können. Durch eine Stammzelltransplantation können diese Patienten geheilt werden. In Regensburg kann durch eine besondere Methode, bei er auch die Eltern spenden können, jedem Patienten eine Stammzelltransplantation angeboten werden.


Kinder-Hämostaseologie

Gerinnungsstörungen im Kindesalter sind Erkrankungen, die entweder zu einer gesteigerten Blutungsneigung oder zu einer Bereitschaft, Thrombosen zu entwickeln führen können. In jungem Alter ergeben sich erste Hinweise auf eine Blutungsneigung nicht selten im Vorfeld von chirurgischen Eingriffen im Rahmen einer orientierenden Routine-Gerinnungsdiagnostik. Symptome können zunächst unscheinbar, wie nicht anderweitig erklärbares Nasenbluten oder eine ungewöhnlich lange Blutungsneigung nach kleineren Verletzungen oder im Rahmen des Zahnwechsels sein. Schwerwiegende Formen einer Gerinnungsstörung sind die sogenannten Bluterkrankheiten (Hämophilien), die bei schweren Formen bereits im Kleinkindesalter auffällig werden und unbehandelt zu ausgedehnten Blutungen in Weichteile, Haut, Muskulatur und Gelenke, in selteneren Fällen auch zu Hirnblutungen führen. Patienten, die an einer schweren Bluterkrankheit leiden, werden heutzutage normalerweise einer lebenslangen Blutungsprophylaxe mit dem fehlenden Gerinnungsfaktor zugeführt. Eine lebenslange intensive Betreuung nicht nur im Falle von Blutungen ist unabdingbar. Daneben gibt es weitere Gerinnungsstörungen (z.B. das relativ häufige von Willebrand Syndrom), die je nach Schweregrad eine spezifische Therapie oder auch Prophylaxe in Risikosituationen benötigen.


Kinder-Onkologie

Krebserkrankungen im Kindesalter sind sehr selten, dennoch gehören sie zu den häufigsten Todesursachen im Kindesalter. Kinder können auch im Säuglings- und Kleinkindesalter an Krebs erkranken. Glücklicherweise unterscheiden sie sich in fast allem von den onkologischen Erkrankungen im Erwachsenenalter und haben eine grundsätzlich deutlich bessere Heilungschance. Die Kinderonkologie in Regensburg gehört zu den größten onkologischen Behandlungszentren Deutschlands, so dass hier alle onkologischen Erkrankungen des Kindesalters behandelt werden können. Um die höchste Qualität bei der Therapie dieser Patienten garantieren zu können, werden alle Patienten in sog. Therapieoptimierungsstudien behandelt. Darüber hinaus kann Regensburg durch moderne, molekulare Therapien auch denjenigen Patienten noch eine Behandlung anbieten, die auf standardisierte Behandlungsmaßnahmen nicht adäquat angesprochen haben. Besondere Schwerpunkte sind rückfällig gewordene Neuroblastome, Ewing-Sarkome und Pineoblastome. Das sind seltene Tumorerkrankungen des Kindesalters, die sehr schwer zu behandeln sind.


Kinder-Stammzelltransplantation

Die Transplantation von blutbildenden Stammzellen ist die wichtigste und effizienteste Behandlungsmethode für mehr als 150 onkologische, hämatologische, immunologische sowie bestimmte Stoffwechselerkrankungen, die ohne eine Transplantation nicht geheilt werden könnten. Während manche Blutkrebskrankheiten nur durch eine Transplantation geheilt werden können, weil die Blutstammzellen erkrankt sind und ersetzt werden müssen, kommt bei vielen Leukämien die Transplantation erst zum Einsatz, wenn die Erkrankungen durch konventionelle Methoden, wie die Chemo- und Strahlentherapie, nicht geheilt werden können.
Andere, sog. gutartige Blutkrankheiten, wie die Sichelzellerkrankungen und die Thalassämien, können nur durch eine Stammzelltransplantation geheilt werden. Alle anderen zur Verfügung stehenden Maßnahmen verzögern im besten Fall die Komplikationen und Organschäden nur, heilen aber die Erkrankung nicht. In Regensburg werden alle Patienten mit diesen Blutkrankheiten spätestens dann transplantiert, wenn die Erkrankungen soweit fortgeschritten sind, dass eine lebensbedrohliche Organschädigung zu erwarten ist. Durch die Möglichkeit einer sog. haploidenten Stammzelltransplantation kann man allen Patienten einen Spender anbieten und die Transplantation jederzeit durchführen.
Dies trifft auch für die Gruppe der Stoffwechselkrankheiten und schweren Immundefekte zu, die genetischen Ursprungs sind und daher meistens im Kleinkindesalter auftreten. Hier hilft auch nur eine sofortige Stammzelltransplantation. Am Universitätsklinikum werden alle Erkrankungen des Immunsystems, vor allem die schweren Immundefekte, diagnostiziert und können zeitnah behandelt werden.
  

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Letzte Aktualisierung: 21.03.2017 | Online-Redaktion
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